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Dienstag, 19. Mai 2026

Ricottatarte mit Schokolade und Rhabarberkompott


Der Frühling schmeckt für mich nach Rhabarber. Kaum zeigen sich die ersten warmen Sonnenstrahlen, bekomme ich Lust auf Nachmittage im Garten und auf eine gute Tasse Kaffee in der Frühlingssonne. Genau dann beginnt auch die leider viel zu kurze Rhabarberzeit und ich freue mich jedes Jahr aufs Neue darauf.
Rhabarber hat für mich etwas wunderbar Nostalgisches. Schon der Duft erinnert an Kuchen aus Omas Küche, an Kompott, das noch warm aus dem Topf genascht wurde, und an gemütliche Kaffeerunden mit der Familie am Wochenende. Die feine Säure des Rhabarbers passt einfach perfekt zu cremigen Desserts und macht schwere Kuchen plötzlich herrlich frisch.

Dieser Ricottakuchen gehört inzwischen zu meinen liebsten Frühlingsrezepten, weil er so wandlungsfähig ist. Der zarte Mürbeteig, die cremige Ricottafüllung mit einem Hauch Zitrone und dazu das fruchtige Rhabarberkompott sind eine tolle Kombination. 
Ich liebe es, den Kuchen gut gekühlt zu servieren und dazu das leicht warme Kompott darüber zugeben. Dazu ein Cappuccino oder ein Milchkaffee, ein Platz im Garten zum Nachmittagskaffee und perfekt ist das Frühlingsfeeling.




Ricottatarte mit Schokolade und
Rhabarberkompott

Für den Mürbeteig
300 g Mehl
80 g Zucker
1 Ei (M)
150 g Butter 
2-3 EL Olivenöl
Abrieb von 1 Bio-Zitrone

Für die Ricottacreme
500 g cremiger Ricotta
100 g Zucker
3 Eier (M)
Saft und etwas Abrieb von 1 Bio-Zitrone

Für das Rhabarberkompott
300 g Rhabarber
50 ml Orangensaft
70 g Zucker


Zubereitung

Mehl in eine große Schüssel geben und mittig eine Mulde formen. Zucker, Ei, Butter, Olivenöl und Zitronenabrieb hinzufügen.
Zuerst die feuchten Zutaten mit einer Gabel verrühren, dann alles rasch mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Falls der Teig zu trocken ist, etwas Öl ergänzen; falls er zu weich ist, etwas Mehl einarbeiten.
Den Teig abgedeckt etwa 30 Minuten kalt stellen.

Ricotta, Zucker, Eier, Zitronensaft und Zitronenabrieb in einer Schüssel mit dem Schneebesen glatt verrühren.

Backofen vorheizen: Umluft: 175 °C

Eine Springform oder Tarteform mit Backpapier auslegen. Den Mürbeteig rund ausrollen, in die Form legen und dabei einen kleinen Rand hochziehen.
Die Ricottacreme einfüllen und den Kuchen etwa 35 Minuten goldgelb backen, bis die Creme leicht gestockt ist. Anschließend vollständig abkühlen lassen.

Rhabarber waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. Zucker in einem Topf karamellisieren lassen. Die Hälfte des Rhabarbers und den Orangensaft hinzufügen und unter Rühren köcheln lassen, bis sich der Karamell gelöst hat. Etwa 5 Minuten einkochen.
Dann den restlichen Rhabarber zugeben und nur noch etwa 1Minute weiter köcheln, damit noch kleine Stücke erhalten bleiben. Das Kompott abkühlen lassen.

Den Ricottakuchen mit dem abgekühlten odernoch warmen Rhabarberkompott servieren. 
Besonders lecker schmeckt die Tarte gut gekühlt.




Lasst es euch gut gehen und 
Salut... Eure mellimille





Dienstag, 3. Oktober 2023

Ricciarelli - toskanische Mandelkekse // Rezension: 'Sterne über Siena' von Claudia Winter

*unbezahlte Werbung//Rezension 


Wer mir hier schon länger folgt, der weiß auch über meine Italien-Leidenschaft Bescheid. Wann immer es die Zeit zulässt sind wir in unserem zweiten Zuhause in Ligurien.
Dort kann ich abschalten, la Dolce Vita geniessen und meinem zweitliebsten Hobby nach dem Kochen & Backen nachgehen: dem Lesen!

Dieses Jahr durfte endlich wieder ein Buch von Claudia Winter mit ins Gepäck und wunderbar passend spielt ihr aktueller Roman in Italien. Zwar nicht in Liguerien, aber dafür in der Toskana.
Eins ist mir jetzt auf jedenfall klar: ich muss nach Siena und dort die obligatorischen Ricciarelli zu einem Espresso genießen. Bis dahin backe ich sie mir selbst und hole mir durch Claudias 'Sterne über Siena' toskanisches Feeling nach Hessen.


  • Herausgeber ‏ : ‎ Goldmann Verlag; Originalausgabe Edition (21. Juni 2023)
  • Autorin: Claudia Winter
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 480 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442493463
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442493463




Klappentext des Buches:
Als Emilia Volani in den Ferien in ihre geliebte Heimatstadt Siena zurückkehrt, erwartet sie eine große Herausforderung. Das traditionelle Pferderennen auf der Piazza del Campo, das dem Sieger Ruhm und Ehre einbringt, steht unmittelbar bevor. Und ausgerechnet die Familie Graziotti hat hohe Chancen, zu gewinnen. Emilias Vater, der mit den Graziottis durch eine langjährige Fehde verbunden ist, fordert von seiner Tochter, den Sieg seiner Widersacher zu verhindern. Als Emilia aber erfährt, dass ihre Schwester und der jüngste Graziotti-Sohn unsterblich ineinander verliebt sind, gerät sie zwischen die Fronten. Und dann sind da noch eine kleine Stute, die ihr Herz berührt, ein Anwesen in den Hügeln, das sich wie ein Zuhause anfühlt, und ein Mann, der alles in Frage stellt, was sie über die Liebe zu wissen glaubte …


Meine Meinung über das Buch:
Claudia ist für die Meisterin im Erschaffen von Charakteren und im Beschreiben von Landschaften, Städte und Stimmungen.
Wie schon in ihren anderen Romane hat der Leser gleich das Gefühl als wäre er in dem Ort aufgewachsen und würde jeden Stein und jeden Dorfbewohner kennen. 
Sienas Atmosphäre und Schauplätze werden so anschaulich beschrieben, dass ich manchmal das Gefühl hatte, ich säße auf der Piazza del Campo mit meinem Espresso und würde alles beobachten.

Die Geschichte erinnert stark an eine moderne 'Romeo&Julia'-Variante, allerdings gleich im Doppelpack (mehr wird aber hier noch nicht verraten!).
Nach und nach kommt der Leser hinter die verborgenen Geheimnisse der verfeindeten Familien und spürt, dass alte Traditionen schön sein können, doch auch einengen und viele Steine in den Weg legen können.

Wichtiger Bestandteil der Geschichte ist der berühmte Palio in Siena. Der Palio di Siena ist das härteste und mit auch älteste Pferderennen der Welt und wird seit dem Mittelater zweimal im Jahr zwischen den ortsansässigen 17 Contraden (Stadtteile/-viertel)  ausgetragen.
Jede Contrade stellt das schnellste Pferd und einen Reiter, der allerdings nicht der Contrade zugehörig sein muß.
Vor dem großen Rennen finden Proberennen statt und die ganze Stadt ist schon tagelang in großer Aufruhr.
In dem Roman wird sehr informativ über das große Palio informiert und geschrieben. Es bleibt auch nicht unerwähnt, was dieses gefährliche Rennen für die Pferde, Reiter und auch teilweise für die Zuschauer bedeutet.

Wie immer war ich viel zu schnell durch mit dem Buch und am Ende traurig, dass ich all den lieb gewonnen Darsteller 'Ciao Ciao' sagen musste. Am liebsten wüsste ich, wie es mit ihnen allen weiter geht. Und auch in diesem Roman von Claudia schlummern einige starke Charakteren, die eine eigene Geschichte verdient hätten wie zB der traditionsbewusste Giuliano oder die weise Nonna.

Meine geweckte Sehnsucht stille ich mit den herrlichen Ricciarelli, den toskanischen Mandelgebäck aus Siena.
Am Ende eines jeden Winter-Romans gibt es einige Rezepte von verschiedenen Gerichten, die während der Geschichte vorkamen. 

Wie immer: ein wahres Claudia Winter Vergnügen!!!




Ricciarelli di Siena
(nicht aus dem Buch)


400 g gemahlene Mandeln ohne Schale
200 g Zucker
2 Eiweiß, Gr. M
1 Prise Salz
1 Tl Zironensaft
Abrieb von einer Bio-Orange
5 Tropfen Bittermandelaroma
1 Tl Vanille-Extrakt
-------------------------------
Puderzucker

Am Abend vorher alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie wickeln und über Nacht in den Kühlschrank legen.

Am nächsten Tag den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. 

Die Teigrolle in gleich große Stücke schneiden. 
Die Teigstücke mit den Händen zu Kugeln formen, mit dem Daumen leicht flach drücken (oval) und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

Die Plätzchen mit Puderzucker bestäuben und im vorgeheizten Backofen 10-12 Minuten goldbraun backen.

Auf dem Backblech abkühlen lassen (warm sind sie noch zerbrechlich!) und anschließend in einer Plätzchendose verwahren.




Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille



*Lieben Dank an den Goldmann Verlag und Random House, die mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben.

Dienstag, 29. August 2023

Aperol Spritz Eis (alkoholfrei)


Aperol Spritz ist für mich das Sommergetränk schlechthin und steht für mich in enger Verbindung mit Italien. Dort liebe ich sehr die Aperitivo-Kultur: am späten Nachmittag wird ein Aperitif (meist alkoholisch) genossen und dazu werden kleine Häppchen wie zum Beispiel belegte Crostini, Oliven, Nüsse, Knabbergebäck, eingelegtes Gemüse, ect. gerreicht.
L'Aperitivo Italiano - schöner kann man einen Abend nicht beginnen!

Im Sommer genieße ich gerne den Aperitivo am Strand, wenn langsam die Sonne im Meer versinkt und dabei alles in ein rosa-goldenes Licht getaucht wird. Dazu ein eiskaltes Getränk (gerne alkoholfrei), leckere Knabbereien und gute Gespräche. Traumhaft!


Muss Aperol Spritz eigentlich immer getrunken werden? Nein, es kann mit meinem Rezept von nun an auch 'To go' geschleckt werden. Und das auch ganz alkoholfrei!
Eine feine Mischung aus bitterherb und fruchtigsüß. Mein Highlight des Sommers!



Aperol Spritz Eis
(für 4-6 Eis am Stiel)

1 Bio-Orange
3 cl Orange Spritz Sirup
(Alternativ 50 ml Sanbitter oder Crodino)
150 ml Tonic Water
100 ml Sprudelwasser

Die Orange heiß abwaschen und abtrocknen. Nun 3 Scheiben von der Orange abschneiden.
Die restliche Orange wird ausgedrückt. Den Saft durch ein feines Sieb in ein großes Glas geben.
Den Sirup, das Tonic Water und Sprudelwasser hinzufügen und alles miteinander gut vermischen.
Die Orangenscheiben halbieren.
Die Aperol'-Mischung auf die Eisförmchen verteilen und jeweils eine halbe Orangenscheibe hineingeben. 
Die Eisförmchen in den Gefrierer geben und das Eis durchfrieren lassen.

Tipp: Das Eis am Stiel schmeckt natürlich auch mit Alkohol. 
Dazu Tonic Water durch Prosecco und den Sirup durch Aperol ersetzen.


Lasst es Euch gut gehen und genießt den Sommer!
Salut... Eure mellimille

Montag, 22. Mai 2023

Granita al Caffé mit Brioche (aus Palermo)

 


Palermo - was für eine wunderschöne Stadt!
Ich durfte nun schon das zweite Mal Sizilien besuchen und diese Insel ist einfach faszienierend.
Zum Beispiel das Gebiet rund um den Vulkan Ätna mit seinen schwarz-grauen Dörfern und seiner rauen zerklüfteten Landschaft.
Zum Kontrast stehen die grünen Täler mit blühenden Zitronen- und Orangenbäume und in der Ferne das tiefblaue Meer.
Und wer einmal in Bronte war und dort Pistazien gegessen hat (Pistazienpesto, Pistaziencreme, Pistazieneis, Arrancini mit pistachio, Foccacia mit Pistazien,ect...) wird diesen einzigartigen Geschmack nie wieder vergessen und Pistazien aus Bronte immer herausschmecken. 

Sizilien hat kulinarisch einiges zu bieten: Arancini (gefüllte und frittierte Reiskugeln), Pasta alla Norma (Nudeln mit Tomatensauce, Ricotta, Basilikum und Auberginen), Cannoli ( knusprige, gefüllte Teigröllchen zB mit Ricotta, Schokoladencreme...), Cassata (Biskuitkuchen mit Schokolade, Pistazien, Marzipan), Pistachio Pesto (ein Pesto aus Pistazien und Olivenöl) und Granita mit Brioche.

Ihr wundert euch vielleicht über die Kombination "Brioche mit Granita", aber auf Sizilien ist es das (Sommer-) Frühstück schlechthin.
Die Sizilianer schlürfen oder löffeln morgens ihre eiskalte Granita und  essen dazu ein luftiges (meist noch leicht warmes) Brioche.
Die typische Form des Brioche zeichnet sich durch den kleinen Knubbel ("Tubbo") auf dem runden Brötchen.
Wie sagte meine sizilianische Freundin zu mir: "Granita ohne Brioche??? Undenkbar!!!"
Sie hatte so Recht, denn diese Kombination ist ein wahres Dreamteam!



Brioche
Für ca. 8 Brioche

250 ml Milch
1 Würfel Hefe
500 g Mehl
70 g Zucker
1 Ei (M)
60 g kalte Butter

1 Eigelb und 2 El Milch zum Bepinseln


Die Milch lauwarm erwärmen und die Hefe rein bröseln und in der Milch vollständig auflösen.
Mehl und Zucker vermischen. Das Ei dazugeben und unterrühren. 
Die Hefe-Milch-Mischung hinzufügen und 3 Minuten kneten.
Wenn der Teig zu einer klebrigen und festen Masse geworden ist, die kalte Butter (!) in Stückchen zugeben und weitere 5 Minuten kneten. Der Teig sollte glatt, glänzend und elastisch sein.

Aus dem Teig 9 Kugeln formen. Aus der 9. Kugel werden 8 gleichgroße Kügelchen geformt.
Die kleinen Kügelchen nun auf die großen Kugeln setzen und anschließend die Teigkugeln nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen (auf genügend Abstand achten!)
Abgedeckt für 20 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Ein weiteres Backblech mit 1 Liter Wasser befüllen und in die unterste Schiene einschieben.
Die Brioche mit einer Mischung aus 1 Eigelb und 2 Esslöffel Milch bepinseln und in den noch kalten Backofen (!) geben. Bei 190 °C Umluft ca. 25 Minuten goldgelb backen (evtl. mit Alufolie abdecken, wenn sie zu braun werden).




Granita

600 ml Espresso
6-7 El Zucker
....................
Schlagsahne
1 Tl Zucker

Den Espresso kochen und mit dem Zucker süßen (der Espresso sollte stark gesüsst sein, denn das Gefrieren reduziert den süßen Geschmack).
Espresso abkühlen lassen.
Den Espresso in eine verschließbare flache Dose/Schüssel füllen und in den Gefrierer geben.
Während des Gefrierens öfters mit einer Gabel den Espresso umrühren, damit die feinen Eiskristalle und kein fester Eisblock entstehen.
Nach ca. 6-7 Stunden bekommt das Granita die richtige Konsistenz.

Vor dem Servieren die Schlagsahne mit dem Zucker steif schlagen.
Die Granita auf Gläser verteilen und zusammen mit der Schlagsahne und dem Brioche servieren.



Lasst es Euch gut gehen und
Salut.... Eure mellimille

Dienstag, 16. Mai 2023

Sfogliatelle (aus Neapel)


Inspiriert durch unsere Mittelmeerreise gibt es für Euch in den nächsten fünf Beiträgen einen kleinen kulinarischen Reiseführer.
Neapel, Palermo, Tunis, Barcelona und Marseille haben da einiges zu bieten und ihr dürft gespannt sein.
Den Anfang meiner kleinen kulinarischen Reise macht heute Neapel:

In Neapel gibt es kulinarisch einiges zu entdecken: Pizza fritta (eine Art frittierte Calzone), Fritto Misto (frittierte Meeresfrüchte), Chrocché (gebratenes Kartoffelpüree), Babá (Hefegebäck in Rum), Friarelli (Gemüse, dass nur nur in den Gebieten der Provinz Neapel und des Vesuvs wächst), natürlich Neapolitanische Pizza (dicker Rand, dünner Teig in der Mitte) und Sfogliatelle.



Sfogliatelle wird aus einem hauchdünnen Blätterteig hergestellt und wird mit einer süßen Ricottacreme gefüllt, die mit etwas Zimt, Orangenblütenaroma und evtl. einigen Schokoladendrops abgeschmeckt wird.

Durch eine spezielle Zubereitung des Blätterteigs sind die Blätterteigschichten aufgefächert und macht die Sfogliatelle besonders kross.
Die Zubereitung ist besonders aufwendig und so greifen die italienischen Mammas und Nonnas gerne auch zu einer Art Mürbeteig oder fertigen Blätterteig.

Ich habe heute das Rezept für die 'Schnelle Nummer' und habe fertigen Blätterteig genommen.
Gerne werden die Sfogliatelle lauwarm gegessen und dazu ein Caffè getrunken.



Sfogliatelle

1 Rolle frischer Blätterteig
125 g Ricotta
80 g Zucker
80 g Schokoladendrops
1 Eigelb
etwas brauner Zucker
Puderzucker
.....................................
optional: 1-2 Prisen Zimt und 
1 Tl Orangenblütenaroma

Ricotta mit 80 g Zucker, Zimt und Orangenblüttenaroma glatt rühren, anschließend die Schokoladendrops unterrühren.
Den Blätterteig in 6 gleichgroße ( ca. 12cm x 13,5 cm) Quadrate schneiden.
An der schmaleren Seite werden bei jedem Quadrat mit einem Pizzaroller, bis zur Hälfte des Quadrates, feine Teigstreifen geschnitten. Mit verquirlten Eigelb einstreichen und die andere "ungeschnittene" Hälfte des Quadrates wird darüber geklappt, so dass ein Rechteck entsteht.
Nun kommt ca. 1 El Ricottafüllung in die Mitte.
Beide Seiten des Rechteckes über die Füllung klappen, so dass ein Dreieck entsteht.
Das Dreieck mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Die Dreiecke mit dem restlichen Eigelb bepinseln und mit etwas braunen Zucker bestreuen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft für 20 Minuten goldgelb backen.
Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.
Lauwarm servieren. (Schmeckt aber auch kalt.)


Lasst es Euch gute gehen und
Salut... Eure mellimille

Freitag, 31. März 2023

Frankfurter Pesto // Frankfurter Grüne Soße Pesto

 


Was wäre die Osterzeit für uns Hessen ohne die Frankfurter Grüne Soße? UNDENKBAR!
Am Gründonnerstag beginnt traditionell die Grüne Soße Saison und geht dann bis zum ersten Frost.
In diesem Zeitraum gibt es die 7 Kräuter im regionalen Anbau wie zB im Frankfurter Stadtteil Oberrad, mit seinen weitläufigen Anbauflächen.
Aber wisst ihr auch welche 7 Kräuter für die typische Grüne Soße verwendet werden?
Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, Kresse, Borretsch, Pimpernelle und Sauerampfer. 
Kein Kraut mehr und kein Kraut weniger! 

Aus dieser Kräutermischung lässt sich nicht nur Goethes Leibspeise die Frankfurt Grie Soß* zaubern, sondern auch noch ganz viele andere Leckereien wie zB die Grüne Sauce Tarte*, Frankfurter Kräuterwaffeln* oder unser persönlicher Liebling, das Frankfurter Pesto.
Es wird ähnlich wie Pesto Genovese zubereitet, nur statt Basilikum haben die Frankfurter grünen Kräuter ihren großen Auftritt in dieser Kräutersoße.
Probiert dieses Gericht unbedingt mal und wie sagt man so schön hier in Hessen:Guude Abbo!




Frankfurter Pesto

80 g Pinienkerne
75 g geriebener Parmesankäse
200 g Frankfurter Grüne Soße Kräutermischung
300 - 350 ml Olivenöl
1 Tl Salz
etwas Zitronensaft
Worcestersauce

Die Pinienkerne in einer Pfanne leicht anrösten.
Die Kräuter waschen und grob kleinschneiden.
Die Kräuter zusammen mit den Pinienkernen und 300 ml Olivenöl in einen Rührbecher geben und mit einem Pürierstab fein pürieren. 
Salz und Parmesan hinzufügen und kurz untermischen.
Mit Zitronensaft und Worcestersauce abschmecken.
Sollte das Pesto noch zu fest sein, dann noch etwas Olivenöl zufügen.

Das Pesto in ein sauberes Glas füllen und mit etwas Olivenöl bedecken.
Im Kühlschrank aufbewahr hält sich das Frankfurter Pesto ca. 2 Wochen.

Das Pesto passt nicht nur zu Pasta hervorragend, sondern auch zu frischen Kartoffeln, Eier, Spargel, Fisch, Fleisch.....



Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille



Freitag, 2. Dezember 2022

Mister Biscotti - Italienische Mürbeteigplätzchen // Rezension: 'Neues Backen' von Laurel Kratochvila

*Werbung / Rezension

Wusstet ihr, das Mürbeteig nicht gleich Mürbeteig ist?
Es gibt nämlich den 'normalen' Mürbeteig und z.B. den 'italienischen' Mürbeteig!
Diesen Unterschied habe ich auch jetzt erst durch "Neues Backen" kennengelernt und musste gleich einmal die italienische Variante ausprobieren. 
Entstanden sind diese lustigen kleinen Mister Biscotti, die ruckizucki gemacht sind und auf wundersamer Weise genauso ruckizucki verschwunden waren...



Wo der Unterschied ist zwischen normalen und italienischem Mürbeteig und noch vieles mehr zum Thema backen, findet ihr in diesem tollen Buch:


  • Herausgeber ‏ : ‎ Prestel Verlag (14. September 2022)
  • Autor*in: Laurel Krachtochvila
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 272 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 379138838X
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3791388380


Der Verlag über das Buch:
Backen ist in Europa Tradition und hat eine Vielfalt köstlicher Kreationen hervorgebracht – Broa de milho aus Portugal, Kanelbullar aus Dänemark, Crostata Ricotta aus Italien, Chaussons aux Pommes aus Frankreich oder Jagodzianki aus Polen. In diesem Buch versammelt Laurel Kratochvila, Betreiberin der Bäckerei Fine Bagels in Berlin, die besten Backrezepte aus allen Ecken Europas, von Sauerteigbroten, Baguettes und Brezeln über Brioches, Croissants und Plunderstücke hin zu Tartes, Kuchen und feinen Plätzchen.

Mit Grundrezepten, die Verarbeitungs-Methoden für verschiedene Teigarten Schritt für Schritt mit Bildern erklären, eignet sich dieses Backbuch für Einsteiger:innen ebenso wie für fortgeschrittene Hobbybäcker:innen. 
Außerdem porträtiert das Buch 11 Bäckerinnen und Bäcker aus verschiedenen Ländern Europas, die je ein wohlbehütetes Rezept beisteuern und erzählen, wie sie mit ihren Kreationen die europäische Backkunst heute neu interpretieren. 

Meine Meinung über das Buch: Nicht ohne Grund wurde letzte Woche dieses wunderschöne Backbuch mit dem Deutschen Kochbuchpreis Silber ausgezeichnet.
Stilvolle Bilder und vielseitige Rezepte warten darauf, die Leser*innen in ihren Bann zu ziehen.
Grundrezepte plus Zubereitungen sämtlich erdenklichen Teigarten sind in diesem Buch enthalten und machen es auch für Backanfänger einfach. Alle Rezepte sind ausführlich beschrieben und Schritt für Schritt erklärt.
Spannend sind die Rezepte aus allen Ecken Europas: Kougin Amann aus Frankreich, Ingwer-Karamell-Shortbreads aus Schottland, Baklava Plunder, Krautrolle, Powidl-Kolatschen und Bialys. Am liebsten würde ich an dieser Stelle alle 99 Rezepte aufzählen.


Dieses Backbuch verleitet dazu, alle Rezepte testen zu wollen! Es nimmt z.B. auch die Angst vor selbst gemachten Blätterteig und ich werde ihn demnächst ausprobieren.
Gut gefallen mir die einzelnen Anekdoten zu jedem Rezept, die dem Leser noch weiteres Hintergrundwissen vermitteln bzw. den Leser mit auf Reisen nimmt.
Ebenfalls sehr gelungen sind die Porträts der verschiedenen Bäckerinnen und Bäcker, die in diesem Buch ihre Geschichten, Rezepte und Erfahrungen teilen.


Ich liebe Backbücher, die nicht nur zum Zweck der Rezeptsuche dienen, sondern auch eine Geschichte (in diesem Fall sehr viele Geschichten) zu erzählen haben und man beim jeden erneuten Durchblättern etwas Neues entdeckt. 
Genau so ein Buch ist 'Neues Backen'!



Mister Biscotti
(Italienische Mürbeteig-Kekse 
angelehnt an das Rezept aus 'Neues Backen')

350 g Mehl
1 Tl Backpulver
150 g kalte Butter, in Würfel
150 g Puderzucker
1/2 Tl Salz
1 Ei
1 Eigelb
.......
optional: 1 El Backkakao
Ca. 100 g geschmolzene Schokolade zum Verzieren

Mehl, Backpulver und Butter in eine Schüssel geben und zu einer feinkrümeligen Masse verkneten.
Puderzucker und Salz zufügen und kurz unterarbeiten.
Ei und Eigelb zufügen und alles zu einem glatten Teig verarbeiten.
Teig in Folie wickeln und im Kühlschrank für ca. 2 Stunden ruhen lassen.

Gekühlten Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und Mit Plätzchenausstecher ausstechen.
Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und im vorgeheizten Backofen bei 160 °C Umluft ca. 10-12 Minuten backen.

Plätzchen auskühlen lassen und mit geschmolzener Schokolade verzieren.

Tipp: Unter die eine Hälfte des Teiges habe ich 1 El Backkakao geknetet.



Wenn noch geschmolzene Schokolade vom Verzieren übrig bleibt, nehme ich diese für Ruckizucki-Bruchschokolade: 
Geschmolzene Schokolade auf Backpapier geben. Glatt streichen und mit Streusel, Keksstücke, Nüsse, klein gehackte Zuckerstange, ect. bestreuen. Die Schokolade fest werden lassen, verpacken und verschenken.


Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille