Mittwoch, 30. September 2026

Kürbis Scherennudeln in Salbeibutter


Endlich wieder Kürbiszeit! Wenn die Tage langsam kürzer werden, draußen die ersten Blätter fallen und es drinnen wieder richtig gemütlich wird, darf Kürbis bei mir in der Küche auf keinen Fall fehlen. Und dieses Mal landet er nicht nur in Suppe, Ofengemüse oder Risotto, sondern in einem wunderbar einfachen Pastateig.

Daraus werden Scherennudeln und die sind tatsächlich genauso unkompliziert, wie der Name vermuten lässt: Kein Ausrollen, keine Nudelmaschine und kein perfektes Formen. Der Teig wird einfach mit der Schere direkt in kleine, rustikale Nudeln geschnitten. 
Der Kürbis gibt dem Teig eine schöne Farbe und ein mildes Aroma. Dazu passen eine Salbeibutter und Parmesan ganz wunderbar. Kurz in der Pfanne geschwenkt, werden die Scherennudeln außen leicht angeröstet und bleiben innen angenehm weich. 
Ein paar Feigen bringen eine feine Süße ins Spiel und machen daraus echtes Herbst-Soulfood.

Ich mag solche Rezepte so gerne: wenige Zutaten, keine komplizierte Technik und trotzdem etwas Besonderes auf dem Teller. .
Also: Kürbis schnappen, Teig kneten, Schere raus und los geht’s.



Kürbis-Scherennudeln mit Salbeibutter
Zutaten
400 g Kürbispüree, am besten Hokkaido
200 g Hartweizengrieß
400 g Dinkelmehl
1 TL Salz
eventuell etwas kaltes Wasser
Etwas Mehl: Je nach Kürbis kann die Feuchtigkeit variieren, deshalb das Mehl am Ende nach Gefühl anpassen.

100 g Butter
1 Bund frischer Salbei
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
optional etwas geriebener Parmesan 
optional frische Feigen zum Servieren


Zubereitung

Den Kürbis in Stücke schneiden und weich garen. Anschließend sehr fein pürieren und vollständig abkühlen lassen. Das Kürbispüree sollte möglichst wenig Flüssigkeit enthalten. Wichtig ist, den Kürbis nicht in Wasser zu kochen, sondern im Ofen zu rösten oder zu dämpfen. Ofengerösteter Kürbis ist für mich hier die bessere Variante: weniger Wasser, konzentrierterer Geschmack und intensivere Farbe.

Hartweizengrieß, Dinkelmehl und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Das Kürbispüree dazugeben und alles zu einem festen, geschmeidigen Teig kneten. Ist der Teig zu trocken, nach und nach wenig kaltes Wasser hinzufügen. Ist er durch das Kürbispüree bereits weich genug, wird kein zusätzliches Wasser benötigt.

Den Teig abdecken und etwa 15–20 Minuten ruhen lassen.

Inzwischen einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Den Teig portionsweise in die Hand nehmen und mit einer Küchenschere kleine Stücke direkt ins siedende Wasser schneiden.

Die Kürbis-Scherennudeln etwa 2–3 Minuten garen. Sobald sie an die Oberfläche steigen, mit einer Schaumkelle herausnehmen und gut abtropfen lassen.

Währenddessen die Butter in einer großen Pfanne schmelzen. Die klein geschnittene Salbeiblätter dazugeben und bei mittlerer Hitze braten, bis die Butter leicht nussig duftet und der Salbei leicht knusprig wird.

Die frisch gekochten Scherennudeln direkt in die Salbeibutter geben und einige Minuten darin schwenken. Wer mag, lässt sie dabei stellenweise leicht goldbraun anrösten. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

Serviertipp: Die Kürbis-Scherennudeln mit knusprigem Salbei und frisch geriebenem Parmesan servieren. Frische Feigen passen mit ihrer feinen Süße ebenfalls wunderbar dazu.

Vegane Variante: Die Butter einfach durch eine gute vegane Butteralternative ersetzen und statt Parmesan einen pflanzlichen Hartkäse oder etwas Hefeflocken verwenden.



Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille



Montag, 21. September 2026

Gewürzmischung für Chili con Carne / Chili sin Carne


Sobald es draußen wieder kühler wird, bekomme ich Lust auf Gerichte, die ordentlich Wärme mitbringen. Chili steht dabei ziemlich weit oben auf meiner Liste: würzig, herzhaft, ein bisschen feurig und genau das Richtige für einen gemütlichen Herbstabend. 
Es ist dabei auch ganz unkompliziert und schnell gemacht: Alles kommt in einen Topf und darf in Ruhe vor sich hin köcheln. Perfekt für einen gemütlichen Abend zu Hause, aber genauso praktisch, wenn viele Menschen am Tisch sitzen.

Eine gute Gewürzmischung spielt dabei eine große Rolle: Paprika und Kreuzkümmel sorgen für die herzhafte Basis, Oregano, Piment, Nelken und Zimt bringen Wärme und Tiefe ins Chili. Ein wenig Kakao rundet die Aromen ab und gibt dem Ganzen diese dunkle, vollmundige Note.
Ich mische die Gewürze deshalb gleich auf Vorrat. So steht beim nächsten Chili-Abend schon alles bereit und der Herbst kann kommen.



Chili-Gewürzmischung

Zutaten

6 EL Paprikapulver edelsüß
2 EL Paprikapulver rosenscharf
2,5 EL Kreuzkümmel, gemahlen
2 EL Salz
2 EL Oregano, getrocknet
2 EL schwarzer Pfeffer
1,5 EL Backkakao
1 EL Piment, gemahlen
½ TL Nelken, gemahlen
½ TL Zimt, gemahlen

Zubereitung

Alle Gewürze gründlich miteinander vermischen und anschließend in ein sauberes, gut verschließbares Gefäß füllen.

Für ein Chili con oder sin Carne etwa 3 EL der Gewürzmischung verwenden. Je nach Menge und gewünschter Würze entsprechend mehr oder weniger nehmen.

Für Chili sin Carne verwende ich statt Hackfleisch auch gerne Kartoffeln, Berglinsen oder Grünkern.



Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille

Samstag, 12. September 2026

Schokoschnecken


Wenn die Tage langsam kürzer werden, draußen die ersten Blätter fallen und man es sich drinnen wieder so richtig gemütlich macht, beginnt für mich die Soulfood-Zeit. Und was könnte da besser passen als frisch gebackene Hefeschnecken?
Diese Schoko-Hefeschnecken sind wunderbar weich und fluffig, innen herrlich schokoladig. Am allerbesten schmecken sie natürlich noch leicht warm, wenn die Schokolade schön weich ist. Dazu eine große Tasse Kaffee oder Tee, eine kuschelige Decke und ein verregneter Herbstnachmittag: mehr braucht es manchmal einfach nicht. 

Und keine Sorge vor Hefeteig: Die Schnecken brauchen zwar ein bisschen Zeit zum Gehen, die eigentliche Zubereitung ist aber wirklich unkompliziert. Das Warten lohnt sich spätestens beim ersten Biss in eine noch warmen Schokoschnecke.



Schokoschnecken

220 ml lauwarme Milch
30 g frische Hefe
1 TL Zucker
75 g weiche Butter
60 g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
500 g Mehl
100 ml Sahne

Für die Füllung

ca. 250–300 g Schokocreme
100 g gehackte Zartbitterschokolade oder Schokochunks

100 g Schokochunks

Zubereitung

Die Hefe in die lauwarme Milch bröseln, 1 TL Zucker dazugeben und verrühren. Etwa 10 Minuten stehen lassen.

Anschließend Hefemilch, Butter, Zucker, Ei und Salz in eine große Schüssel geben. Mehl dazugeben und alles mehrere Minuten zu einem weichen, geschmeidigen Hefeteig verkneten.

Den Teig abdecken und an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen ungefähr verdoppelt hat.

Den Teig anschließend auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem etwa 5 mm dicken Rechteck ausrollen. Mit der Schokocreme bestreichen und die gehackte Schokolade darauf verteilen.

Von der langen Seite her aufrollen und in etwa 3–4 cm dicke Schnecken schneiden. Die Schoko Rolls mit etwas Abstand in eine gefettete Auflaufform setzen und nochmals 20–30 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 170 °C Umluft vorheizen. Die 100 ml Sahne gleichmäßig über die Rolls gießen und anschließend etwa 25–30 Minuten backen.

Nach dem Backen die restlichen Schokochunks auf den warmen Schnecken verteilen.



Lasst es euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille

 

Freitag, 4. September 2026

Pflaumenkuchen Ruckizucki


Der Herbst klopft langsam an die Tür und damit beginnt endlich wieder die Pflaumenzeit! Was könnte da besser passen als ein unkomplizierter Pflaumenkuchen mit richtig vielen Früchten? Dieser Kuchen ist schnell gemacht, herrlich saftig und wird üppig mit Pflaumen belegt. Denn mal ehrlich: Bei einem Pflaumenkuchen darf an den Pflaumen wirklich nicht gespart werden.


Ein einfacher, schneller Kuchen, der den Spätsommer und den beginnenden Herbst auf die Kuchentafel bringt. 
Perfekt für die ersten gemütlichen Herbstnachmittage, zum Sonntagskaffee oder einfach dann, wenn die Pflaumen auf dem Markt so gut aussehen, dass man ein paar mehr mit nach Hause nimmt als geplant (so wie bei mir passiert).



Pflaumenkuchen Ruckizucki

1,5 kg Pflaumen
150 g weiche Butter
120 g Zucker
3 Eier
1 EL Vanillezucker
200 g griechischer Joghurt
280 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz

und 2 EL brauner Zucker
1 TL Zimt

Zubereitung

Den Backofen auf 170 °C Umluft vorheizen. Eine Springform (ca. 26 cm) mit Backpapier auslegen und den Rand leicht einfetten.

Die Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen.

Butter, Zucker und Vanillezucker cremig rühren. Die Eier einzeln unterrühren. Anschließend den griechischen Joghurt dazugeben.

Mehl, Backpulver und Salz vermischen und nur kurz unter die Masse rühren.

Die Pflaumen vorsichtig unter den Teig heben. Den Teig in die vorbereitete Springform geben und gleichmäßig verteilen.

Braunen Zucker und Zimt vermischen und über den Kuchen streuen.

Den Zwetschgenkuchen bei 170 °C Umluft ca. 65–75 Minuten backen. Nach etwa 50 Minuten kontrollieren und bei Bedarf mit Backpapier abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.

Unbedingt die Stäbchenprobe machen und dabei am besten eine Stelle mit Teig und nicht direkt eine Zwetschge erwischen. 

Vor dem Anschneiden den Kuchen komplett auskühlen lassen.



Lasst es euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille