Donnerstag, 1. Oktober 2020

Den Herbst geniessen: Maronensuppe, Pilztarte, Zwetschgenkipferl, Hühnchen nach Jäger Art, Herbstsalat und Birne-Helene-Cupcake


 Jedes Jahr feiern wir mit der Familie und Freunden unser kleines Herbstfest im Garten. Wir verabschieden den Sommer und heißen den Herbst mit all seinen Leckereien willkommen. Lange Gespräche über die vergangene Sommerzeit werden geführt und wir halten uns vor Augen, dass das Jahr gar nicht mehr so viele Wochen hat bis es endet.

Dieses Jahr war alles ein wenig anders und viele Pläne mussten geändert oder sogar aufgegeben werden, aber trotzdem spüren wir eine Dankbarkeit, dass es uns soweit gut geht und den Sommer genießen konnten so gut wie es ging.



Für unser diesjähriges Herbstfest habe ich Rezepte, die sich wunderbar vorbereiten lassen. So kann ich bei unseren Gästen sein, ohne lang und ständig in der Küche zu stehen.


Maronensuppe

1 Zwiebel

50 g Sellerie

40 g Butter

400 g vorgekochte Maronen

100 ml Weißwein

1 Liter Gemüsebrühe

2 Scheiben Bauernbrot

100 g Speckwürfel

4 El Öl

200 ml Sahne

Spritzer Zitronensaft

Salz, Pfeffer, gehackte Petersilie


Zwiebel und Sellerie würfeln und in Butter glasig dünsten.

Maronen zugeben und kurz anschwitzen.

Mit dem Weißwein ablöschen und etwas einkochen lassen.

Mit der Brühe auffüllen und 15 Minuten köcheln lassen.

Die Suppe zusammen mit der Sahne fein pürieren.

Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.

Das Brot in Würfel schneiden.

Speck im heißen Öl ausbraten und aus der Pfanne nehmen. Die Brotwürfel im Fett goldbraun braten.

Die Suppe mit Brotwürfeln, Speck und Petersilie servieren.



Pilztarte

für den Teigboden:

125 g Mehl

1/2 Tl Backpulver

1/2 Tl Salz

1 Ei

100 g weiche Butter

Belag:

400 g Champignons

300 g Pfifferlinge

1 Zwiebel

1 El Olivenöl

optional 100 g Schinkenwürfel

Für den Guss:

3 El Milch

 1 El Speisestärke

200 g Schmand

2 Eier

2 El gehackte Petersilie

100 g geriebener Gouda

Alle Zutaten für den Teig zu einem glatten Teig zusammen kneten. Den Teig ausrollen und in eine gebutterte und mit etwas Mehl bestäubte Tarteform geben. Dabei einen Rand formen. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Im vorgeheizten Backofen (Umluft: 180°C) für ca. 10 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen.

Pilze säubern und große Pilze halbieren bzw. vierteln. Zwiebel würfeln. In dem heißen Olivenöl erst die Zwiebel (Schinkenwürfel) glasig dünsten und dann die Pilze dazugeben. Die Pilze für einige Minuten mit dünsten und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Pilze (ohne Flüssigkeit!) auf den Tarteboden geben.

Alle Zutaten für den Guss zusammen rühren und über die Pilze geben.

Die Tarte im unteren Drittel für ca. 25 Minuten backen.


Zwetschgenkipferl

1 Rolle Blätterteig

8-10 Zwetschgen

2 El brauner Zucker

etwas Zimt

----------

Puderzucker

Zwetschgen waschen und entsteinen.

Blätterteig in 8 Dreiecke schneiden und mit braunem Zucker und Zimt bestreuen.

2-3 Zwetschgenhälften auf die breiteste Stelle des Dreiecks legen und nach vorne zur Spitze aufrollen. Kipferl auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Im vorgeheizten Backofen (Umluft 180°C) für ca. 20-25 Minuten goldbraun backen.

Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Hühnchen

nach Jäger Art

(Pollo alla cacciatora)

1,5 kg Hähnchenschenkel

3 Knoblauchzehen

1 Bund Petersilie

1 Stengel Salbei

250 ml Rotwein

300 g Champignons

100 g Speckwürfel

4 El Olivenöl

2 El Tomatenmark

850 ml Tomatensauce (rustico oder Dose)

100 g schwarze Oliven entsteint

Salz, Pfeffer, Zucker

Pilze säubern und vierteln. Zwiebel würfeln und Knoblauch fein hacken. Selerie würfeln. Petersilie klein schneiden.

Die Hähnchenschenkel waschen und trocken tupfen. Die Schenkel mit Salz/Pfeffer würzen und im heißen Olivenöl rundherum goldbraun anbraten und anschließend aus der Pfanne nehmen.

Im Bratenfett die Zwiebel, Knoblauch, Champignons, Salbei und Sellerie andünsten. Das Tomatenmark dazugeben und ebenfalls kurz mitanbraten. Mit dem Rotwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Die Tomatensauce hinzufügen und 10 Minuten köcheln lassen. Oliven und Petersilie dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Die Hälfte der Sauce auf ein tiefes Backblech geben, die Hänchenschnenkel auf dem Blech verteilen und die restliche Sauce und die Speckwürfel oben draufgeben.

Im vorgeheizten Backofen (175 °C) für ca. 45 Minuten schmorren lassen.

Mit Brot, Kartoffeln oder Pasta servieren.

(Dieses Rezept klappt auch Super mit Schnitzel oder Hähnchenbrust...)

Herbstsalat

Roter Eichblattsalat, Radicchio,

Lolo Rosso, ect.

3 Birnen

100 g Edelnuß-Mischung

ca. 2 Tl Honig

Für das Dressing:

200 g Gorgonzolakäse

1 Becher saure Sahne

1 Bund Schnittlauch

2 El Weißweinessig

Salz Pfeffer

Birnen schälen und das Kerngehäuse entfernen. Die Birnen in dünne Spalten schneiden und mit etwas Wasser in einem Topf weich dünsten.
Salat putzen und klein zupfen. Auf einer großen Servierplatte anrichten.
Die Nüsse mit etwas Salz (ohne Öl) in einer Pfanne rösten und am Ende mit etwas Honig beträufeln.
Gorgonzola mit der sauren Sahne pürieren und mit Salz/Pfeffer und Essig abschmecken.Schnittlauch in kleine Röllchen schneiden und mit unterrühren.
Birnenspalten auf dem Salat anrichten. Das Dressing darüber geben und am Ende die Nüsse auf dem Salat verteilen.


Birne-Helene-Cupcake

100 g weiche Butter

150 g Zucker

2 Eier

200 g Zartbitterkuvertüre

200 g Mehl

2 Tl Backpulver

4 El Backkakao

175 ml Milch

3-4 Birnen

 1 Prise Salz

----------

400 g Schokoladen-Frischkäse

Haselnußkrokant

Die Birnen schälen und das Kerngehäuse entfernen, anschließend in kleine Würfel schneide.

Butter mit Zucker und einer Brise Salz schaumig schlagen. Die Eier nacheinander unterrühren.

Mehl mit Backpulver und Backkakao mischen und mit der Milch abwechselnd unterrühren.

Zartbitterkuvertüre grob hacken und mit den Birnenstückchen unterheben.

Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen und den Teig auf die 12 Muffinmulden verteilen.

Im vorgeheizten Backofen (Umluft 160 °C) für ca. 25-30 Minuten backen. Die Muffins aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Kurz vor dem Servieren: Schokoladen-Frischkäse in einen Spritzbeutel geben und die Creme auf die Muffins geben. Mit Krokant dekorieren.


Ich wünsche Euch einen schönen Herbst 
und lasst es euch gut gehen.
Salut... Eure mellimille


Mittwoch, 23. September 2020

Fruchtige Hefeblumen

                         

Nun sind wir richtig im Herbst angekommen: die Wälder werden bunter, am Abend wird es früher dunkel, die Kuscheldecken sind aus dem Schrank geholt und unsere Obstbäume sind abgeerntet.

Aus unseren leckeren Birnen habe ich Birnenkompott gekocht, denn der Baum hat voll gehangen wie schon lange nicht mehr. Leider war die Pfirsich- und Zwetschgenernte dafür nicht so ergiebig. Die Anzahl an Zwetschgen hätte noch nicht einmal für ein ganzes Blech Zwetschgenkuchen gereicht und so entstand die Idee für diese kleinen fruchtigen Hefeblumen. Man benötigt für jede Blume nur eine Zwetschge oder ein kleines Stück Pfirsich/Apfel um sie zu füllen und sie schmecken trotzdem herrlich fruchtig.



Fruchtige Hefeblumen
Für den Hefeteig:
500 g Mehl
1 Prise Salz
21 g frische Hefe
100 g Zucker
1 Ei (M)
250 ml Milch
120 g weiche Butter
2 El Öl
....................
2 El brauner Zucker
Zimt
Zwetschgen, Pfirsisch, Äpfel, Birnen, ect.

Mehl, Zucker, Salz, weiche Butter und Ei in eine große Schüssel geben.
Die Milch lauwarm erwärmen und die Hefe darin auflösen.
Hefe-Milch mit in die Schüssel geben und alle Zutaten verkneten bis ein glatter elastischer Teig entstanden ist.
Den Teig an einem warmen Ort für eine Stunde gehen lassen.

Das Obst waschen, entkernen und in dünne Obstscheiben/-spalten schneiden.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem 1,5 cm dicken Rechteck ausrollen.
Teig der Breite nach in Streifen (ca.10 x 25 cm) schneiden. 
Mit dem braunen Zucker und Zimt bestreuen.

Auf die obere Hälfte aller Streifen die Obstscheiben darauflegen, so dass sie oben etwas überstehen. 
Untere Teighälfte auf die Obstspalten klappen. 
Alle Streifen jeweils zu einer Rosenblüte aufrollen.
Hefeblumen mit dem Obst nach oben in gefettete Mulden eines Muffinblechs (12 Mulden) legen und im vorgeheizten Backofen (Umluft: 175°C) ca. 30-35 Minuten backen. 
Hefeblumen aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen. 
Aus den Förmchen nehmen, mit Puderzucker bestäuben und mit Schlagsahne servieren.



Für Eilige: dieses Rezept funktioniert auch mit Blätterteig oder einem fertigen Hefeteig hervorragend.
Probiert es doch einmal aus!


Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille


Mittwoch, 16. September 2020

Pistazieneis


Falls ihr es noch nicht wusstet: Ich habe eine Schwäche für Pistazien!
Alles mit diesen kleinen grünen Nüssen ist meins. Sei es in Form von Schokolade, Kuchen, Kekse, Pesto, Brotaufstrich oder eben in Form von Eiscreme.


Vor einigen Jahren war ich in Bronte auf Sizilien. 
Bronte - die Pistazienstadt in Italien.
An fast jeder Haustür konnte man Pistazien kaufen. 
In den Cafés gab es die ungewöhnlichsten Kreationen mit Pistazienfüllungen wie zum Beispiel Brioche, Arrancinis, Krapfen und selbst in seinen Espresso konnte man einen Klecks Pistaziencreme einrühren.
Dort lernte ich nicht nur das superleckere Pistazienpesto kennen und lieben, sondern dort gab es wohl mit Abstand das beste und cremigste Pistazieneis weltweit. 

Von Bronte und seinem Pistazieneis träume ich heute noch und so wagte ich mich an die Entwicklung von diesem Pistazieneis, das auch ohne Eismaschine richtig schön cremig wird:


Pistazieneis

1 Dose gezuckerte Kondensmilch (ca. 400 g )
400 g Sahne
200 g griechischer Joghurt
200 g Pistaziencreme (Brotaufstrich)

Kondensmilch zusammen mit dem Joghurt und 170 g Pistaziencreme in einer Schüssel verrühren.
Die Sahne steif schlagen und langsam unter die Pistazien-Kondensmilch-Michung heben.
Eine Kastenform bzw. einen andereren Behälter mit ca. 1,5 l Fassungsvermögen mit Frischhaltefolie auslegen und die restliche Pistaziencreme darauf verteilen.
Die Eismasse einfüllen und in den Gefrierer geben (ca. 6 Stunden; am besten über Nacht).


Das Eis ist auch ohne eine Eismaschine wunderbar cremig....

Vor dem Servieren das Pistazieneis kurz vor dem Servieren aus dem Gefrierer nehmen und leicht antauen lassen. Dann lässt es sich leichter in Scheiben schneiden oder mit dem Eisportionierer zu Kugeln formen.


Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille


Mittwoch, 2. September 2020

Waffeltorte mit Himbeercreme und Beeren

 


.... sie sind in einer Stunde da??? 
*Panik* *Kreischalarm* *Schweißausbruch*

So ging es mir vor zwei Wochen als sich, unerwartet Freunde von uns, ihren Besuch angemeldet haben, weil sie 'gerade' in der Gegend waren.
Ich liebe spontane Ideen und Besuche! So ist es ja nicht.
Aber ohne etwas anzubieten?! Das gibts bei mir/uns nicht!
Also schnell einen Blick in den Kühlschrank, Gehirn gestartet und losgelegt.


Entstanden ist dieses Ruckizucki-Fruchtige-Oberhammerleckere-Waffeltörtchen. 
Wir alle waren so verliebt in dieses Törtchen, so dass unsere Freunde nicht nur mit einem wohligen Gefühl im Magen Richtung Heimat fuhren, sondern auch einen Zettel mit dem Rezept für dieses Ruckizucki-Fruchtige-Oberhammerleckere-Waffeltörtchen in den Händen hielten.


Waffeltorte
mit Himbeercreme
und Beeren

Für den Teig:

125 g weiche Butter

150 g Zucker

1 Tl Zitronenabrieb

2 Eier (M)

150 g Mehl

30 g Speisestärke

100 g Sahne

Für die Creme:

200 g Mascarpone

100 g Himbeermarmelade

2 x Vanillezucker

2 El Zitronensaft

250 g Sahne

-------------

400 g frische Beeren

Weiche Butter mit dem Zucker und einer Prise Salz zu einer schaumigen Massen rühren.
Die Eier nacheinander zum Teigen geben und unterrühren.
Mehl und Speisestärke mit der Sahne unterrühren.
Teig 10 Minuten ruhen lassen.
Waffeleisen vorheizen. Die Backfläche dünn mit Butter oder neutralem Speiseöl einfetten.
Waffeln goldgelb ausbacken und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für die Himbeercreme die Mascarpone mit der Himbeermarmelade und dem Zitronensaft verrühren.
Sahne mit dem Vanillezucker zusammen steif schlagen und unter die Himbeercreme heben.

Die erste Waffel-Etage mit einem Drittel Creme bestreichen und ein Drittel der Beeren verteilen.
So weiter verfahren bis drei Waffel-Etagen entstanden sind. Mit Creme und Beeren abschließen und vor dem Verzehr mit Puderzucker bestreuen.



Lasst es Euch gut gehen!

Salut.... Eure mellimille



Donnerstag, 20. August 2020

Blueberry Milkshake


.... 36 Grad und es wird noch heißer....

Die Temperaturen steigen gerade wieder ziemlich hoch. Wer mich kennt, der weiß, dass ich so extrem heißes Wetter nicht wirklich gerne mag. Aber ich versuche das Beste daraus zu machen: Schattiges Plätzchen im Garten gesucht, Füße hochgelegt, hin und wieder mal in den Pool springen und viel viiiiiel trinken. Somit lässt es sich aushalten....


Gerne mache ich für meine Family und mich Frappés/Milkshakes. 
Es wird immer im Kühlschrank geschaut, welches Obst gerade da ist und dann wird losgelegt. 
Wirklich viel braucht man nicht dafür und schnell gemacht ist es noch dazu.
Also: Loslegen und kühlen Kopf bewahren....


Blueberry Milkshake

200 g Vanille-Eis
250 g Blaubeeren
1 El Zucker
350-400 ml Milch
ein Spritzer Zitronensaft
12 Eiswürfel

Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer pürieren.
Eiswürfel in 4 Gläser aufteilen und den Milkshake dazu geben.


Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille


Mittwoch, 22. Juli 2020

Roggensauerteigbrot // Rezension: Backen & Liebe von Lotta und David Zetterström

Werbung/ Rezension

Lange Zeit habe ich mich an das Phänomen "Sauerteig" nicht ran gewagt... und dann... dann kam Corona. 
Auf einmal war sie da: die große Lust Brot selbst zu backen. Und zwar mit Sauerteig!
Was sollte schon groß schief gehen?! 
Was, wenn der Sauerteig nicht aufgeht? Oder anfängt vor sich hin zu schimmeln? Oder nicht dieser Geruch entsteht, wie alle es immer beschreiben? Was, wenn ich eine persönliche Bindung zu meinem Sauerteig aufbaue und mich dann von ihm trennen muss?
Alle Ängste und Zweifel warf ich über Bord (zur Not hätte ich einfach einen neuen Sauerteig angesetzt... is ja nur bissi Wasser und Mehl) und bin seitdem Sauerteigsüchtig!
Baguette, Toast, Brötchen, ja sogar Pizza habe ich bisher aus meinem Sauerteig gebacken und ich liebe einfach diesen Geschmack und das Ergebnis (Nein, er hat bisher noch keinen Namen!).

Und in meiner Sauerteigfindungsphase kam das Buch von Lotta und David Zetterström, das ich euch heute vorstellen möchte, genau richtig zu mir.


  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Autoren: Lotta und David Zetterström
  • Verlag: Südwest Verlag (28. Oktober 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3517098671
  • ISBN-13: 978-3517098678


Inhalt des Buches:
Richtig gutes Brot backen - genau dabei hilft dieses Buch. Lotta und David Zetterström, die Gründer der schwedischen Kultbäckerei "Fabrique", zeigen das mit inspirierenden Bildern und vielen köstlichen Rezepten für würziges Brot, knusprige Brötchen und aromatisches Süßgebäck. Erfahren Sie alles Wichtige über die Herstellung von unglaublich gutem Backwerk und werfen Sie einen Blick in die quirlige kleine Welt, die hinter den Türen der Bäckerei steckt. Das Buch für alle, die Brot und Backen lieben.


Mein Fazit zu dem Buch:
Lotta und David Zetterström lieben das was sie machen: Backen!!! Und dies spürt der Leser auf jeder Seite dieses Buches. Sie möchten, das ihre Kunden bzw. Leser auch zu Hause ein tolles Backergebnis erzielen und erklären die Rezepte haargenau und leicht verständlich. Und dies tun Lotta und ihr Mann David bei jedem Rezept und werden einfach nicht müde immer und immer wieder ihrem Leser zu erklären wie man Brot falten muss.
Dieses Buch ist nicht einfach nur ein Backbuch, sondern durch die wunderschönen Bilder eine Liebeserklärung an die schwedische Backkunst. Kardamomschnecken, Pain au levain, Roggenbrot, Walnussbrot...
Insgesamt warten 27 Rezepte auf den Leser, verschiedene Zeitungsartikel über die Bäckereien von Familie Zetterström, Bilder und Berichte von Mitarbeitern und Kunden.
Viele kleine Anekdoten, mal lustig, mal informativ oder einfach nur unterhaltsam, sind immer wieder zu finden und machen dadurch dieses Buch zu keinem reinen Backbuch. Genau das ist es, was mir an diesem Buch so gefällt...

Durch das gesamte Buch spürt man die Wärme und Liebe und lädt den Leser zum Träumen ein: wie wäre es denn mit einer "Fika" (schwedische Kaffeepause) ? 
Die "genussvolle Entschleunigung" wie Lotta und David Zetterström die Fika nennen, findet in Schweden täglich statt - auch auf der Arbeit.
Dazu wird eine Tasse Kaffee getrunken und eine Zimtschnecke geknabbert.

Also wie schaut's aus?! Schnappt euch dieses Buch, einen Kaffee und ein Schneckchen und entschleunigt einen momentlang euren Alltag... ich kann es nur empfehlen: Fika und dieses Buch!


Roggensauerteigbrot

200 g aktiver Roggensauerteig
300 ml Wasser
4 g Hefe
30 g Roggenmehl type 815
50 g Roggenvollkornmehl
ca. 450 g Weizenmehl Type 405
1 El grobes Meersalz

Sauerteig in eine Schüssel geben und mit lauwarmen Wasser, Hefe und allen Mehlsorten vermengen. 
30 Minuten ruhen lassen.

Salz zufügen und den Teig 5 Minuten mit der Maschine oder per Hand kräftig durchkneten bis der Teig etwas Spannung erhalten hat.

Teig in eine eingeölte Schüssel geben und abdecken. 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Den Teig anchließend viermal (!) dehnen und falten (Teig an einer Seite hochziehen und in die Mitte falten. Bei der gegenüberliegenden Seite wiederholen und den Teig über die erste Falte ziehen. Rechts, links, oben, unten...) Der Teig erhält dadurch Spannung.

Den Teig wieder ca. 30 min gehen lassen.
Anschließend wieder viermal dehnen und falten und etwa 20 Minuten gehen lassen.

Den Teig nun nur noch zweimal dehnen und falten (Oben /Unten).

Backofen auf 250°C vorheizen (Ober-Unterhitze).

Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche geben, mit Roggenmehl bestäuben und zu einem Brotlaib formen.
Noch einmal die Oberseite des Brotes mit Roggenmehl bestäuben und 20 Minuten leicht aufgehen lassen.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und das Brot 20-30 Minuten in der Mitte des Ofens backen.
Aus dem Ofen nehmen und gut abkühlen lassen.


Mir reicht auf frisch gebackenem Brot einfach nur etwas Butter (und selbstgemachte Erdbeermarmelade)... Herrlich!!!

Lasst es Euch gute gehen und
Salut... Eure mellimille


*Vielen Dank an Random House und an den Südwest Verlag, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

Samstag, 11. Juli 2020

Pasteis de nata // Rezension: "Wie sagt man Ich liebe Dich" von Claudia Winter

*Rezension


Achtung Suchtgefahr!!! 
Ich habe schon viel und oft von diesen kleinen und verdammt leckeren Vanilletörtchen aus Portugal gehört, aber gegessen habe ich bis dato keines von ihnen.
Ich hatte mir vorgenommen, dass ich mein erstes Pasteis de nata in Lissabon in einem schnuckeligen Café zusammen mit einem Espresso essen werde... dieses Frühjahr. Aber es kommt manch anders als man denkt, denn aus auch euch bekannten Gründen ging es dieses Frühjahr nicht nacht Portugal.

Da kam das neue Buch von Claudia Winter gerade richtig: Lissabon, farbenfrohe und aufmunternde Beschreibungen, liebenswerte Charakteren und.... das Rezept für Pasteis de nata!
Und was soll ich sagen?! Ich bin verliebt! In diese Vanillecreme-Traumstückchen und in das Buch "Wie sagt man ICH LIEBE DICH"...


  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Originalausgabe (15. Juni 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • Autorin: Claudia Winter
  • ISBN-10: 3442490839
  • ISBN-13: 978-3442490837
  • Größe und/oder Gewicht: 12,9 x 3,4 x 18,8 cm

Kurze Biografie:

Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben ihren bisher im Goldmann Verlag erschienenen Büchern hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. 
Ihre frühen Werke sind in Neuauflage unter dem Pseudonym "Carolin Wunsch" erschienen.
Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und dem Labrador Luka in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.



Inhaltsangabe
Für die gehörlose Maelys Durant wird ein Traum wahr, als sie ein Kunststudium in Paris beginnt. Doch dann erkrankt ihre Tante Valérie, und Maelys muss auf dem Montmartre Touristen porträtieren, um Geld zu verdienen. Dort macht ihr eines Tages ein geheimnisvoller Fremder ein erstaunliches Angebot: für eine stattliche Summe soll sie seinen Großvater in Lissabon malen. Maelys‘ Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf die Reise in die weiße Stadt am Tejo. Dort stößt sie auf die Spuren einer herzergreifenden Liebesgeschichte, die bis ins Paris der 1960er Jahre zurückreicht – und ahnt nicht, welch besondere Rolle sie selbst darin spielt …



Meine Meinung über das Buch:
Eigentlich wollte ich mit diesem Buch warten bis ich in den Sommerferien am Strand liege. Aber ich hätte es einfach besser wissen müssen! 
Sobald ich ein Buch von Claudia Winter in den Händen halte (eigentlich wollte ich nur ganz kurz durchblättern) (wirklich nur ganz kurz) (ganz kurz), kann ich es nicht mehr weglegen.

Das Buch verbindet 2 Geschichten. Es geht in den beiden Geschichtssträngen um die gehörlose Maelys und um ihre Tante Valerie.
Die Geschichte(n) spielt in Lissabon und Paris. Beide Städte werden in Claudias Roman so gut beschrieben, dass der Leser den Eindruck erhält schon einmal selbst dort gewesen zu sein. Das wunderschöne farben- und lebensfrohe Lissabon mit seinen netten und höflichen Menschen und Paris in den 60er Jahren.

Claudia Winters Schreibstil ist einfach unverkennbar. Mit ihren Romanen taucht der Leser ab in neue Länder, Zeiten und lernt Charakteren kennen, die am Ende ihm wie Freunde vorkommen. 
Auch bei diesem Roman war ich traurig als das Ende nahte, denn das bedeutete Abschied nehmen von Maelys, Valerie, Antonio...

Das Buch hat einen flüssigen Lesestil und ich liebe es einfach wie Claudia ihre Leser von Anfang an mit auf eine Reise nimmt. Ihr Beschreibungen über Orte, Menschen und Dinge sind so detailliert und farbenprächtig beschrieben, dass jeder vor seinem inneren Auge ein bestimmtes Bild/Film entwickelt.
(Ich könnte mir Claudias Romane auch sehr gut als Verfilmungen vorstellen...)


Nun heißt es warten auf den nächsten Roman von Claudia.
Was aber bis dahin bleibt sind wunderschöne Bilder im Kopf von Maelys und Valerie, von Lissabon und Paris, und leckere Pasteis im Bauch, die der Leser Dank Claudia immer wieder nachbacken kann. Und mit jedem Bissen in ein Vanilletörtchen kommen die Erinnerung an "Wie sagt man ICH LIEBE DICH" zurück...


Pasteis de nata

für ca. 18 Stück
1 1/2 Rollen Blätterteig aus dem Kühlregal
200 ml Vollmilch
6 Eigelb (M)
2 El Speisestärke in etwas kalter Milch angerührt
120 g Zucker
 400 ml Sahne
 2 x Vanillezucker
1 Prise Salz
 1 Prise Safran
------- 
Zimtzucker

Ein Muffinblech bzw. zwei mit etwas Butter einfetten.
Aus dem Blätterteig Kreise in passender Form ausstechen und in die gebutterten Ausbuchtungen des Muffinsbleches legen. Die Ränder andrücken.
Milch, Eigelbe, Zucker und Speisestärke in einem Topf glatt verrühren und Vanillezucker, Safran und die Prise Salz dazugeben.
Die flüssige Sahne hinzufügen und auf kleiner Flamme unter ständigem Rühren köcheln lassen bis eine puddingähnliche Masse entstanden ist.
Ein paar Minuten abkühlen lassen
Den ofen auf 250°C Umluft vorheizen.
Die Puddingmasse zu 3/4 in die Blätterteigförmchen füllen und ca. 10-15 Minuten backen bis die Törtchen eine dunkelbraune Kruste bilden.
Nach dem Abkühlen mit Zimtzucker bestreuen.




Die Pasteis de nata schmecken warm oder kalt und werden in Portugal meist mit einem Espresso genossen....
Am Romanende findet ihr noch weitere superleckere und landestypische Rezepte wie z.B. Frango piri-piri, Caldo verde oder Bolinhos de bacalhau.




Lasst es euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille


Vielen Dank an Random House und dem Goldmann Verlag, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt haben.