Samstag, 27. Februar 2021

Germknödel Muffins

 


Ich liebe Germknödel! Ihr auch? Germknödel verbinde ich mit Gemütlichkeit, mit Wärme und mit einem wohligen Gefühl. Sie dürfen auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen, aber ich liebe dieses Soulfood auch im Sommer mit Aprikosenmarmelade gefüllt oder mit frischen Erdbeeren dazu.
Letzte Woche gab es bei uns Germknödel frisch auf die Hand. Wie? Frisch auf die Hand? Ja, in Muffinform. Praktisch für unterwegs und für zwischendurch zum Naschen.
Leckere Hefemuffins mit Pflaumenmus gefüllt und einer Mohn-Zucker-Haube obenauf. 
Wie schaut's aus? Habt ihr auch Lust auf einen Germknödel frisch auf die Hand?



Germknödel-Muffins

Für den Teig:
250 g Weizenmehl
100 ml Milch
1/2 WürfelHefe
2 El brauner Zucker
1 P. Vanillezucker
1 Ei (M)
40 g Butter
2 Tl geriebene Zitronenschale
1 Prise Salz
ca. 12 El Pflaumenmus

Zum Garnieren:
80 g Butter 
2 El Semmelbösel
4 El Mohnsamen
2 Tl brauner Zucker

Mehl in eine Rührschüssel geben. Milch mit der Butter lauwarm erwärmen, Hefe hinein bröckeln und den Zucker dazu geben.
Alles verrühren bis sich die Hefe aufgelöst hat.
Zusammen mit dem Vanillezucker, Ei, Zitronenschale und Salz zum Mehl geben und alles gut 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten.
Abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig noch einmal durch kneten. In 12 gleich große Portionen teilen und zu Kugeln formen. In jede Kugel eine Mulde drücken und mit ca. 1 Eßlöffel Pflaumenmus füllen. Mit dem Teig umhüllen, das wieder eine Teigkugel entsteht.
Die Teigkugeln mit der Naht nach unten in die mit Papierförmchen 
ausgelegten Mulden des Muffinsbleches legen.
An einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis sie sich sichtbar vergrößert haben (ca. 20 Minuten).
Backofen vorheizen.
Umluft:160°C
Ober-/Unterhitze: 180°C
Ca. 25-30 Minuten backen.
Auf einen Kuchenrost stellen.
Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze zerlassen. Semmelbrösel und Mohn hinzugeben, darin unter Wenden rösten. Zucker hinzugeben und unterrühren. Die warmen Muffins aus der Form lösen und auf den Kuchenrost setzen. Die Mohnmasse auf den Muffins verteilen. Muffins erkalten lassen.
Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.




Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille






Samstag, 20. Februar 2021

Warmes Camembert-Brot mit Calvados // Rezension: "Bienvenue - Willkommen bei mir" von Aurélie Bastian

 *Bücherempfehlung/Rezension


Der Winter ist bei uns zu Hause einfach die kuscheligste Jahreszeit. Ich liebe es in dicken Socken auf der Couch zu kuscheln, eine Tasse Tee in der Hand zu halten und mit meinen Mädels einen Serie-Marathon im TV zu starten. 
Oder die langen Winterspaziergänge am See und im Wald, und danach einen heißen Apfelpunsch schlürfen. Oder die schönen langen gemeinsame Abende mit Freunden. Dazu etwas leckeres und deftiges zu Essen und das ein oder andere Gläschen Rotwein.
Dieses Jahr war aber das gemeinsame Essen mit Freunden nicht möglich und so machten wir vier uns alleine viele schöne gemütlichen Winterabende mit ein wenig Hüttenflair.

Unser gemeinsamer Liebling an diesen Abenden war das warme Camembert-Brot von Aurélie Bastian. 
Dieser cremige Käse im Baguettebrotmantel mit etwas Rohkost dazu und einem Gläschen Wein - Einfach Herrlich! Dazu saßen wir ewig zusammen am Tisch und erzählten und lachten. Dabei wurde immer wieder ein Stück Brot in das flüssige Gold gestippt und genascht. 
Somit wird dieses gefüllte Brot mit Camembert zu einer ewigen Erinnerung für uns werden: "Wisst ihr noch im Januar/Februar 2021? Während des Lockdowns... wir saßen stundenlang bei Käsebrot zusammen und erzählten uns und lachten zusammen, während draußen die Schneeflocken tanzten."



  • Herausgeber : Südwest Verlag (23. September 2019)
  • Autorin: Aurélie Bastian
  • Sprache : Deutsch
  • Gebundene Ausgabe : 160 Seiten
  • ISBN-10 : 3517097934
  • ISBN-13 : 978-3517097930


Der Verlag über das Buch:
Wenn die Franzosen Freunde einladen, machen sie nicht viel Aufhebens darum. Sie nennen das: "À la bonne franquette." Man bewirtet mit unkomplizierten Speisen und Getränken und steht nicht die ganze Zeit in der Küche. Alles ist so vorbereitet, dass man selbst an der Party teilnehmen kann, ohne Stress zu haben. Der Anlass kann klein aber auch größer sein, das Wichtigste ist die zwanglose Geselligkeit bei gutem einfachem Essen. Als erfahrene Gastgeberin, Köchin und Bäckerin bringt Küchenfee Aurélie Bastian diese schöne gastliche Tradition nach Deutschland. Die Rezepte reichen von einer schnell gemachten Frühlingsterrine ohne Backen, über krosses Brot mit Kastanienmehl und Feigen bis hin zu herzhaften Macarons und köstlichen Desserts.


Meine Meinung über das Buch:
Wie es nicht anders bei Aurélie Bastian zu erwarten ist: Ein sehr gelungenes Buch mit viel französischen Charme und Flair.
Wie auch meine Familie und ich liebt es Aurélie Freunde zu sich nach Hause einzuladen, gemeinsam Zeit zu verbringen  und sie zu bewirten. 
Dieses Buch zeigt, dass es nur ein wenig Zeit und Organisation bedarf um wunderschöne gemeinsame Momente zu schaffen. 
Der Leser findet Rezepte für verschieden Anlässe und so entstehen auch die einzelnen Kapitel: WINTERABENDE MIT FREUNDEN, OMAS GEBURTSTAG IM FRÜHLING, SOMMERLICHE KINDERPARTY, MÄDELS-ABEND, SOMMERFEST, HERBSTZEIT MIT PILZEN UND KASTANIEN und HEILIGABEND ZU HAUSE.
Zu jedem Kapitel und zu jedem Rezept gibt es eine kleine Anekdote und Aurélie erzählt, was sie mit dem Rezept bzw. mit diesem Fest verbindet.
Die Rezepte sind wie immer leicht verständlich und einfach nach zu kochen. Außerdem sind sie oft mit Tipps und Variationsmöglichkeiten gespikt.
Im Rezeptverzeichnis ( 1x nach Kapitel, 1x alphabetisch in Deutsch und 1x alphabetisch in Französisch) warten tolle Rezepte darauf entdeckt zu werden: APFEL-HÄHNCHEN-AUFSTRICH MIT CIDRÉ, KALTE MELONENSUPPE MIT APRIKOSEN, KASTANIENBROT, MACARONS MIT ERBSENGANACHE, MINI-QUICHES, WALNUSS-ROQUEFORT-KUCHEN, FEIGENKONFITÜRE ZUR KÄSEPLATTE, MUSCHELN, MOUSSE AU CHOCOLAT, PORTWEINPFLAUMEN, PASTETEN,..... ich könnte noch viel viel mehr aufzählen, denn ca. 55 Rezepte wollen in diesem Buch entdeckt werden...
Die Aufmachung des Buches ist schön und ansprechend, ebenso die tollen Food-Bilder. Gerne mag ich auch die Schritt-für-Schritt-Zubereitungsbilder, die es allerdings nicht zu jedem Rezept dazu gibt.
Wie auch die letzten Bücher von Aurélie, ist dieses Buch ein wahrer Schatz an Inspirationen und Rezeptideen, dass ich nicht missen möchte.


Warmes Camembert-Brot
Für den Teig:
500 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
12 g Salz
320 ml lauwarmes Wasser
.........
Für die Füllung:
1 großer Camembert (250 - 300 g)
2-3 Rosmarinzweige
 2 El Calvados ( ich habe Weißwein genommen)
Salz, Pfeffer
..... 
Rohkost

Mehl und Salz in eine Schüssel geben und mischen.
Hefe im Wasser lösen und in die Schüssel geben.
Den Teig 5 Minuten kneten.
Den Teig vorsichtig zu einem Quadrat auseinanderziehen und dann jede Ecke nacheinander zur Mitte hin falten, so dass ein Päckchen entsteht. Das Päckchen zu einer straffen Kugel formen und in eine leicht geölte Schüssel geben. An einem warmen Ort für eine 1 Stunde gehen lassen.

Backofen auf 220 °C Umluft vorheizen und ein Backblech mit 800 ml Wasser in die untere Schiene schieben. Ein zweites Backblech in die Mitte des Backofens setzen.

Den Brotteig aus der Schüssel nehmen und zur Kugel formen, dann auf ein bemehltes Holzbrett legen.
Vom Käse die Oberfläche leicht einschneiden und in die Schnitte die Rosmarinzweige geben. Mit ein wenig Salz und Pfeffer bestreuen.
Die Teigkugel in der Mitte mit der Faust eindrücken und so genügend Platz schaffen für den Käse (seitlich und zum Boden sollten noch 1-2 cm Teig sein). Den Käse in die Vertiefung setzen und den Calvados darauf geben.
Das Brot noch 20 Minuten gehen lassen.
Das Brot wird von dem Brett direkt auf das mittlere heiße Backblech geschoben und 35 - 40 Minuten gebacken.



Délicieux!!!
Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille

* Lieben Dank an den Südwest Verlag und Random House, die mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben.

Samstag, 13. Februar 2021

Hessenboller - Krapfen mit Apfelweincreme

 


Faschingssonntag - ich bin ja nicht unbedingt so der Jeck, aber am Faschingssonntag zieht es mich traditionell in die alte Heimat zum großen Straßenfaschingsumzug. 
Alte Bekannte treffe ich in meinen mir vertrauten Straßen wieder, wir schnacken ne Runde, trinken dabei den ein oder anderen Schoppen (natürlich Apfelwein) und rufen den vorbei ziehenden Wagen "HELAU!" zu. 
Nach dem Umzug geht es zu unserer Lieblingsbäckerei und wir decken uns mit Kreppel und Hessenboller ein.
Hessenboller sind bei uns am Faschingssonntag nicht wegzudenken. Diese fluffigen Krapfen, die mit Apfelweincreme gefüllt und in Zucker und Zimt gewälzt sind, damit es beim Reinbeißen so richtig schön knirscht zwischen den Zähnen.
Man kann natürlich den Faschingssonntag auch ohne Hessenboller überleben, aber was wäre das für ein Leben?! 
Da ja dieses Jahr alles etwas anders ist, habe ich uns die feinen Hessenboller einfach selbst gebacken.
Und so werden wir morgen beim Kaffeetrinken in Erinnerungen schwelgen, uns auf's nächste Faschingsfest freuen und Hessenboller genießen.... In diesem Sinne: ein dreifach donnerndes Helau! Helau! Helau! 🎉



Apfelweincreme

(Der Apfelwein kann durch Apfelsaft ersetzt werden)

1 Pck. Vanille-Puddingpulver
1 El Speisestärke
5 El Zucker
 500 ml Apfelwein
200 ml Sahne (flüssig)

Den Apfelwein in einem Topf zum Kochen bringen.
Puddingpulver, Speisestärke und Zucker in der Sahne glatt verrühren.
Topf mit Apfelwein von der Kochstelle nehmen und das Pudding-Sahne-Gemisch einrühren.
Den Topf wieder auf die Kochstelle stellen und unter stetigen Rühren köcheln lassen bis eine dicke Creme entstanden ist.
Apfelweincreme gut abkühlen lassen. 



Hessenboller

Für ca. 16 Stück

375 ml Wasser
100 g Butter
1 EL Zucker
1 Prise Salz
 250 g Mehl
30 g Speisestärke
7 Eier 
1 Tl Backpulver
...................
1 Kg Frittierfett
Zucker und Zimt

Wasser mit Butter, Zucker und Salz in einem Topf aufkochen.
Topf vom Herd nehmen und das Mehl mit der Speisestärke auf einmal in die heiße Flüssigkeit geben.
Alles zu einem glatten Teog verrühren und erneut den Topf auf die Herdplatte stellen. Unter ständigem Rühren den Teig abbrennen bis eine weiße Schicht am Topfboden zu sehen ist.
Teig in eine Rührschüssel geben. 
Die Eier nacheinander mit dem Handrührgerät unter den Teig arbeiten.
Erst jetzt das Backpulver in den Teig einarbeiten.
Das Fett in einem großen Topf erhitzen (ca 170°C), so dass sich kleine Blubberbläschen um einen in das Fett gehaltenen Holzlöffelstiel bilden.
Mit 2 Esslöffel kleine Krapfen abstechen und in das siedende Fett geben. Je nach Topfgröße passen 2-4 Krapfen in einen Backvorgang.
Die Krapfen ca. 5-7 Minuten hellbraun ausbacken. (Nicht wundern: während des Ausbackens im Fett platzen die Krapfen aus, weil sie sich ausdehen. Das ist normal)
Krapfen auf einem Küchenpapier belegten Kuchenrost etwas abtropfen lassen und dann in Zucker und Zimt wälzen.
Mit einem Spritzbeutel und Spritztülle die Apfelweincreme hineinfüllen.
Die Hessenboller schmecken warm wie auch kalt.


Helau, Alaaf und
Salut... Eure mellimille


Sonntag, 7. Februar 2021

Rosettenwaffeln / Rosenküchle / Rosetbakkeiser (norwegisch) zum Valentinstag

 


Da dieses Jahr Valentinstag und Faschingssonntag beide auf den 14. Februar fallen, gibt es etwas ganz besonderes: Rosettenwaffeln! 
Noch nie davon gehört? Ich tatsächlich auch nicht! 
Bis letzte Woche, als meine Chefin morgens vor mir stand und mich nach einem Rosettenwaffeleisen fragte. 
Ich besitze wirklich viele  Küchenutensilien, aber so ein Gerät, das aussieht wie eine Plätzchenausstechform an einem langen Stab, hatte ich dann doch nicht in meinem Sammelsurium.
Zuhause musste ich mich dann erst einmal schlau machen, was Rosettenwaffeln sind: dünne, knusprige Krapfen. Die keksähnlichen Rosetten werden in Fett ausgebacken und zeichnen sich durch ihr Spitzenmuster aus, das sie durch eine bestimmte Eisenwaffelform erhalten. Beliebt sind sie in  Norwegen und Schweden und werden dort traditionell zur Weihnachtszeit hergestellt. In Deutschland sind diese Art von Waffeln besonders im Rheinland bekannt und beliebt.

Diese mir unbekannten Rosettenwaffeln hatten mich in ihren Bann gezogen, und ich musste mir dringend ein dazugehöriges Waffeleisen besorgen, und los ging's....



Sonntagnachmittag saß die ganze Familie in der Küche und bewunderte die Herstellung dieser Waffeln, denn es ist ein wahres Schauspiel.
Die Herstellung ist etwas zeitaufwendiger, aber die Zeit und Mühe ist es wert. Der Geschmack erinnert an Waffeln, Mutzemandeln und leckere, knusprige Kekse. Nach dem Ausbacken im Fett werden sie entweder mit Puderzucker bestäubt oder in Zimtzucker gewälzt.
Und das Schöne an dem ganzen Backspass: Man ist in der Küche nie alleine! Denn die Waffeln schmecken am besten, wenn sie noch warm sind. 
Wir saßen lange in der Küche beisammen, redeten, lachten und mampften eine Waffel nach der anderen.
Es war so schön, dass wir uns vorgenommen haben, das am 14.02. zu wiederholen - denn was passt besser zum Valentinstag und Faschingssonntag wie lecker frittierte, kleine, knusprige Herzwaffeln?!




Rosettenwaffeln

125 g Mehl
40 g Zucker
 1 Prise Salz
1 Tl Abrieb einer Bio-Zitrone
1 Tl Vanilleextrakt
 2 Eier (M)
130 ml Milch
.......
250-500 g Kokosfett

Alle Backzutaten in einer Schüssel zu einem glatten Teig rühren und 15 Minuten quellen lassen.
Kokosfett erhitzen (170°C). Wenn man ein Holzstäbchen in das Fett hält, bilden sich kleine Blubberbläschen um den Stab herum. Das Fett hat die richtige Temperatur.
Waffeleisen für ca. 30 Sekunden im Fett erhitzen und sofort danach in den Teig tauchen. Das Eisen darf nur soweit in den Teig getaucht werden, dass kein Teig über das Waffeleisen läuft, da sonst der Teig sich nicht im Frittierfett löst und am Waffeleisen fest backt. Das Waffeleisen für einige Sekunden im Teig eingetaucht lassen und dann direkt ins heiße Fett geben. Die Waffel löst sich von alleine vom Waffeleisen.
Wichtig: Immer wieder das Waffeleisen erwärmen....
Wenn die Waffeln von beiden Seiten goldbraun sind, werden sie aus dem Fett genommen und zum abtropfen auf ein Küchenkrepp geben.
Noch warm mit Puderzucker bestäuben oder in Zimtzucker vorsichtig wälzen und servieren.



Love is all you need und 

Helau... Eure mellimille




Weitere Rezeptideen für die Karnevalszeit:

Krapfen Brasiliana

Castagnole - Carnevale italiano

Ofenberliner

Apfelkreppel / Apfelkrapfen

Snickerdoodle Donuts

Limetten-Quark-Donuts

Schwarzwälder Kirsch-Krapfen

Tiramisu-Krapfen

Germknödel-Krapfen

Berliner mit Sektcremefüllung

Quarkbällchen

Fritelle di Mela





Dienstag, 2. Februar 2021

Gefüllte BBQ - Burger Brötchen zum 55. Super Bowl


Am 7. Februar ist es in Amerika wieder soweit: Der Kickoff zum 55. Super Bowl, der nach deutscher Zeit am 8. Februar um 00:40 Uhr startet.🏈
Dieses Jahr stehen die Kansas City Chiefs im großen NFL-Finale den Tampa Bay Buccaneers gegenüber.
Ein Generationen-Duell, denn der 43-jährige Tom Brady (*hachzzzzz💖) trifft auf den 25-jährigen Patrick Mahomes.
Und somit wird es ein TV-Spektakel für die ganze Familie. Die Mütter erfreuen sich an Brady, die Töchter jauchzen beim Anblick von Mahomes und die Väter schweigen und genießen mit ihrem Budweiser und Burgern das Spiel der Spiele vor dem TV-Gerät.



Bei uns wird es dieses Jahr zum Super Bowl gefüllte BBQ-Burgerbrötchen geben. Mit fluffigen Buns, rauchig-süß abgeschmeckten Hackfleisch und goldgelb-fließenden Cheddar.
Und da sind sich Mutti, Vati und die Kids einig: diese gefüllten Burgerbrötchen sind der wahre Star des Abends. 



Gefüllte BBQ -
Burgerbrötchen

Für die Buns:
500 gr Mehl
50 ml Olivenöl
1 Tl Salz
1 Tl Zucker
1 Würfel Hefe
250 ml lauwarmes Wasser
......
1 Eigelb
Sesam

Zucker und Hefe im lauwarmen Wasser auflösen.
Mehl, Öl, Salz, Hefewasser und das Ei in eine Schüssel geben und 5 Minuten kräftig zu einem elastischen Teig zusammen kneten.
Schüssel abdecken und für 1 Stunde an einem warmen Ort den Teig aufgehen lassen.

Für die Füllung:
1 Zwiebel
1 El Olivenöl
400 g gemischtes Hackfleisch
1 El Tomatenmark
2 El Zucker
1 El Honig
5 El fertige BBQ-Sauce
1 Tl Senf
100 ml Ketchup 
400 g gehackte Tomaten
5-6 eingelegte und gewürfelte 
Gurken/Cornichons
......
Cheddar

Die Zwiebel schälen und würfeln.
Im Olivenöl andünsten und das Hackfleisch dazugeben. Kross anbraten. Das Tomatenmark dazugeben und kurz mitanbraten.
Die gehackten Tomaten, Zucker, Honig, Ketchup, BBQSauce,Senf und die gewürfelten Gurken hinzufügen und einrühren.
Mit Salz und Pfeffer würzen und bei mittlerer Hitze für ca. 15 Minuten einköcheln lassen. Zwischendurch rühren. Die Sauce darf nicht zu flüssig sein.
Die Sauce anschließend etwas abkühlen lassen.

Den Teig erneut kurz kneten und zu einer langen Rolle formen.
12 gleichgroße Teigstücke abschneiden. Je ein Teigstück etwas platt drücken und leicht auseinander ziehen. In die Mitte  1El von der Füllung und etwas Cheddar hinein geben. 
Den Teig über der Füllung schließen und vorsichtig zu einer Kugel formen. (Der Teig sollte die Füllung gut umschließen)
Tip: Von der Füllung wird etwas übrig bleiben. Der perfekte Dip für Nachos oder Chips!!!

Die gefüllten Teigkugeln, mit der geschlossenen Naht nach unten, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Mit einem Eigelb bestreichen und mit Sesam bestreuen.
Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober-und Unterhitze für 30 Minuten backen.

Tip: Dazu passen Coleslaw (Krautsalat) und Potato Wedges.



Ich wünsche Euch einen wunderschönen SUPER BOWL und
Salut... Eure mellimille

Freitag, 29. Januar 2021

Zupfkuchen Muffins mit Kirschen


Es geht doch nichts über die guten alten Kuchenklassiker. Hefezopf, Zitronenkuchen, Käsekuchen, Gewürzkuchen,... und Russischer Zupfkuchen. 
Leider geraten diese Klassiker oftmals in Vergessenheit und die Rezepte von ihnen werden, von den neueren und hiperen Rezepten, in die hinterste Ecke der Schublade verdrängt.
Bis.... jaaa,... bis ihre Stunde schlägt und der Gaumen die Erinnerung an diese Klassiker wiedererweckt.
Und dann gibt es kein Halten mehr: Omas Hefezopf muss auf den Frühstückstisch, Mamas Zitronenkuchen mit der knackigen dicken Zuckerschicht muss nachgebacken werden und Tante Rosis Russischer Zupfkuchen lässt uns träumen vom Sommer'90 mit der Picknickdecke unter dem Kirschbaum in ihrem Garten.
So ging es mir letzte Woche und dieser Traum vom Zupfkuchen und Sommer'90 wollte und wollte einfach nicht enden. Da gab es nur noch einen Weg aus dem Dilemma: BACKEN! 
Tante Rosi wäre stolz, denn ich habe ihr Klassikkuchenrezept in hipe kleine Muffins verwandelt und mit Sauerkirschen gespickt. 

Welchen Kuchenklassiker muss es denn bei euch immer wieder geben? Oder welchen Klassiker müsst ihr unbedingt mal wieder backen?
Verratet es mir doch gerne....



Zupfkuchen Muffins
mit Kirschen
ca. 18 Stück

Für den Teig:
200 g Mehl
30 g Backkakao
1 gehäufter Tl Backpulver
120 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Ei
125 g weiche Butter

Für die Quarkmasse:
500 g Magerquark
1 Pck. Vanillezucker
 2 Tl Vanilleextrakt
1 El Zitronensaft
1 Tl Abrieb einer Bio-Zitrone
3 El Speisestärke
2 Eier
190 g weiche Butter
......
optional: einige Tk-Sauerkirschen oder
Sauerkirschen aus dem Glas

Für den Teig alle Zutaten zusammen in einer Schüssel vermischen und zu einem glatten Teig kneten.
Backofen auf 170°C Umluft vorheizen.
Muffinblech mit Papier-Muffinförmchen auslegen.
2/3 des Teiges zu 18 gleich großen Kugeln rollen und in die Papierförmchen geben. Mit den Fingern den Teigboden platt drücken.
Für die Quarkmasse alle Zutaten zusammen in einer Schüssel mit dem Handrührgerät kurz (!) verrühren.
Jeweils einen gut gehäuften Esslöffel Quarkmasse auf den Teigboden in den Muffinförmchen geben.
Wer möchte kann jetzt 3-4 Kirschen pro Muffin in die Quarkmasse drücken.
Den restlichen Teig in kleine Stücke zupfen und auf die Muffins geben.
Die Muffins für ca. 40 Minuten backen, herausnehmen und vollständig abkühlen lassen.
Vor dem Servieren die Papierförmchen entfernen.



Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille


Sonntag, 24. Januar 2021

Fish and Chips // Rezension: Made in London

*Werbung/Buchbesprechung 


Vor einigen Jahren war ich für einen kurzen Städtetrip in London.
Eine unheimlich faszinierende und vielseitige Stadt. Die Stadtteile, wie auch die Menschen,die dort leben, sind so verschieden. Von Tradition verbunden bis experimentell hip. Von konservativ bis weltoffen. Von modisch elegant bis total crazy und bunt. In London sieht und trifft man alles und jeden...
So auch die Londoner Küche: Multikulti ist die Devise. Und die Speisekarte Londons ist so vielseitig wie seine Menschen. Das klassische und edle 3-Gänge-Menü im Nobelrestaurant oder der schnelle Samosa-Snack vom Lieblingsinder an der Straßenecke in Kensington? Das aufwendig belegte To-Go-Sandwich in der kleinen Seitengasse von Buckingham Palast oder eine besinnliche ruhige Tea-Time mit Scones and Clotted Cream im hübschen kleinen Café?

Bei diesen Gedanken packt mich das Fernweh und die Sehnsucht.
Da aber Reisen gerade nicht machbar sind, lese ich mich durch wundervolle Bücher, die mir Städte und Länder zumindest für einen kurzen Augenblick in mein Wohnzimmer und in meine Küche bringen und eins davon möchte ich euch heute vorstellen:

  • Herausgeber : Südwest Verlag (9. März 2020)
  • Autor: Leah Hyslop
  • Sprache: : Deutsch
  • Gebundene Ausgabe : 304 Seiten
  • ISBN-10 : 3517097829
  • ISBN-13 : 978-3517097824
  • Originaltitel : Made in London


Der Verlag über das Buch:
Essen und Trinken mäandern wie die Themse durch Londons Geschichte. Wenn New York die Stadt ist, die nie schläft, dann ist London die Stadt, die immer hungrig ist. Vom Gourmet-Käseladen bis zum altmodischen Metzger, vom Foodtruck bis zum schnittigen italienischen Restaurant – in London gibt es alles, was das Herz oder der Magen begehrt.
Ob traditionelle Gerichte, international inspirierte Kreationen oder landestypische Rezepte – es schmeckt alles einfach köstlich: Chelsea Brötchen, Coronation Chicken, Brick-Lane-Curry, Big-Ben-Burger, East End Bagels oder Paddingtons Brot-und-Butter-Auflauf. 

Leah Hyslop webt in ihrem Liebesbrief an London ein schillerndes Netz aus bewegenden Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart. Das Buch feiert all die kulinarischen Freuden, die die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs zu bieten hat und ist zugleich wertvoller Führer zu den besten Bäckereien, buntesten Lebensmittelmärkten, angesagtesten Bars und Pubs, urigen historischen Restaurants ...
Neben mehr als 100 Rezepten enthält das Buch viele unterhaltsame Geschichten aus der Historie und Insidertipps zur Londoner Food-Szene. Mit zeitgenössischen Fotografien von London, tollen Foodfotos und Vintage-Bildern aus historischen Archiven wunderschön illustriert, ist dies das Buch für alle, die diese lebendige und unvergleichliche Stadt lieben.


Meine Meinung über das Buch:
Mit diesem Buch kann man einige Stunden mit schmökern verbringen.
Die Food-Bilder wie auch die weiteren Bilder über London und aus der Historik Londons sind ein Augenschmaus.
Die vorhanden Rezepte sind genauso bunt wie es auch London ist:
orientalische Pide oder klassische Baked Beans mit Bacon zum Frühstück, scharfer Wassermelonensalat mit Koriander und Erdnüsse oder Krabben-Doughnuts als Vorspeisen, Bourbon-Biscuits, Wimbledon Kuchen, Scones, London Cheescake zur Kaffeezeit, Fish & Chips, Mac & Cheese oder Brick-Lane-Curry zum Dinner, Trifle mit Lemon Curd, Schokoladentarte und St. Emilion au Chocolat als Dessert, Bagels, Döner Brathähnchen fürs Nachtleben und natürlich das flüssige Gold wie den James Bond Martini oder den Königin-Mutter-Cocktail...
Die Auswahl an den Rezepten in diesem Buch sind schier grenzenlos und neben der Einführung und dem Register praktischerweise in 7 Kapitel aufgegliedert: Frühstück & Brunch, Vorspeisen & Snacks, Lon-Dinner, Desserts, London bei Nacht und London flüssig.
Neben den mehr als 100 Rezepten findet der Leser viele unterhaltsame Geschichten aus der Historie und Insidertipps zur Londoner Food-Szene, zeitgenössischen Fotografien von London und Vintage-Bildern aus historischen Archiven.
Die Aufmachung des Buches ist schlicht, modern und edel.
Die Rezepte sind leicht verständlich formuliert und gut umsetzbar. Zu jedem Rezept gibt es eine kleine Erklärung oder Geschichte.
Dieses Buch lässt keinen Wunsch offen und hat die Vorraussetzungen ein Lieblingsbuch zu werden.


Fish and Chips

Für die Chips:
600 g mehligkochende Kartoffeln
(geschält und in ca. 1mm breite Stifte geschnitten)
ca. 1l Sonnenblumenöl zum Frittieren

Für den Fisch:
75 g Mehl
 25 g Speisestärke
1 Tl Backpulver
 1/2 Tl Salz
150 ml kaltes Bier
4 dicke weiße Fischfilets á ca. 150 g
z.B. Kabeljau, Seelachs, Seehecht
.........
1l Pflanzenöl zum Frittieren
Salz, Pfeffer, etwas Mehl
optional: Zitrone, Remoulade, Ketchup, Essig


Für die Chips die Kartoffelstifte in einen breiten und hohen Topf geben und mit dem Öl bedecken. 
Bei starker Hitze zum Kochen bringen und anschließend ca. 20-30 Minuten sieden lassen, bis die Kartoffeln goldbraun und knusprig sind.
Zwischendurch immer wieder den Topf vorsichtig schütteln, damit sich Kartoffelstifte am Boden lösen.
Die Chips mit einer Schöpfkelle herausheben und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen. Salzen und in einer ofenfeste Form im Backofen warm halten.

Für den Fisch 75 g Mehl, die Stäke, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel verrühren und großzügig mit Pfeffer würzen.
Bier dazugießen und alles zusammen verrühren. Bei Bedarf noch etwas Bier oder Wasser dazugeben.

Ihr könnt nun das Frittieröl von den Chips weiterverwenden oder in einem Topf neues Öl auf ca. 180°C erhitzen.
(den Stiel eines Holzkochlöffels in das Öl halten und wenn Bläschen daran aufsteigen ist es heiß genug...)

Fischfilets mit Küchenkrepp trocken tupfen und von beiden Seiten salzen.
4 El Mehl auf einen Teller geben und den Fisch darin wenden.
Den Fisch im Bierteig wenden und ins heiße Öl geben.
6- 10 Minuten frittieren.
Herausheben, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und zusammen mit den Chips servieren

Klassisch geniesst der Londoner sein Fish & Chips mit Essig, Salz und Erbsenpüree.



Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille


* Herzlichen Dank an den Südwest Verlag und Random House, die mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben.