Mittwoch, 11. Dezember 2019

Lussesemlor


Julgodis/Julbak #3: Am 13. Dezember eines jeden Jahres feiern die Schweden ihr Luciafest. 
Dieses Lichterfest ist ein wahrer Festtag mit vielen Traditionen. Schon morgens wird in den meisten Familien mit dem Feiern begonnen und setzt sich dann in den Kindergärten, Schulen und auf der Arbeit fort.
Die Kinder tragen weiße Kleider, wecken die Eltern mit Safrangebäck und Kaffee und die älteste Tochter der Familie ist die Lucia, die um ihr weißes Kleid auch noch ein rotes Band um die Taille und einen Lichterkranz auf ihrem Kopf trägt.
Das Safrangebäck besteht meisten aus den klassischen Lussekatter, aber gerne auch aus einem Safrankuchen oder Safranhefeschnecken.


Für Euch habe ich heute Lussesemlor, eine Mischung aus Lussekatter und Semlor.
Semlor wird auch gerne zur Faschingszeit und vor der Fastenzeit gereicht. Es ist ein Hefegebäck mit einer Mandelmasse und Schlagsahne gefüllt.
Wir fanden diese Kombi aus Safran, Marzipan und der cremigen Schlagsahne perfekt.
Aber Achtung: sie sind ganz schön mächtig und machen gut satt....



Lussesemlor

 600 g Mehl
250 ml Milch
1 Prise Salz
150 g Zucker
1 Ei
1 Würfel Hefe
125 g Butter
1,0 g Safran
Zitronenabrieb von einer halben Bio-Zitrone
....................
1 Ei
2 El Milch 
einige Rosinen
..................
120 ml Milch
200 g Marzipanrohmasse
500 ml Schlagsahne
...............
Puderzucker


Die Milch zusammen mit der Butter erwärmen, aber nicht kochen. 
Die Hefe in der Milch-Butter-Mischung auflösen.
In einer großen Schüssel Mehl, Salz, Zucker, Zitronenabrieb, Safran und das Ei vermischen. Die Hefemilch dazugeben und alles kräftig zu einem glatten Teig kneten.
Den Teig an einem warmen Ort für eine Stunde gehen lassen, danach den Teig noch einmal kräftig durchkneten und erneut eine Stunde gehen lassen.
Von dem Teig etwa Tennisball große Kugeln abnehmen und daraus Lussekatter formen. 
Ein Ei mit 2 El Milch verrühren und die Lussekatter damit einpinseln. Die Rosinen sind die Äuglein der Lussekatter.
Auf ein mit Backpapaier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 175°C für ca. 20 Minuten goldgelb backen, herausnehmen und abkühlen lassen.
Die Lussekatter aufschneiden und die Unterseite mit einem Löffel vorsichtig aushöhlen und die Krümel aufbewahren.

Inzwischen die 120 ml Milch erwärmen und das klein geschnittene Marzipan dazu geben.
Milch mit Marzipan pürieren.
Nun so viele Lussekatterkrümel unterrühren bis eine dicke Creme entstanden ist.
Die Marzipancreme in die unteren Hälften füllen.
Sahne mit 2 El Vanillezucker steif schlagen und mit einem Spritzbeutel darauf geben.
Mit Puderzucker bestäuben und servieren.


Ein wunderschönes Luciafest und
Salut... Eure mellimille


Weitere Schwedische Julgodis / Weihnachtssüßigkeiten bei mellimille:

Montag, 9. Dezember 2019

Eiskonfekt


Heute muss ich euch etwas gestehen: ich bin verliebt!
Verliebt in Eiskonfekt! 
Kennt ihr auch noch diese durchsichtigen Spitztüten, die mit in bunten Aluminiumförmchen gefüllten Eiskonfekt drinnen und an manchen Tagen im Kühlschrank lagen? Für mich ist das eine tolle Kindheitserinnerung... alle freuten sich über das Eiskonfekt und immer wieder schlich man sich heimlich zum Kühlschrank und stibitzte sich eins... oder auch zwei.
Die Finger waren dann leicht vom Konfekt verschmiert und kaum im Mund schmolz es schon dahin.
Und fast 40 Jahre später, weiß ich nun wie ich ratzfatz superleckeres und zart schmelzendes Eiskonfekt selbst herstellen kann. Und es ist so einfach. Und es geht so schnell. 
Genauso schnell ist das Konfekt dann auch wieder weg...



Eiskonfekt
300 g Vollmilchkuvertüre
100 ml Schlagsahne
 50 g Kokosöl
........
evtl. Zimtzucker, Orangenabrieb, Lebkuchengewürz

Die Kuvertüre grob hacken und zusammen mit der Sahne und dem Kokosöl in einem Topf unter Rühren und bei niedriger Temperatur schmelzen.
Die Schokoladenmasse in Silikon-Pralinenförmchen geben oder in eine kleine mit Backpapier ausgelegte Auflaufform. Wer möchte kann das Eiskonfekt noch mit verschiedenen Gewürzen verfeinern.
3 Stunden (oder über Nacht) im Kühlen fest werden lassen.
Das Eiskonfekt aus den Förmchen nehmen oder aus der Auflaufform und in kleine Würfel schneiden.
In eine Dose geben und bis vor dem Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.




Allerliebste Eiskonfektgrüße und
Salut... Eure mellimille

Freitag, 6. Dezember 2019

Orangen-Safran-Marzipanrolle


Heute habe ich schon Julgodis #2 für euch am Start: Orangen-Safran-Marzipanrollen:
Sie sind ruckizucki gemacht, halten sich wunderbar und lassen sich in der Vorweihnachtszeit bei Spontanbesuchern einfach aus der Blechdose zaubern und alle Gäste sind beindruckt. 
Oder als Mitbringsel machen sie sich auch ganz hervorragend.....




Orangen-Safran-
Marzipanrolle

200 g Marzipanrohmasse
30 g Puderzucker
0,6 g Safran
Abrieb von einer Bio-Orange
100 Vollmilchkuvertüre
50 g gehackte Mandeln

Die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.
Die Kuvertüre bei niedriger Temperatur schmelzen.
Marzipan mit Puderzucker, Safran und Orangenabrieb verkneten und zu zwei Rollen formen.
Je eine Rolle in der Kuvertüre tauchen und anschließend in den gerösteten Mandeln wälzen. Als Hilfsmittel eignen sich zwei Gabeln.
Die Marzipanrollen auf einen mit Backpapier ausgelegten Teller legen und für 2-3 Stunden kühl stellen.


Die fertigen Marzipanrollen halten sich sehr gut in Blechdosen und müssen kühl gelagert werden.
Sie sind ein wunderbarer Geschenketipp, denn sie sind schnell gemacht und schmecken einfach himmlisch.... einfach die Rollen in Backpapaier einwickeln und mit schönen Geschenkbändern verzieren.




Schönen Nikolaustag und
Salut... Eure mellimille


Weitere Schwedische Julgodis / Weihnachtssüßigkeiten bei mellimille:


Dienstag, 3. Dezember 2019

Tomte-Pfefferkuchen-Cookies // Santa Cookies



Hej, wer mich und meine Familie seit einigen Jahren hier auf meinem kleinem Blog begleitet, der weiß, dass es jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit leckere Julgodis gibt.
Wir lieben die skandinavischen Rituale zur Weihnachtszeit und haben sie nach und nach mit unseren Traditionen verknüpft.
Julgodis und Julbak sind selbstgemachte Süßigkeiten, fein Gebäck und weitere Leckereien, die die Wartezeit auf Weihnachten verkürzen sollen. 
Dieses Jahr machen diese Tomte-Pfefferkuchen-Cookies den Anfang in unseren Julgodis-Dosen.

(Werbung wegen erkennbaren Produkt // Selbst bezahlt)


Wer von euch kennt denn Tomte Tummetott? 
Tomte Tummetott ist ein Kinderbuch von Astrid Lindgren, das meine Kinder in der Vorweihnachtszeit geliebt haben.
Tomte ist ein kleiner "Wichtel", der auf einem Bauernhof lebt und diesen hütet. 
Nachts läuft Tomte über den Bauernhof und spricht leise mit den Tieren und spricht ihnen Mut zu, weil der Winter so kalt ist.
Meine beiden Mädels liebten Tomte und das Buch steht jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit wieder und wieder in unserem Bücherregal.

In Schweden gibt es diese leckeren "Tomte"-Marshmallows, die ein wenig nach Erdbeeren schmecken. 
Wahrscheinlich stellen diese Marshmallows eher den Weihnachtsmann dar, aber für meine Mädels sind es einfach die rosa Tomte-Marshmallows....



Tomte-Pfefferkuchen 
Cookies

120 g Zucker
30 g Zuckerrübensirup (oder Honig)
50 ml starker Kaffee
1 Tl  Zimt
1 Tl Kardamom
1 Tl Ingwer
1/4 Tl Nelken
100 g weiche Butter
1 Tl Backpulver
etwas Zitronenabrieb
350 g Mehl
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Marshmallows /Schaumzuckerfiguren

Zucker, Sirup und Gewürze in einem Topf aufkochen. Die Butter dazu geben und rühren bis die Butter geschmolzen ist. Etwas abkühlen lassen.
Mehl mit Natron und Zitronenabrieb vermischen und zu der Butter-Zucker-Masse und den Kaffee dazu geben. 
Kneten bis der Teig schön geschmeidig ist.
Die Marshmallows/Schaumzuckerfiguren je nach Größe halbieren.
Je einen Eßlöffel Teig abnehmen, den Marshmallow darin einwickeln und zu einer Kugel rollen.
Die Teigkugel auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit einer Gabel leicht platt drücken.
Bei 180°C Umluft für 15-20 Minuten backen.





Eine schöne Vorweihnachtszeit und
Salut... Eure mellimille


Sonntag, 17. November 2019

Schokoladen-Madeleines mit Orange und Tonkabohne


Mit großen Schritten geht es nun auf die Adventszeit zu und in diesem Jahr sin meine Weihnachtsgefühle so stark und früh wie noch nie.
Seit Mitte Oktober mache ich mir Gedanken über Weihnachtsdeko, Plätzchenrezepte und Geschenkideen. Dieser Modus setzt eigentlich bei mir tratidonell erst am 1. Advent während des Schmückens ein. 
Ich versuche mich noch etwas zurück zu halten mit meiner Micheal Bublé-Weihnachts-CD und mit dem Kaufen von Glögg, Pfefferkuchen & Co. und schmuggel lieber ein wenig Weihnachtsfeeling in mein Gebäck.



Wenn es euch genauso geht wie mir, dann versucht doch einmal diese Schokoladen-Madeleines, die mit ihrem Orangenaroma und Tonkabohne gaaaaanz leicht an Weihnachten erinnern.
Wir fanden sie großartig und wer wollte, durfte die Madeleines noch in Nuss-Nougat-Creme und Pistazienkerne baden.


Schokoladen-Madeleines
mit Orange und Tonkabohne
100 g Butter
2 Eier
100 g Zucker
Mark von 1 Vanilleschote
abgeriebene Orangenschale von 1 Bio-Orange
40 g gemahlene Mandeln
2 - 3 El Backkakao
1/2 Tonkabohne, gerieben
1/2 Tl Backpulver
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etwas Butter und Mehl für das Madeleines-Blech
Puderzucker
evtl. Nuss-Nougat-Creme und
Pistazienkerne oder Krokant

Die Butter in einem Topf schmelzen.
Eier mit Zucker, Vanillemark, Tonkabohne und Orangenschale mit dem Handrührgerät ca. 5 Minuten schaumig rühren.
Mehl, Backpulver, Kakao und Mandeln mischen und unter die Eier-Masse heben.
Flüssige Butter zügig unterrühren.
Den Teig für eine gute halbe Stunde kalt stellen.
Das Madeleines-Blech gut einfetten und mit Mehl bestäuben.
Den Teig ( ca. 1 El ) in die Mulden geben und bei 200°C im vorgeheizten Backofen für 10 - 13 Minuten backen
Aus dem Backofen nehmen und kurz abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen.
Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.




Vorweihnachtliche Grüße 
(nur noch 37 Tage bis Weihnachten) und
Salut... Eure mellimille


Mittwoch, 6. November 2019

Schokoladenkuchen mit Quitten und Quarkhaube



Quitten - mein Vater liebte sie. Allerdings scheute er sich meist davor diese Früchtchen selbst einzukochen, weil... 
a.) es zu viel Arbeit sei
b.) man Quitten heutzutage zu selten findet
c.) er sich Quittengelee viel lieber schenken lässt und sich andere so sehr darüber freuen, weil er sich freut.
Also gab es zu Hause Quittengelee nicht oft und wenn, stand groß und fett der Name meines Vaters auf dem Glas.

Letzte Woche bekam ich 8 kg (!) Quitten geschenkt und ich musste mich erst einmal schlau machen wie man diese Früchtchen behandeln muss. 
Und mein Vater hatte Recht: Quitten sind Diven, die erst liebevoll gestreichelt werden müssen, damit sie ihren Pelz ablegen. Dann müssen sie regelrecht geknackt werden, damit man an die Kerne kommt, die dann auch sehr widerspenstig auszukratzen sind. 
Nach doch recht viel Zeit und Arbeit standen am Samstagabend 12 Gläser Quittenmarmelade und dieser Schokoladenkuchen in unserer Küche.

Keine Angst!!! 
Der Kuchen brauchte nicht so viel Zeit und Arbeit. 
Traut euch ruhig an die Diven ran. Es lohnt sich!



Schokoladenkuchen
mit Quitten und Quarkhaube

500 g Quitten
4 El Zitronensaft
260 g Zucker
200 g Zartbitter-Kuvertüre
175 g Butter
4 Eier
3 Tl Backpulver
300 ml Milch
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200 g Quark
200 ml Schlagsahne
100 g Schokoraspeln
1 El Zitronensaft
3 El Zucker
Backkakao

Die Quitten unter lauwarmen Wasser mit einem Bürstchen reinigen, damit sie ihren Pelz verlieren. Abtrocknen und in Viertel schneiden. Anschließend schälen und mit einem scharfen Messer das Kerngehäuse entfernen.
Quitten in einen Topf geben zusammen mit dem Zitronensaft, 80 g Zucker und 400 ml Wasser. Aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze 15-20 Minuten weich dünsten. 
Die Quitten aus dem Sud nehmen, abtropfen und abkühlen lassen. Die Quitten in kleine Würfel/Stücke schneiden.

Den restlichen Zucker mit den Eiern schaumig schlagen. 
Mehl mit Backpulver vermischen und abwechselnd mit der Milch unter die Eier-Zucker-Masse rühren.
Die geschmolzene Schoko-Butter-Masse unterrührern.
Die Quittenstücke unter den Teig heben.

Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben und bei 165°C Umluft für 50-60 Minuten backen. (Stäbchenprobe!)
Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Den Quark mit den Schokoraspeln, Zitronensaft und Zucker verrühren.
Sahne steif schlagen und unter den Quark heben.
Quarkcreme auf den Kuchen geben und verstreichen.
Mit dem Backkakao bestäuben.




Viel Spaß beim Nachbacken und
Salut.... Eure mellimille



Dienstag, 29. Oktober 2019

Schokoladencupcake-Monster zu HALLOWEEN


Die Nacht der Nächte rückt langsam näher...
Ich bin ganz ehrlich: Ich bin ein fürchterlicher Angsthase. 
Ich hasse es erschreckt zu werden und meide fast schon fluchtartig Geisterbahnen und Co.
Selbst bei Gruselfilmen, die eigentlich schon ab 16 Jahren frei gegeben sind, sieht man mich mit einem großen Kissen auf der Couch zusammen gefaltet in der Ecke sitzen. Meine Mädels können sich dann kaum mehr auf den Film konzentrieren, weil sie nur noch am lachen sind... und zwar über mich!



Aber ich liebe es, wenn an Halloween die kleinen Geister, Mumien, Frankensteins und Hexen klingeln und ihre süßen Sprüche aufsagen.
Deswegen sind meine gebackenen Halloweensachen auch nicht allzu grußelig sondern eher süß anzusehen wie z.B. diese leckeren Schokoladencupcake-Monster.




Schokoladencupcakes

200 g Zartbitterschokolade
120 g Butter
200 g Zucker
1 Prise Salz
 4 Eier
200 g Mehl
1 Tl Backpulver
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400 g Schokoladen-Frischkäse
Zuckeraugen
Papierförmchen

Die Schokolade hacken und zusammen mit der Butter in einem Topf bei schwacher Hitze schmelzen.
Zucker, Salz, Mehl und Backpulver in einer Schüssel vermischen.
Schoko-Butter-Mischung mit einem Handrührgerät unterrühren.
Eier nach und nach unterrühren.
Die mulden eines Muffinsblech mit Papierförmchen auslegen und den Teig einfüllen.
Im vorgeheizten Backofen bei 150°C Umluft für 25-30 Minuten backen. Muffins aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Den Frischkäse mit dem Handrührgerät glatt rühren. In einen Spritzbeutel mit großer Sternentülle füllen und auf jeden Muffin einen großen Tupfer spritzen. Mit den Augen dekorieren und bis zum Servieren kalt stellen.





Ich wünsche euch eine nicht allzu gruselige Halloweennacht und
Salut... Eure mellimille