Dienstag, 14. Mai 2019

Rhabarber-Käsekuchen mit Baiser


Kaum gibt es die ersten Stangen Rhabarber zu kaufen, gibt es für mich kein Halten mehr: 
Jedes Wochenende wird gebacken - natürlich mit Rhabarber.
Alte Klassiker müssen wieder gebacken und neue Rezeptideen umgesetzt werden.
Gottseidank, mögen alle hier Rhabarber (Ok, die Jüngste mault manchmal etwas schnäubisch rum...), denn die kurze Zeit, in der es Rhabarber gibt,  muss genutzt werden.

( O-Ton Mutter: "Die Rhabarberzeit ist nur kurz. Da musst du jetzt durch!", O-Ton Tochter: "Ok, solange es nicht schon wieder Spargel gibt!", O-Ton Mutter: "Oh doch! Da - musst - du - durch!", O-Ton Tochter: "Ich ziehe aus!")  
Szenen einer Familie


Rhabarber-Käsekuchen
mit Baiser
Für den Boden:
200 g Mehl
100 g Zucker
120 g Butter
2 Eigelb

Mehl, Zucker, Butter, 2 Eigelb und 2 El Wasser zu einem glatten Teig kneten.
Etwas Teig für den Rand zur Seite legen. 
Teig dünn ausrollen und in eine mit Backpapier ausgelegte Springform legen. 
Bei 180°C den Tarteboden blindbacken.
Leicht abkühlen lassen. 
Aus dem übrigen Teig einen Rand formen und hochziehen. 
(Bei meinem Kuchen habe ich den Rand gleichzeitig mit dem Boden blindgebacken. Durch das anschließende Weiterbacken ist er mir zu dunkel geworden.)

Für die Käsemasse:
700 g Rhabarber
30 g Zucker
------------
800 g Quark
150 g Zucker
2 Päckchen Vanillepuddingpulver
3 Eigelb
Zitronenabrieb von einer Bio-Zitrone
500 ml Milch
250 ml Sonnenblumenöl

Rhabarber waschen, putzen, schälen. In kleine Stücke schneiden. Den Rhabarber mit dem Zucker in einer Schüssel vermengen und 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend absieben (Den Saft auffangen; siehe Tipp!).

Quark mit Zucker, Vanillepuddingpulver, Eigelb und Zitronenabrieb verrühren. Die Milch und das Sonnenblumenöl nach und nach mit einem Schneebesen unterrühren.

Rhabarber auf den Teigboden geben. Die Quarkmasse darüber giessen.
Bei 180°C ca. 40 Minuten backen.
Kurz vor dem Ende der Backzeit wird das Baiser hergestellt.

Für das Baiser:
5 Eiweiß
150 g Zucker
1 Prise Salz

Eiweiß mit Zucker und der Prise Salz sehr (!) steif schlagen.
Auf den heißen Kuchen streichen.
Die Backofentemperatur auf 140°C reduzieren und für weitere 30 Minuten backen. 
Im ausgeschalteten Ofen abkühlen lassen.

Am besten schmeckt der Kuchen, wenn er eine Nacht Ruhezeit hatte.

Wer möchte, kann noch 500 g Erdbeeren waschen und klein schneiden. 
Mit 2 Tl Vanillezucker vermischen und für 1 Stunde ziehen lassen. 
Die Erdbeeren können dann zusammen mit dem Rhabarber-Käsekuchen serviert werden.


Kleiner Tipp: Ich koche die Schale des Rhabarbers und den aufgefangenen Rhabarbersaft mit ca. 1,5 l Wasser, etwas Zitronensaft und Zucker auf und lasse es für 15 Minuten köcheln. 
Anschließend durch ein Sieb in eine Flasche schütten. 
Mit Sprudelwasser oder Sekt gemischt schmeckt es einfach himmlisch!


Salut.... Eure mellimille



Folgende Rezepte mit Rhabarber findet ihr bei mir:


Donnerstag, 9. Mai 2019

Tarte aux pommes // Rezension: Das Honigmädchen von Claudia Winter

*Werbung//Rezension

Ferienzeit ist bei mir Lesezeit. Und so nutzte ich auch die vergangenen Ferien zum ausgiebigen Schmöckern.
Dieses mal durfte 'Das Honigmädchen' von Claudia Winter mitreisen und lag mit mir zusammen am Strand in der ligurischen Riviera.
Der Handlungsort des Romanes lag nur 30 Minuten von mir entfernt und so fühlte ich mich Camilla, Marie, Henri und den ganzen Anwohnern von Loursaqc sehr nah und verbunden.
Es passte einfach alles und ich wollte das Buch kaum mehr aus den Händen legen.
Überall roch es nach blühenden Bäumen und heranwachsenden Gras. Die ersten Bienchen summten herum und dabei das Meeresrauschen im Ohr... einfach Herrlich!
Nun möchte ich euch das Buch etwas näher vorstellen und es wartet noch das Rezept von Camillas Tarte aux pommes auf euch.



  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • von Claudia Winter
  • Verlag: Goldmann Verlag; 
  • Auflage: Originalausgabe (18. März 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442485746
  • ISBN-13: 978-3442485741


Klappentext des Buches: 
Die alleinerziehende Camilla kämpft an allen Fronten: Täglich muss sie sich im väterlichen Delikatessenhandel beweisen, während ihre fünfzehnjährige Tochter Marie gegen sie rebelliert. Und dann wird sie auch noch nach Südfrankreich geschickt, um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln – im Gepäck das tobende Mädchen und ihren nervtötenden Nachbarn, der sich ihnen spontan angeschlossen hat. Kein Wunder, dass sich das pittoreske Bergdorf Loursacq zunächst als wenig heilsam für die angespannten Gemüter erweist. Doch Camilla krempelt die Ärmel hoch – und lernt zwischen Tomatenstauden, Rebstöcken und Olivenbäumen, dass die guten Dinge im Leben erst dann auf zarten Flügeln herbeifliegen, wenn man bereit für sie ist...


Meine Meinung zu dem Buch:

Es ist bereits das 4. Buch von Claudia, dass ich gelesen haben und es gefiel mir wieder einmal ausgezeichnet. 
Claudia hat es auch diesmal wieder geschafft die Charakteren in ihrem Roman dem Leser sehr nah zu bringen. 
Die Personen 'fühlen' sich so echt an, das man am liebsten nach Südfrankreich fahren möchte um mit ihnen auf Henris Hof den Geburtstag mitzufeiern. 
Der Leser fühlt sich mit eingebunden und als Teil der Geschichte.
Ausserdem hat Claudia ein Händchen dafür, Landschaften bildlich zu beschreiben und lässt mit ihren Beschreibungen alle Sinne des Lesers anschlagen: wie riecht der blühende Lavendel? Wie schmeckt der goldfarbene Honig direkt aus den Wappen tropfend? Wie fühlt sich das Gras mit Morgentau an?
Als Leser sieht, hört, riecht und schmeckt man fast all diese Momente.

Als Mama von 2 pubertierenden Mädchen fühlte ich oft mit Camilla. Zum Glück habe ich ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Beiden, kann aber durchaus die Verwunderung und oft auch Verzweiflung von Camilla über das Verhalten von Marie nachvollziehen. Des öfteren musste ich auch wirklich mal lachen, weil ich mir jene gerade durchgelesene Szene bildlich vorstellte.
Camilla ist eine unheimliche taffe und starke Frau, die einfach noch nicht weiß was in ihr schlummert. Es sind die ungewöhnlichen Situationen im Leben, die solche Eigenschaften dann ans Licht bringen.
Henri, Tobias, Manon, Nikos, Marie und alle Einwohner des kleinen Dorfes Loursaqc sind unheimlich symphatisch und werden von dem Leser direkt ins Herz geschlossen - jeder auf seine Art und Weise.

Die gesamte Geschichte handelt über das Zusammenwachsen, Vertrauen, aufeinander zugehen und über Stolz & Vorurteil. Und natürlich über Liebe! Tobias, der etwas 'wilde' Nachbar von Camilla, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Ich mochte seine lockere, aber auch sanfte und verständnisvolle Art. Zu bewundern ist auch seine Geduld für und mit Camilla.

Wie immer liebe ich die Rezepte, die am Ende des Romanes warten. Sie machen einfach Appetit auf das Land und auf die Leute und bringen den Leser wieder zurück; mitten in die Geschichte.

Während des Lesens des Romanes sah ich viele Szenen wirklich wie ein Film vor mir ablaufen. Ich finde dieser Roman wäre eine wundervolle Filmvorlage!

Ein wundervolles Buch!



Camillas Tarte aux pommes

3 säuerliche Äpfel
------------
100 g Mehl
50 g Zucker
60 g Butter
1 Eigelb
(ich habe noch den Zitronenabrieb 
einer Bio-Zitrone zu dem Teig gegeben)
-------------
1 Ei
3 El Creme friache (Schmand)
3 El Joghurt
1 Vanilleschote
----------------
Saft einer 1/2 Zitrone

Mehl, Zucker, Butter, 1 Eigelb und 1 El Wasser zu einem glatten Teig kneten.
Teig dünn ausrollen und in eine gebutterte Tarteform legen. 
Aus etwas Teig einen Rand hochziehen.
Bei 180°C den Tarteboden blindbacken.
Für den Guss Creme fraiche, Ei, Joghurt und das Extrakt der Vanilleschote verrühren.
Die Äpfel schälen ( Ich habe sie nur gewaschen und nicht geschält), in halbe Scheiben schneiden und mit Zitronensft beträufeln.

3 El von dem Guss auf den Tarteboden streichen und die Apfelscheiben fächerweise darauf legen. 
Den restlichen Guss über die Apelscheiben geben und die Tarte 20 - 25 Minuten bei 180°C backen.


Salut... Eure mellimille

Weitere Bücher von Claudia Winter:

P.S.: Lieben Dank an den Goldmann Verlag und Random House, die mir dieses Exemplar zur Verfügung gestellt haben.

Sonntag, 7. April 2019

Stroopwafels - Holländische Sirupwaffeln


Letztes Wochenende packten wir spontan unsere Taschen und auf ging es nach Amsterdam.
Wir lieben diese Stadt: die Grachten, die zuckersüßen Häuser, die kleinen Cafés, der Flair, die Vielseitigkeit und natürlich die vielen verschiedenen Leckereien wie z.B. Kippeling, Kroket, Heringsbrötchen, Lakritze und natürlich die superleckeren Sirupwaffeln.


Stroopwafel, eine typisch holländische Leckerei findet man an fast jeder Ecke oder in einen von den unzähligen Cafés.
Diese Sirupwaffeln bestehen aus zwei knusprigen keksartigen Waffeln, die durch eine karamellartige Sirupschicht in der Mitte zusammengeklebt werden.
In Cafés werden sie zusammen mit einer Tasse Kaffee serviert. Dabei wird die Waffel auf den Kaffeebecher gelegt, damit die Sirupschicht zu schmelzen beginnt, schön weich und flüssig wird.




Stroopwafels - 
Holländische Sirupwaffeln
90 g weiche Butter
100 g brauner Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
200 g Mehl
1/2 Tl Zimt
---------------
35 g Butter
75 g Zuckerrüpensirup
oder alternativ Honig

Alle Zutaten rasch mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Aus dem Teig 24 kleine Kugeln (Walnußgröße) formen.

Für die Füllung Butter in Stückchen und Sirup / Honig in einem kleinen Topf unter Rühren erwärmen. Den Topf beiseitestellen.

Einen Hörnchenautomaten vorheizen. 
Eine Teigkugel auf die Unterseite des Waffeleisens geben und das Waffeleisen schließen. 
Die Waffel hellbraun backen. 
Die Waffel heraus­nehmen und auf ein Kuchengitter legen. Mit dem übrigen Teig genauso verfahren. 
Jeweils zwei warme Waffeln mit einem gehäuften TL Füllung zusammensetzen, dann die Waffeln abkühlen lassen.


Laut einer Studie ißt jeder Holländer 20 Stroopwafels im Jahr. 
Ich meine dazu: NUR???
Diese Leckerei hat wirklich Suchtfaktor!




Stroopwafels sind wirklich schnell gemacht und passen wunderbar zum Mittagskaffee oder wenn kurzfristig Besuch kommt.
Die Waffeln können auch mit Nuss-Nougat-Creme, Pistaziencreme, Karamellcreme oder mit Schlagsahne und Früchten serviert werden.



Lasst es Euch schmecken!
Salut... Eure mellimille



Mittwoch, 27. März 2019

Cookie Dough Icecream with Chocolate Chips and Caramel Swirl


Sobald die ersten Sonnenstrahlen hervor blitzen und der Frühlingsduft einem in der Nase kitzelt, beginnt unsere Eismaschine in der Küche ihre Runden zu drehen. 
Es fühlt sich jedes Jahr ein wenig so an wie würde man Dornröschen aus ihrem 100jährigen Schönheitsschlaf wach küssen. 
Zwar benutzen wir die Eismaschine auch in der Winterzeit, aber bei weitem nicht so intensiv.

Im Frühling wollen neue Kreationen getestet werden und dieses Jahr haben wir uns in New York und von dem Lieblingseis unserer Töchter inspirieren lassen: Cookie Dough Icecream with Chocolate Chips and Caramel Swirl.



Cookie Dough
100 g Mehl
75 g weiche Butter
40 g braunen Zucker
40 g weißen Zucker
1 Prise Salz
1/2 El Vanillezucker
40 ml Milch

Mehl, Butter, Zucker, Salz und Vanillezucker zügig zu einem glatten Teig verkneten. 
Die Milch dazugeben und gut verkneten.
Kleine Teigkügelchen formen.



Karamellsauce
Für das Karamell:
180 g Zucker
50 g Butter
200 g Sahne
---------

Für das Karamell braucht es etwas Geduld: Den Zucker mit 3 El Wasser aufkochen bis er goldbraun karamellisiert ist. 
Die Butter und die Sahne in das restliche Karamell einrühren und bei schwacher Hitze köcheln bis das Karamell gelöst ist und die Sauce dickflüssig wird.
Abkühlen lassen. (Für die Eiscreme sollte die Karamellsauce komplett ausgekühlt sein.)


Cookie Dough Icecream
400 g Sahne
200 ml Vollmilch
200 g Naturjoghurt
100 g Zucker
Cookie Dough
Karamellsauce
70 g Chocolate Chips

Sahne steif schlagen. 
Joghurt, 3 El Karamellsauce und Zucker unterrühren.
Milch unterrühren.
Für knapp 1 1/2 Stunden in die Eismaschine geben.
Die Teigkugeln, Chocolate Chips und die restliche Karamellsauce unterrühren.
In einen verschließbaren Behälter geben und in den Gefrierschrank stellen. ( Am besten über Nacht).
Ca. 10 Min vor Verzehr aus dem Gefrierschrank nehmen.

Wer keine Eismaschine hat: Die Eismasse in einen verschließbaren Behälter geben und für 3-5 Stunden in den Gefrierschrank stellen.
Zwischendurch immer wieder kräftig durchrühren.
Teigkügelchen, Chocolate Chips und restliche Karamellsauce unterrühren und über Nacht in den Gefrierer stellen.


Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille


Samstag, 16. März 2019

Cookie Dough



We are in Love with Cookie Dough.
Als wir Anfang des Jahres in New York waren, konnten auch wir uns nicht diesem Trend entziehen. Und was soll ich sagen??? Schon nach der erstem Kugel hat es uns erwischt!
Aber ich muss schon sagen, dass die Preise für diese Leckerei schon fast unverschämt waren. So zahlten wir für eine kleine Kugel mit einem (!) Topping 5 Dollar. Für jedes weitere Topping musste mehr gezahlt werden.

Schon als wir schmatzend und genussvoll im Bryant Park unseren Cookie Dough aßen, wuchs in mir die Idee, dass zu Hause auszuprobieren.
Und nachdem letzte Woche das Fernweh und das große 'Wir-vermissen-New York-soooo-sehr'-Gefühl zu groß wurde, stellte ich mich in die Küche und legte los. 






Schnell entstand das Gefühl von Kindheitserinnerungen in der Küche, denn kaum war der Teig fertig (dazu braucht es keine 5 Minuten), kamen meine Lieben aus allen Ecken gekrochen. 
Ich hatte noch gar nicht die Toppings vorbereitet, da war schon ein Großteil des Teiges verschwunden. Zusammen mit netten Gesprächen und einem großen Glas Milch wurde, während ich noch die Karamellsauce kochte, immer wieder vom Teig genascht.
Solche Momente liebe ich einfach!




Cookie Dough

250 g Mehl
150 g weiche Butter
75 g braunen Zucker
75 g weißen Zucker
1 Prise Salz
1/2  El Vanillezucker
75 ml Milch

Mehl, Butter, Zucker, Salz und Vanillezucker zügig zu einem glatten Teig verkneten. 
Die Milch dazugeben und gut verkneten.

Hinweis: Wer lieber seinen Cookie Dough wie in New York superknatschig mag, verwendet nur 180 g Mehl.
Wir mögen den Teig lieber etwas fester.

Wer seinen Teig etwas schokoladiger mag, knetet noch einen Eßlöffel Backkakao unter den Teig.

Zum Cookie Dough werden verschieden Toppings gerreicht wie z.B. Schokoladensauce, Kakaonibs, Schokoladendrops, Streusel, Marshmallow, Nüsse, Karamellsauce, geschlagene Sahne, Karamellsauce, Obst,......
We are in Love with Karamellsauce und karamellisierten Mandeln.







Karamellsauce //
Karamellisierte Mandeln

Für das Karamell:
180 g Zucker
50 g Butter
200 g Sahne
---------
80 g gehackte Mandeln

Für das Karamell braucht es etwas Geduld: Den Zucker mit 3 El Wasser aufkochen bis er goldbraun karamellisiert ist. 

Nun bitte vorsichtig 4-5 El von dem Karamell abnehmen und in einen kleinen Topf geben. Die Mandeln gut unterrühren und den Topf noch einmal kurz auf die heiße Herdplatte stellen. Gut rühren bis die Mandeln etwas Farbe angenommen haben.

Die Butter und die Sahne in das restliche Karamell einrühren und bei schwacher Hitze köcheln bis das Karamell gelöst ist und die Sauce dickflüssig wird.




Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille


Sonntag, 10. März 2019

Tarte aux Truffes // Rezension "Provenzalischer Genuss" von Sophie Bonnet

*Werbung / Rezension

Geht es Euch auch so? Kaum taucht der März auf dem Kalenderblatt auf, erwacht in mir das Fernweh. Am liebsten würde ich dann sofort meine Koffer packen und nach Italien oder Südfrankreich fahren. Zu meinen beiden Herzensorte.
Da das aber nicht so einfach geht, bleibe ich hier und träume mich durch verschieden Kochbücher und Romane und reise mit meinen Gedanken durch die schönsten Landschaften.
Eine große Hilfe beim gedanklichen Verreisen war mir dabei dieses Buch, das ich Euch heute vorstellen möchte:

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Autorin: Sophie Bonnet
  • Verlag: Südwest Verlag; Auflage: 3 (14. Mai 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3517096369
  • ISBN-13: 978-3517096360

Klappentext des Buches: Die Lieblingsrezepte des Ermittlers Pierre Durand - Wo liegt denn eigentlich Sainte-Valérie? Diese Frage erhält Sophie Bonnet, Bestsellerautorin vieler Provence-Krimis, ebenso häufig wie die Bitte, endlich einmal ein Kochbuch zu schreiben, denn die kulinarische Welt Südfrankreichs ist auch immer fester Bestandteil ihrer Bücher. Hier kommt nun die passende kulinarische Reise durch die vielfältigen Landschaften der Provence: Jedes Kapitel korrespondiert mit einem Schauplatz der fünf Krimibände um Ermittler Pierre Durand und wird mit atmosphärischen Bildern und kleinen Anekdoten über die Region und deren kulinarischen Besonderheiten zum Hochgenuss. Mit einer Beschreibung der Spezialitäten, Informationen über landestypische Produkte und einer Auswahl an 75 köstlichen Rezepten, die einfach nachzukochen sind und für einen gelungenen Abend sorgen. Das Buch ist eine Einladung zum Entspannen, Genießen, Ausprobieren oder einfach nur zum Schmökern.


Meine Meinung zu dem Buch: Sophie Bonnet sieht dieses Buch als Einladung zum Entspannen, Genießen, Ausprobieren oder einfach nur zum Betrachten. 
Diese Einladung nehme ich immer wieder gerne an, denn dieses Buch hielt ich schon sehr oft in meinen Händen, seit es bei uns eingezogen ist. 

Durch seine viele und wunderschöne Bilder schaut der Leser gerne in dieses Buch. Um einfach nur zu träumen oder sein Fernweh zu stillen. 
Die Bilder machen Lust auf Frankreich und auf die verschiedenen Regionen, auf die Menschen, die dort leben und vor allem aber macht dieses Buch Appetit auf die französische Küche.
75 Rezepte laden dazu ein die französische Küche auszuprobieren und ein Stück weit nach Hause zu holen.

Die Tarte aux Truffes ist nicht mein erstes Rezept aus Sophie Bonnets Buch. Bereits das Coq au vin, Légumes Farcies (gefülltes Gemües), Aioli, Fougasse und die Soupe au Pistou fanden hier neue Liebhaber. 
Die Rezepte sind einfach verständlich und gut durchzuführen. Sie sind gelingsicher und machen einfach nur Spaß.
Zu den Rezepten laden kleine Anekdoten ein, die ich persönlich immer sehr nett in einem Kochbuch finde.

Sophie Bonnet stellt 5 verschiedene Regionen vor, die in ihren Provence-Krimis als Schauplatz dienen. 
Wer noch nicht in der Provence war, bekommt durch dieses Buch wunderschöne Einblicke und sieht diese Buch vielleicht doch als Einladung an.

Ein herrliches und köstliches Buch - Viva la Vida.



Tarte aux Truffes

Für den Teig:
100 g kalte Butter
80 g Puderzucker
eine Prise Salz
Mark von einer Vanilleschote
1 Ei
200 g Mehl 
(+ etwas Mehl für die Arbeitsfläche)
Getrocknete Erbsen zum Blindbacken

Für das Karamell:
180 g Zucker
50 g Butter
200 g Sahne
 Orangenabrieb von 1 Bio-Orange

Für die Schokoladencreme:
50 g Butter
300 g Zartbitterschokolade
 200 g Sahne
Backkakao

Für den Teig die Butter in kleine Stückchen schneiden und zusammen mit Puderzucker und einer Prise Salz mit den Knethaken des Handrührgerätes cremig verrühren. Das Mark der Vanilleschote und das Ei dazugeben und weiterrühren.
Das Mehl hineinsieben und alles mit den Händen kneten bis ein glatter Teig entsteht. Gegebenfalls etwas Milch oder Mehl hinzufügen. 
(den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und im Kühlschrank 1 Stunde ruhen lassen.
Diesen Schritt habe ich aus gelassen.)

Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in eine gefettete Tarteform legen, dabei den Rand verstärken.
Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen, mit Backpapier abdecken und die Erbsen darauf geben.
Auf mittlerer Schiene ca. 20 Minuten backen, herausnehmen, die Erbsen samt dem Backpapier entfernen und den Boden bei ausgeschaltetem Ofen noch einmal 10 Minuten ausbacken.

Für das Karamell braucht es etwas Geduld: Den Zucker mit 3 El Wasser aufkochen bis er goldbraun karamellisiert ist. 
Die Butter, Orangenabrieb und Sahne einrühren und bei schwacher Hitze köcheln bis das Karamell gelöst ist und die Sauce dickflüssig wird.
Das Karamell auf dem Tarteboden verteilen und fest werden lassen.

Die Schokolade hacken und mit der Butter, Zucker, einer Prise Salz und der Sahne in einem Topf bei niedriger Temperatur schmelzen. Dabei kräftig rühren.
Die Masse auf dem Tarteboden verteilen und 1 Stunde zugedeckt kalt stellen, dann mit Backkakao bestäuben und noch einmal für eine Stunde kalt stellen. 



Bon Appétit é
Salut... Eure mellimille


* Lieben Dank an den Südwest Verlag und Random House, die mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben.