Samstag, 27. März 2021

Eierlikörkuchen : Osterei-Überraschungskuchen

 


...die Zeit rennt und nächste Woche ist schon Ostern!
Wie auch im vergangenen Jahr werden wir das Osterfest nicht in Italien verbringen, sondern machen es uns Zuhause gemütlich: lecker Osterfrühstück geniessen, spazieren gehen bei hoffentlich schönem Wetter, Oster-Kaffee-trinken, Serien-Marathon, Monopoly spielen und was uns sonst noch so Schönes in den Sinn kommt.
Neben Osterlämmchen und Hefezopf darf bei uns noch eins nicht auf der Osterkaffeetafel fehlen: der Osterei-Kuchen!
Mit dieser Backform hat meine Mutter schon damals jedes Jahr zu Ostern gebacken und somit meinen Bruder und mich ins Staunen gebracht. Jedes Jahr war das Ei mit etwas anderem gefüllt. Mal mit einer Buttercreme oder mit Marmelade oder Schokocreme. 
Dieses Jahr werde ich den Osterei-Kuchen in einen Überraschungskuchen verwandeln und ihn mit Schokoladeneiern und Osterhasen füllen. Außerdem bekommt er einen total fancy Metallic-Look verpasst. Ich bin jetzt schon ganz gespannt auf die Gesichter meiner Mädels.... Als Kuchenbasis nehme ich das Rezept von einem Eierlikörkuchen, damit mein Mann und ich *hicks* auch was von dem Kuchen haben. 
Natürlich eignet sich auch jeder andere Rührteigkuchen für das Überraschungsei bzw. kann der Eierlikörkuchen auch in einer Kasten- oder Gugelhupfform gebacken werden.

Tipp: wer keine Osterei-Backform hat, vedoppelt das Rezept und backt zwei Gugelhupfe, die dann aufeinandergesetzt ein Ei ergeben.



EIERLIKÖRKUCHEN:
OSTEREI - 
ÜBERRASCHUNGSKUCHEN
(zum Beispiel für die Gugelhupfform 22cm)

180 g Mehl
70 g Speisestärke
3 Tl Backpulver
250 g Zucker
250 ml Speiseöl
250 ml Eierlikör
5 Eier, Gr. M
..........
etwas Butter und Semmelbrösel 
(zum Einfetten der Form)
.......
Puderzucker
Wasser
......
Metallic-Kuchenglasur
Zuckerstreusel
Süßigkeiten

Kuchenform fetten und mit Semmelbrösel ausstreuen.
Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
Mehl, Speisestärke, Backpulver und Zucker in einer Schüssel mischen. Übrige Zutaten hinzufügen und mit dem Handrührgerät schaumig schlagen.
Den Teig in die Form füllen und auf den Rost im Backofen schieben. Ca. 60 Minuten backen.
Kuchen aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und erkalten lassen.

Osterei längs halbieren und mit einem Esslöfel in beiden Hälften etwas aushöhlen.
Eine Hälfte randvoll mit Süßigkeiten füllen.
Aus etwas Puderzucker und etwas Wasser einen dicken Guss anrühren und mit dem Guss die beiden Ostereihälften zusammenkleben. Zur Hilfe eventuell Holzspieße zur Fixierung reinstecken.
Wenn der Guss erhärtet ist und die Hälften zusammenkleben, wird der Metallic-Kuchenguss angerührt. Das Ei damit bestreichen und dekorieren.


Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille


Samstag, 20. März 2021

Hefekranz mit Blood Orange Curd


Liebt ihr es auch, sonntags früh aufzustehen und für den Frühstückstisch einen frischen Hefezopf oder Brioche zu backen? Es ist für mich wie eine kleine Meditation: im Haus ist es noch ruhig, nur die Kaffeemaschine gluckert vor sich her, die Sonne strahlt, durch das gekippte Fenster hört man die Vögel zwitschern und ich knete dabei den Hefeteig. 
Früher hatte ich soviel Respekt vor der Herstellung eines Hefeteigs, aber inzwischen liebe ich es. Und es kann nicht viel dabei schief gehen. Meine Hefeteig-Sammlung wächst von mal zu mal, denn so viele tolle Rezepte mit Hefe wollen noch von mir entdeckt werden.Wie zum Beispiel dieses neue Rezept für den weltbesten Hefezopf von meiner Kollegin: den Hefeteig kann man als Hefezopf, -kranz oder als -brötchen backen. Entweder pur oder auch mit Rosinen und einem Guss oder auch mit Schokotröpchen.
Bei uns gab es dazu dieses fruchtig leckere Blutorangen Curd....
Das wäre doch auch etwas für den Ostertisch, oder?!



Blood Orange Curd
4 kleine Blutorangen
1 Bio-Zitrone
5 frische Eier, Gr. M
140 g Zucker
1 Tl Vanillezucker
130 g Butter

Die Orangen und die Zitrone halbieren und auspressen (ca. 150 ml Saft) und durch ein feines Sieb geben.
Eier in einer Schüssel aufschlagen und gut mit dem Zucker verquirlen.
Den Saft aufkochen und von der Herdplatte nehmen.
Den Zucker und die Eier unter Rühren langsam (!) zu dem Saft geben. 
Den Topf erneut auf die Kochplatte stellen und unter stetigen Rühren zu einer dicken Creme stocken lassen (Nicht mehr aufkochen!).
Die Creme etwas abkühlen lassen und nun die kalte Butter in kleinen Stücken unterrühren.



Hefekranz
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
250 g Milch
3 El Zucker
1 Tl Vanillezucker
1/2 Tl geriebene Zitronenschale
1 Ei
1 Prise Salz
100 g weiche Butter
etwas Hagelzucker

Milch lauwarm erwärmen. Hefe und Zucker in der Milch auflösen.
Anschließend alle Zutaten in einer großen Schüssel vermischen und ca. 5 Minuten kneten.
Den abgedeckten Teig an einem warmen Ort für eine Stunde gehen lassen.
Danach den Hefeteig erneut kurz kneten.
Nun den Teig entweder zu Brötchen, Hefezopf oder Hefekranz formen.

Für meinen Hefekranz habe ich eine Silikonform benutzt. Bevor ich den Teig in die Form gegeben habe, habe ich etwas Hagelzucker hinein gestreut.
Den Backofen nun auf 180°C Umluft vorheizen und den Teig erneut 10 Minuten gehen lassen.
20-25 Minuten goldbraun backen.



Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille

Samstag, 13. März 2021

Pistazien-Orangen-Kuchen (ohne Mehl und Milch) // Rezension: "Casablanca" von Nargisse Benkabbou

* Buchempfehlung/Werbung


Wer mich schon etwas länger kennt, weiß, dass ich ein absoluter Pistazienliebhaber bin.
Ist etwas grün und beinhaltet Pistazien, dann gehört es, ohne lange zu überlegen, mir. 
Pistazieneis, Pistazienpesto, Pistazienaufstrich, gefüllte Hörnchen mit Pistazien zum Frühstück, Kaffee mit Pistaziencreme verfeinert, Pistazienmousse..... ich könnte ewig so weiter schwärmen.
Seit heute gibt es einen neuen Liebling in unserem Haus: Marokkanischer Pistazien-Orangen-Kuchen, der ganz ohne Mehl und Milch auskommt und so unheimlich leicht und fluffig ist. Ungefähr wie kleine Pistazienwölkchen auf der Zunge... einfach zu lecker!
Und dieses tolle Rezept haben wir Nargisse Benkabbou zu verdanken aus ihrem Buch "Casablanca":

  • Autor*in: Nargisse Benkabbou
  • Herausgeber : Südwest Verlag (17. September 2018)
  • Sprache : Deutsch
  • Gebundene Ausgabe : 224 Seiten
  • ISBN-10 : 9783517097336
  • ISBN-13 : 978-3517097336
  • Originaltitel : Casablanca

Inhalt des Buches: 
Marokko ist eines der Top-Reiseziele der Welt und gleichzeitig ein Eldorado für Genießer. Vor allem in Casablanca, der größten Stadt des Landes, verschmilzt die Küche der Berber und Araber mit europäischen und schwarzafrikanischen Einflüssen zu unglaublich vielseitigen und aufregenden Gerichten. 
Die Köchin Nargisse Benkabbou verbindet den authentischen marokkanischen Geist mit dem Zeitgenössischen, um einfach umzusetzende Rezepte für den Alltag zu schaffen. Ihr Buch enthält 100 Rezepte von Artischocken-Tajine über Pfirsich-Rindfleisch-Eintopf mit Ras-El-Hanout bis hin zu Schokoladenpudding mit marokkanischem Minztee versetzt.


Meine Meinung über das Buch:
Ein wundervolles Buch! Traditionell, aber trotzdem modern.
Zu jedem Rezept gibt ein Bild und eine kleine Anekdote zu dem Gericht bzw. was Nargisse Benkabbou damit verbindet.
Die Bilder gefallen mir besonders gut. Sie sind sehr schön, klar, hell und nicht überstylt, was ich als sehr angenehm empfinde. Das Essen und das Zubereiten der Gerichte ist eindeutig im Mittelpunkt der Fotografien.
Aufgeteilt ist das Buch in folgende Kapitel: Einleitung und Grundrezepte (eingelegte Zitronen, Harissa, Ras el Hanout), Vorspeisen, Gemüse, Fleisch, Geflügel, Fisch, Brot, Süßes und einem alphabetischen Register.
Die Rezepte sind gut verständlich geschrieben und wirklich gut umsetzbar. 
Der Leser findet viele landestypische Klassiker, aber auch Gerichte, die von Nargisse Benkabbou modernisiert wurde bzw. von ihr eine marokkanische Note erhalten haben.
Rezepte wie zum Beispiel Shakshuka mit Kefta und Linsen, verschiedene Varianten von Tajine, Suppen, Salate, Harissa-Zitronen-Hühnchen, Buttermilch-Hühnchen-Kebabs, Casablanca-Couscous, Frühstückseier nach Berber Art und rauchiges Zaalouk, warten darauf entdeckt zu werden.
Alle Zutaten für die Rezepte sind gut erhältlich und verlangen kein stundenlanges Suchen in verschiedenen Geschäften.

Ein gelungenes modernes Buch über authentische Rezepte aus Marokko.



Pistazien-Orangen-Kuchen
von Nargisse Benkabbou

250 g Pistazienkerne (geröstet, ungesalzen)
4 Eier, Grösse L
100 ml Olivenöl
3 El Orangensaft
 1 El Vanilleextrakt
150 g Zucker
100 g gemahlene Mandeln
geriebene Orangenschale von einer Bio-Orange
1 Prise Salz
1 Tl Backpulver

Den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen.
Eine Kastenform oder andere flache Kuchenform (1 Liter Inhalt) leicht einölen und mit Backpapier auslegen.
Pistazien im Mixer fein mahlen.
Ei trennen. Eigelbe, Olivenöl, Orangensaft und Vanilleextrakt in einer Schüssel glatt rühren.
Gemahlene Mandeln und Pistazien, Zucker, Orangenschale, Salz, und Backpulver dazu geben und zu einem glatten Teig verrühren.
Das Eiweiß in einer Schüssel mit dem Handrührgerät steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.
Den Teig in die Form geben un im Backofen für 35-45 Minuten (je nach Kuchenform) goldbraun backen, evt. mit einem Holzstäbchen testen.
Den Kuchen ca. 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen, in Scheiben schneiden und lauwarm oder kalt servieren. 
Evtl. mit etwas Puderzucker bestäuben.


Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille

Sonntag, 7. März 2021

Älpler One Pot



Vor einigen Jahren besuchten wir unsere Bekannten in der Schweiz. Gemeinsam saßen wir im schönsten Sonnenschein auf einer Almhütte und ließen uns Älplermagronen schmecken. 
Älplermagronen ist ein Gericht, das aus dem schweizerischen Alpengebiet stammt und besteht aus Nudeln, Kartoffeln, Sahne, Käse und Zwiebeln. 
Der Name setzt sich zusammen aus Älpler als Bezeichnung für  die Alpen und Magronen, hergeleitet von dem italienischen Wort Maccheroni.
Sowas Feines, sag ich Euch! 
Und das es gar nicht lange braucht, bis man sich zum Schweizer-Soulfood-Himmel gekocht hat, zeigt diese einfache One Pot Variante....



Älpler One Pot
300 g kurze Macceroni
200 g festkochende Kartoffeln 
(in ca. 1 cm grosse Würfel)
1 Apfel (in Würfel)
150 g Schinkenspeckwürfel
1 Bund Frühlingszwiebeln
200 ml Sahne
600 ml Gemüsebrühe
...................
100 g Appenzeller, gerieben
100 ml Sahne
30 g Röstzwiebeln
Salz, Pfeffer

Alle Zutaten in einen großen Topf geben, mischen und aufkochen.
Offen unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze ca. 8-10 Minuten köcheln, bis die Nudeln al dente sind.
Den geriebenen Käse und 100 ml Sahne daruntermischen, würzen und die Röstzwiebeln darauf verteilen.



Lasst es Euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille