Mittwoch, 3. Juni 2015

#Ich backs mir: Tomaten-Flammkuchen und Kartoffel-Flammkuchen mit mediterraner Frischkäsecreme


Hallo meine Lieben... Here comes the sun! Endlich ist es soweit. Auch ich, die nicht wirklich all zu warme Temperaturen leiden kann, freut sich über die Sonne und über den Moment, wenn ich das erste Mal im Jahr in meine dreiviertel Hose steigen darf. (So heute geschehen.) Ich liebe auch die herrlich lauen Sommerabende auf der Terrasse. Mit einem kühlen Drink und was Leckerem zu futtern. Deswegen gibt es bei uns im Sommer des öfteren Pizza, Quiche oder Flammkuchen mit einem knackigen Salat dazu. Schnell gemacht und mehr braucht es nicht um glücklich zu sein.

 
So habe ich mich ganz dolle gefreut als Clara alias der "Tastesheriff" das aktuelle "#ICHBACKSMIR"-Thema bekannt gab: diesmal dreht sich alles um den Flammkuchen und weil es sooooo viele verschiedene Varianten gibt und ich mich nur schwer entscheiden kann, habe ich gleich zwei gebacken. Beide mediterran angetoucht, aber doch komplett verschieden im Geschmack.
Welcher wäre denn Euer Favorit?
 
 
Tomaten-Flammkuchen
 
Für den Teig:
ein Würfel Hefe
800 g Mehl und Mehl zum Arbeiten
2 Tl Salz, 2 Prisen Zucker
6 El Olivenöl
 
Für den Belag:
300 g Schmand
3 rote Zwiebeln
4-6 Tomaten
150 g schwarze Oliven
200 g Schafskäse
Pfeffer, Salz,
 2 Zweige Rosmarin

Hefe zerbröckeln und in 400 ml lauwarmen Wasser auflösen. Mit Mehl, Salz, Zucker, und Öl verkneten. Teig an einem warmen Ort ca. 1 Stunde ruhen lassen.
Backofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig nochmals durchkneten und teilen. Die andere Hälfte wird für den Kartoffel-Flammkuchen verwendet.
Den Rosmarin von den Zweigen streifen und fein hacken. Rosmarin unter die Teighälfte kneten. Den Teig auf einer bemehlten Fläche dünn zu 4 Kreisen ausrollen. Teigstücke auf Backpapier legen und mit Schmand bestreichen, mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebel schälen und in dünne Ringe schneiden. Tomaten waschen und in Scheiben schneiden. Flammkuchen mit den Zwiebeln, Oliven und Tomaten belegen. Schafskäse darüber bröckeln. Das heiße Blech aus dem Ofen nehmen und den Flammkuchen portionsweise mithilfe des Backpapiers vorsichtig darauf ziehen und im Ofen auf unterster Schiene 10-15 Minuten backen.
 

Das raffinierte am mediterranen Kartoffel-Flammkuchen ist die Frischkäsecreme unter der Kartoffel-Käse-Haube. Der Frischkäse wird mit getrockneten Tomaten, Basilikum und gerösteten Pinienkernen verfeinert und schmeckt auch hervorragend zu frischem Baguette, Focaccia oder Laugengebäck.


Mediterrane Frichkäsecreme

200 g Frischkäse
ca. 8 getrocknete Tomaten
50 g Pinienkerne
eine Handvoll Basilikumblätter
Salz, Pfeffer
 
Die getrockneten Tomaten in eine Schüssel geben und mit heißem Wasser übergießen. 15 Minuten einweichen lassen und dann in sehr feine und kleine Stückchen schneiden. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Basilikum waschen, trocken tupfen und ebenfalls in feine Streifen schneiden. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und miteinander verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Mediterraner Kartoffel-Flammkuchen

Die Hälfte vom Teig (siehe oben)
mediterrane Frischkäsecreme
2-3 Kartoffeln
150 g geriebener Emmentaler
150 g Nordseekrabben
 
Kartoffeln waschen und mit einem Hobel in dünne Scheiben raspeln. Den Teig auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen und auf Backpapier legen. Mit Frischkäse-Mix bestreichen. Kartoffelscheiben darauf verteilen und alles mit dem geriebenen Käse bestreuen.
Den Backofen mit Backblech auf 230 °C Umluft vorheizen.
Das heiße Backblech aus dem Ofen nehmen und den Flammkuchen mithilfe des Backpapiers darauf ziehen. Flammkuchen auf unterster Schiene 10-15 Minuten backen. Flammkuchen zum Servieren mit den Nordseekrabben bestreuen.
 

So starten wir doch gerne und lecker ins lange Wochenende, oder?!
Salut... Eure mellimille

Samstag, 30. Mai 2015

Die Hessen-Crew: Unser Herz schlägt für Hessen oder was passiert, wenn man 3 Hessinnen in einer Küche los lässt... Hessischer Erdbeer-Caipi, Apfeltiramisu und Apfelwein-Käse-Tarte




Endlich war es soweit: am Pfingstsonntag trafen sich die 3 Mädels von der Hessen-Crew, um sich ihrer Leidenschaft und Liebe zu dem schönsten Bundesland Deutschlands hinzugeben. Die Hessen-Crew, bestehend aus Andrea vom Blog "Zimtkeks und Apfeltarte", Julia von "Das Hessenmädel" und mir, war schon Tage vorher mit Rezepte raussuchen und planen beschäftigt und mit einer ordentlichen Portion Vorfreude versehen. Als wir uns dann endlich bei Andrea zu Hause gegenüber standen (Andrea hatte ich schon letztes Jahr kennen lernen dürfen), war es so als würden wir uns schon ewig kennen. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit ordentlich viel Gebabbel, ging es dann in der Küche ans Werk.


Aus unserer Liebe zu Appelwoi, Handkäs und Frankfurter Grüne Soße heraus, entstanden neue Inspirationen und Geschmacksexplosionen, die wir dann vereint auf einem Tisch brachten.
Vor lauter Kochen, backen, rühren, probieren und babbeln haben wir ganz die Zeit vergessen und waren überrascht als wir am frühen Abend satt, platt und zufrieden in Andreas Garten saßen.
Und wir drei waren uns einig: Das werden wir wiederholen!


Damit Ihr seht, wie viel Spaß wir hatten und welche tollen Kreationen dabei heraus kamen, kommt jetzt eine reine Flut an Bildern und natürlich die Rezepte, die ich an diesem Tag kochen und backen durfte.
Als Aperitif gab es einen hessischen Erdbeer-Caipi. Das Rezept hatte ich für den Teeny-Geburtstag meiner Tochter gefunden und es war ein echter Erfolg. Da aber Julia, Andrea und ich schon etwas größere 'Meedsche' sind, durfte bei unserem Caipi auch etwas Stöffche mit rein:


Hessischer Erdbeer-Caipi

Für ein großes Glas
(ca. 400 ml ):
eine halbe Limette
3-4 Erdbeeren
3 Tl Rohrzucker
crushed Ice
Rosé Äppler,
alternativ normalen Apfelwein oder Cidre

Die Erdbeeren waschen, putzen und halbieren. Die halbe Limette vierteln und zusammen mit den Erdbeeren und dem Rohrzucker in ein Glas geben. Mit einem Stößel alles zerdrücken. Mit crushed Ice bedecken und schließlich mit dem Rosé Äppler auffüllen. Umrühren - Fertig!
Tip: Mit Limettenscheiben und Erdbeeren dekorieren.


Alkoholfreie Variante:

Für die Alkoholfreie Variante schüttet Ihr einfach mit Ginger Ale auf statt dem Äppler. Es reichen dann allerdings 2 Tl Rohrzucker.


"Das Hessenmädel" verwandelte einen italienischen Klassiker in einen wahren Hessen-Hit, dass Ganze unter der Überschrift "Rom küsst Frankfurt". Das leckere Caprese wurde einfach 'verhessischt' und wird mein persönlicher Terrassenhit des Sommers.


Wer neugierig auf das Rezept vom hessischen Caprese ist, hüpft *hier* schnell mal zu Julia rüber. Und wenn ihr grad bei ihr seid, dann schnappt Euch noch das Rezept für die Schmandflecken. So herzhaft lecker und passend zu einem Schoppe oder gar einem ganzen Bembel voll Äppelwoi.




Andrea backt ja bekannterweise gerne ihr Brot selbst und warum also nicht auch diesem einen hessischen Herzschlag verpassen?! Aber nicht einfach durch die Frankfurter Grüne Soßenkräuter, sondern mit des Hessens liebsten Gesöff: dem Äppler! So gab es ein leckeres hessisches Bauernbrot mit Äppler.

Zwar durften die Original Frankfurter grüne Soße-Kräuter nicht mit ins Brot, aber nur weil ihnen in einem anderen Rezept eine Hauptrolle zugedacht war. Eine phantastische Frankfurter grüne Kräuterbutter. Die Rezepte für Brot und Butter findet ihr bei Andrea. *hier*







Und was wäre ein hessischer Frühling ohne Rhabarber??? Deswegen backte Andrea noch kleine Schmand-Rhabarber-Tartelettes, die frisch aus dem Ofen nur so auf der Zunge zergehen.




Würdet Ihr jetzt auch am liebsten in ein so hübsch daher kommendes Tartlettchen beißen?!
Andrea ist in diesem Fall Euer persönlicher Rezept-Dealer... hüpft mal rüber. *hier*


Das mein Herz für Hessen schlägt habe ich in meiner gebackenen Tarte deutlich gemacht:die Tarte hat nämlich nicht nur ein sichtbares Herz, sondern ein verstecktes Inneres. Ein Herz bestehend aus cremigen Gruyére, Emmentaler und Apfelwein. Und weil so ein hessisches Herzelein auch etwas sensible ist, möchte es gleich nach dem Backen bewundert und verspeist werden. Warm gegessen erinnert die Tarte an das Schweizer Käsefondue, ... aber halt in fester Form....


Hessische Apfelwein-Käse-Tarte

Zutaten:
Für den Teig:
240 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 Prise Zucker
80 ml Öl
80 ml warmes Wasser

Für den Belag:
200 g Gruyère
150 g Emmentaler
200 ml Apfelwein
100 ml Vollmilch
3 Eier 
Salz, Pfeffer, Muskatnuss


Zubereitung:
Für den Teigboden alle Zutaten zusammen geben und in einer Schüssel kräftig durchkneten. Anschließend etwas Mehl auf die Arbeitsfläche geben und den Teig relativ dünn ausrollen. Vorsichtig in eine Backform legen. Dabei sollte ein etwa 2 cm hoher Rand gebildet werden. Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Den Käse grob reiben und mit 150 ml Apfelwein mischen. Das Ganze kurz durchziehen lassen. Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die 3 Eier mit der Vollmilch verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Die Käsemischung auf dem Teigboden geben und anschließend den Guss darüber gießen. Die Tarte nun ca.35-40 Minuten bei Umluft backen. Wenn die Tarte beginnt dunkel zu werden, dann bitte mit Alufolie abdecken.
Aus dem Ofen nehmen. Kurz abkühlen lassen und noch warm geniessen.
Diese Tarte eignet sich nicht zum Kalt essen oder aufwärmen.

(abgeändert nach einem Rezept von den Apfelwein-Freunde.de)




Zum Nachtisch ließen wir 3 Mädels uns es auch noch einmal richtig gut gehen.
Und ihr wißt ja: Was wäre Melli ohne Italien?! Also brachte auch ich ein wenig Italien nach Hessen, mit diesem leckeren Apfeltiramisu.


Hessisches Apfeltiramisu

Zutaten:
500 g Magerquark
250 g Mascarpone
200 g Schlagsahne
1 große Packung Löffelbiskuit
ca. 800 g Apfelkompott
Apfelsaft oder Apfellikör (z.B. von Berentz) oder Calvados
Zimt
1 x Vanillezucker
100 g Zucker

Zubereitung:
Quark und Mascarpone in einer Schüssel mischen. Die Sahne in einem Rührbecher steif schlagen und unter die Quarkmasse heben. Alles mit Vanillezucker und dem Zucker süßen.
In kleine Dessertgläser eine Lage Löffelbiskuits auslegen (ca. 2 Stück pro Glas) und mit  ca. 1 El Apfellikör beträufeln. Als alkoholfreie Variante den Apfelsaft benutzen. Anschließend eine Schicht Apfelkompott auf die Biskuitschicht geben. Dann mit der Cremeschicht auffüllen.
Das Apfeltiramisu für ca. 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen und vor dem Servieren mit Zimt bestreuen.


Es war mir eine große Freude und ich hoffe, dass sich die Hessen-Crew bald wiedersieht und das wiederholt! Es war eine Mordsgaudi.....
Alles liebe und Salut... Eure mellimille


Mittwoch, 27. Mai 2015

Spargelzeit = Kinder-Meckerzeit?! Nicht mit dieser Spargel-Krabben-Tarte!


Soll ich Euch mal etwas Schlaues verraten??? In 26 Tagen ist Sommeranfang! Man mag es kaum glauben bei der momentanen Wetterlage, aber ja, so ist es. Für mich fühlt es sich so an, wie hätte der Frühling erst angefangen und bräuchte noch etwas um in Schwung zu kommen. Aber all das Meckern nützt uns nüscht... machen wir das Beste daraus und geniessen weiterhin Unser-Aller-Lieblings-Frühlings-Gemüse: den Spargel.


Zum Leidwesen meiner Kinder, die diesem Frühlingsgaumenschmaus so überhaupt nichts abgewinnen können.Meinen Mädels wächst der Spargel schon so langsam aus den Ohren und inzwischen können sie meinen Standardsatz schon auswendig mitsprechen ("Die Spargelzeit ist nur so kurz! Wir müssen das ausnutzen!"). Doch haben sie keine andere Wahl. Sie müssen da durch... Damit sie aber Spargel auch einmal von einer anderen Seite kennenlernen, habe ich ihn statt mit heller Sauce und Schinken diesmal in einer Tarte "versteckt". Und ich staunte nicht schlecht als es am Essentisch hieß " Warum nicht gleich so? Spargel kann ja tatsächlich auch lecker sein. Wann gibts wieder Spargel, Mama?" 


Spargel-Krabben-Tarte

Zutaten:
1 x fertiger Blätterteig
500 g weißer Spargel 
500 g grüner Spargel 
100 g Kirschtomaten 
1  Knoblauchzehen 
2 EL Olivenöl 
150 g geriebenen Gratinkäse
200 g Nordseekrabben 
(geschält/gekocht/verzehrfertig)
3  Eier 
200 g Schmand
Salz 
Pfeffer aus der Mühle
Muskat frisch gerieben


Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den weißen Spargel schälen. Den grünen Spargel waschen, die harten Enden abschneiden und beide Spargelsorten in etwa 3 cm große Stücke schneiden. Die Tomaten waschen und trocken tupfen. Den Knoblauch abziehen und fein hacken.

In einem Topf das Öl erhitzen und den Knoblauch glasig schwitzen. Spargel zugeben und für ca. 5-7 Minuten dünsten. Vom Herd ziehen und kurz abkühlen lassen. Die Eier mit dem Schmand verrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und unter den Spargel mischen. Die Tomaten, die Krabben und den Käse ebenfalls unterheben. Den Blätterteig in einer mit Backpapier ausgekleidete Springform auslegen. Den Teigrand dabei überlappen lassen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und die Spargelmasse darauf verteilen. Den Teigrand darüber klappen und im vorgeheizten Ofen ca. 35 Minuten backen.


Wie schaut es bei Euch mit dem Spargel aus? Liebt Ihr ihn genauso wie ich? Und Eure Kiddies? 
Salut... Eure mellimille



Montag, 25. Mai 2015

Erdbeeren-Rhabarbersirup


Hallo, meine Lieben! Heute darf ich Euch wieder einmal einen wahren kleinen Schatz vorstellen:
Kennt ihr auch noch Lisa, Britta und Inga? Lasse, Bosse, Ole und Kerstin? Es sind die Kinder aus Bullerbü. Dieses Buch habe ich damals als Kind verschlungen und wie oft wünschte ich mir mit Lisa zusammen zum Krämer ins Dorf laufen zu dürfen oder mit Britta und Inga über das Dosen-Strippen-Telefon zu plaudern; einmal Weihnachten in Bullerbü zu feiern und zusammen Hand-In-Hand um den Tannenbaum zu tanzen oder im Heuschuppen zu übernachten. "Die Kinder aus Bullerbü" sind und bleiben einfach mein persönlicher Kinderbuchklassiker. 
Nun durfte ich "Leben und Kochen wie in Bullerbü" rezensieren, aber lest selbst:




  • Gebundene Ausgabe: 184 Seiten
  • Verlag: Kailash (26. Mai 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342463090X
  • ISBN-13: 978-3424630909
  • Autoren: Sarah Schocke - Lotte Reinhardt

Der Verlag über das Buch:  Nordische Ideen und Rezepte vom Lande
Schon seit der Kindheit steht Bullerbü für einen Sehnsuchtsort: behagliche Stuben, verwunschene Gärten, Beeren sammeln, Marmelade kochen, Socken stricken, Blumenkränze winden. Ein Ort, an dem man immer verweilen möchte, weil er nach Zimtschnecken und frischem Gras duftet und Geborgenheit schenkt; wo Tradition, Menschen und Natur im Einklang miteinander sind. Die beiden Autorinnen entführen uns in diese Welt und teilen ihre »skandinavischen Glücksgeheimnisse«. Ein wunderbares Buch voller kreativer Ideen – mit Rezepten für Körper und Seele, um sich ein Stück Bullerbü nach Hause zu holen.



Mein Fazit zu diesem Buch:  Ein wenig überrascht schaute ich mir dieses kleine rote Büchlein in meiner Hand an, war es doch kleiner als ich es erwartet hatte. Doch die Aufmachung gefiel mir sehr gut, erinnerte der Buchumschlag von der Optik an die typischen Schwedenhäuser und die abgebildeten Bilder ließen einen gedanklich nach Schweden reisen. 
Beim ersten Aufklappen erwartete mich gleich eine gemalte Blumenwiese, die ebenfalls an Schweden erinnern ließ. 
Nach einem Vorwort ist das Buch in die Kapitel Frühling, Sommer, Herbst und Winter aufgeteilt. Jedes Kapitel beginnt mit einer Kurzsequenz aus dem Kinderbuchklassiker "Die Kinder aus Bullerbü" von Astrid Lindgren. Auch im weiteren Buchverlauf findet der Leser immer wieder Textstellen aus dem Lindgrenklassiker. Anschließend wird berichtet und erzählt von den verschiedenen Gepflogenheiten, die jede Jahreszeit mit sich bringt. Sei es die tiefe Liebe zur Natur im Frühling, Wildkräuter sammeln im Sommer, Draussen sein bei Wind und Wetter im Herbst und natürlich die herrliche Weihnachtszeit im Winter. Das Buch schreibt aber nicht nur über die verschiedenen Jahreszeiten in Schweden, sondern findet der Leser auch einige typischen Rituale und Traditionen über die Norweger und Dänen, dazu noch gerne typische Sprichworte in der Landessprache wie z.B. "Tag det roligt!" ("Nimm's gelassen!") auf dänisch.
Gespiekt sind die verschiedenen Kapiteln mit einer Anzahl 'Do it yourself'-Ideen und für Schweden typische Rezepte: Stachelbeerkuchen mit Baiser, Zwiebelomelett mit Lachs, Knäckebrot, eingelegter Hering, Holunderblütenschnaps, Getreidebrei mit Kompott, Weihnachtsschinken, Semlor und Braune Kekse sind nur ein paar von den beinhalteten Rezepten. Die Rezepte sind kurz, knapp und klar verständlich geschrieben. Allerdings hat nicht jedes ein passendes Bild dazu, was sehr schade ist, denn die vorhandenen Fotos sind ansprechend und laden zum Kochen ein. Aber es wird bei jedem Rezept beschrieben, wann und für welche Gelegenheit die Schweden diese Speise kochen und verzehren und laden ein in die Welt rund um Bullerbü. 
Dieses Buch ist nicht nur ein reines Koch-/oder Backbuch, sondern vielmehr ein kleines "Kinderbuch" für Erwachsene, dass uns mitnimmt in unsere Kindheit und nach Bullerbü. 

"Schon seit der Kindheit steht Bullerbü für einen Sehnsuchtsort: behagliche Stuben, verwunschene Gärten, Beeren sammeln, Marmelade kochen, Socken stricken, Blumenkränze winden. Ein Ort, an dem man am liebsten immer verweilen möchte, weil er nach Zimtschnecken und frischem Gras duftet und Geborgenheit schenkt; wo Tradition, Menschen und Natur im Einklang miteinander sind. Die beiden Autorinnen entführen uns in diese Welt und teilen ihre »skandinavischen Glücksgeheimnisse«. Ein wunderbares Buch voller kreativer Ideen – mit Rezepten für Körper und Seele, um sich ein Stück Bullerbü nach Hause zu holen.


Aus den rund 33 Rezepten habe ich mich für den Erdbeer-Rhabarbersirup entschieden, weil er so lecker nach Frühling schmeckt und an kalten Tagen wie eine schöne Erinnerung an den Sommer schmeckt. Der Sirup schmeckt herrlich -eiskalt getrunken- mit Mineralwasser, Weißwein oder Prosecco und wundervoll zu Vanillepudding.



Erdbeer-Rhabarbersirup
600 g Erdbeeren
600 g Rhabarber
1200 ml Wasser
 300 g Rohrzucker
 Ausserdem 2 Glasflaschen (á 1 Liter) mit Verschluss
Ergibt ca 1,7 Liter

Die Erdbeeren waschen und den Stiel abzupfen. Rhabarber waschen, Enden abschneiden und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Erdbeeren und Rhabarber in einen Topf geben und das Wasser zugeben. Das Ganze bei mittlerer Hitze aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen. Den Herd ausschalten und den Saft im Topf auskühlen lassen. Den Saft durch ein feines Sieb oder Tuch sieben und wieder in einen Topf geben. Mit dem Zucker kurz aufkochen und so lange köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Eventuell den oben ansammelnden Schaum mit einer Kelle abschöpfen und dann in die heiß ausgekochte, trockene Flasche füllen. 
Zum Servieren den Saft im Verhältnis 1:3 verdünnen. Im Kühlschrank hält sich der Sirup bis zu 2 Monate.


Viel Spaß beim Suchen Eures Kinderbuchklassikers
und 
Salut... Eure mellimille


Vielen Dank an den Kailash-Verlag und die Verlagsgruppe Random House, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Heute kann es regnen, stürmen oder schneien.... oder wie plant man einen Teeny-Geburtstag: zitronige Mini-Amerikaner mit Schokoglasur


Tja, was soll ich Euch sagen? Das war es wohl für mich und für meine tollen und clever ausgetüfftelten Motto-Kindergeburtstage. Diese Erfahrung durfte ich in den letzten Wochen machen, stand doch der erste richtige Teeny-Geburtstag uns bevor. Wenn ich die letzten 13 Jahre gedanklich durch gehe, waren da wirklich tolle Dinge dabei: der erste Geburtstag stand ganz unter dem Thema Winnie Puuh, der 2. Geburtstag war sehr "Nemo" lastig. Der dritte kam daher galoppiert und beim vierten war es gleich ein ganzer Bauernhof. Wir hatten am fünften Geburtstag wilde Piraten im Haus und am sechsten Arielle und ihre Freunde zu Besuch.Waldgeburtstag, Abenteuerland und Rockstarparty. Darauf folgten die Sleepover-Party und "Das perfekte Dinner" und die Nachteulenfete. Und nun???


Es folgt ein Dialog zwischen einer Mutter und ihrer fast dreizehnjährigen Tochter:

"Schatzi, was möchtest du an deinem Geburtstag machen?"
"Weiß Nicht!"
"Wie wäre es denn mit Kino?"
"Öde!"
"Mhm, oder Kletterpark?"
"Kennen doch alle schon!"
" Schatzi, wir können auch eine Schatzsuche machen?!"
"Mama, ich werde 13 Jahre alt!"
(kleinlaut) "Ok!"


Diese Form von Unterhaltung findet in letzter Zeit immer öfter statt,
aber immerhin: Wir reden miteinander :-)
Am Ende unseres Dialogs kam gottseidank der Geistesblitz meines Mannes, der vorschlug eine Art "moderne" Schatzsuche zu veranstalten. "Geocaching" heißt die Lösung, verpackt in eine lustige Story. Anschließend lecker Pizza selber machen, Cocktails schlürfen, Photo Booth und Filme schauen bis die Augen von alleine zu fallen. Halleluja, wir hatten ein Motto... einen Plan gefunden.


Und wer hätte das gedacht, little Teeny-Queeny wünschte sich leckere Mini-Amerikaner mit Smarties (!) zum Geburtstag !!! Yeahhhhh, so ganz ist noch nicht Hopfen und Malz verloren. Meine kleine Große ist eben doch noch eine große Kleine .... Erwachsen wird man schnell genug, oder?!


Zitronige
Mini-Amerikaner


Für den Teig:
100 g weiche Butter
100 g Zucker
1x Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eier
250 g Mehl
2 Tl Backpulver
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
4 El Milch
Abrieb von einer 1 Bio-Zitrone
-----------------------
100 g Vollmilchkuvertüre
100 g Zartbitterkuvertüre
Mini-Smarties

Ofen auf 200 °C Ober-und Unterhitze vorheizen.
Backblech mit Bachpapier auslegen.

Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel schaumig rühren. Eier nacheinander unterrühren.
Mehl, Puddingpulver und Backpulver mischen 
und unter den Teig rühren.
Milch und Zitronenabrieb dazu geben und alles vermischen.
Den Teig mit 2 Esslöffeln als kleine dicke Kreise 
auf dem Bachblech verteilen.
(Tip: Ein schöneres Ergebniss erreicht man, wenn man den Teig in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllt und Kreise auf das Blech spritzt.)
 Dabei genug Abstand zwischen den Teigkreisen lassen,
denn die Amerikaner verlaufen im Ofen. 
Lieber 2 Backbleche nacheinander backen.
Ca. 15 Minuten backen. Kurz abkühlen lassen und 
dann auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen

Kuvertüre schmelzen und die Amerikaner damit bestreichen. Mit den Mini-Smarties bestreuen.

(Abgeändert nach einer Rezeptidee von Zucker, Zimt und Liebe)



Wie der Geburtstag war? Toll!!! Es war für meinen Mann und mich einer der relaxten Geburtstagfeiern, die wir organisieren durften. Etwas Vorarbeit bedurfte es und als dann alle Gäste da waren, organisierten sich die Mädels fast von alleine. Die moderne "Schatzsuche", die davon handelte das Miss Kittys Beautysalon ausgeraubt wurde und Spuren sicher gestellt werden mussten, war der absolute Krachen und zur Belohnung gab es ein Schatzkästchen mit einigen Beautyutensilien wie Lipgloss, Nailtatattoos, Ohrringen und dem passenden Rezept für Erdbeer-Caipi (alkoholfrei)


Als die selbstgemachte Pizza im Ofen war, ging es in den "Fotoautomaten". Dank verschiedener Apps lassen sich wunderschöne Fotos schießen, die wie damals in den 70ern aus den Autumaten kamen. Dazu noch ein paar Photo-Booth-Utensilien und die Girlz konnten loslegen. Das war ein richtiger Spaß.....



Ich bin schon auf die nächsten Feiern gespannt.
Es wird nicht besser, sondern nur anders!
;-)
In diesem Sinne...
Salut... Eure mellimille