Samstag, 13. April 2013

Wer kennt SCHOKOLADINAS???



Wie ich schon einmal erwähnt habe,
kam meine Oma 
aus dem wunderschönen Allgäu.

Sie kochte immer für uns Alle
und das waren immerhin jeden Mittag
fast 8 Leute,
und an Wochenenden 
10 Personen 
und teilweise noch einige mehr.

Wie sollte es anders sein,
war ihr Küche sehr bayrisch 
angehaucht.
Käsespatzen (für uns Kinder Apfelspätzle),
Dampfnudeln, Mehlstampferl,
Krautwickel,Lauchgemüse
und Würstelgulasch.


Insgesamt hatte sie 12 Geschwister,
doch irgendwann verschlug es sie nach Hessen
in den ebenso wunderschönen Taunus.


Immer zur Weihnachtszeit fanden 
viele kleine und größere Päckchen 
von ihren  Schwestern und Brüdern
 aus dem Allgäu 
ihren Weg zu uns.

Abends trafen wir uns allesamt 
in der großen Wohnküche
meiner Großeltern 
und öffneten die Päckchen.

Honig, Gestricktes, Bergkäse, Selbstgebasteltes,
Wurst,Plätzchen und halt 
Schokoladinas
kamen zum Vorschein.

Und da es Schokoladinas bei uns in Hessen nicht gab
und keiner kannte,
waren diese immer unser Highlight!




Als ich sie dann vor ein paar Jahren
auf einem Weihnachtsmarkt in Bayern 
wieder fand,
verschlug es mir die Sprache
und einige Erinnerungstränchen flossen.

So
machte ich mich 
gleich auf Recherchensuche
und fand dabei heraus,
dass es gar nicht so schwer ist
diese Köstlichkeit selbst herzustellen.




Schokoladinas
Zutaten für 1 Backblech bzw. 2 Portionen:


500 g
Palmfett, gehärtetes (kein Soft-Produkt)
500 g
Zucker
250 g
Schokolade (Block-Schokolade)
8
Ei(er)
2 Pck.
Vanillezucker
4 EL
Rum oder 1 Fläschen Rumaroma
20
Oblaten, eckige Größe: 122 x 202 mm

Das Palmin in einem Topf bei geringer Temperatur schmelzen. 
Den Zucker hinzufügen 
und abwechselnd die Eier (leicht verrührt) 
und die Schokolade in größeren Stücken 
und ganz zum Schluss den Rum 
unter ständigem Rühren hinzufügen.

Die Masse etwas abkühlen lassen 
und anschließend sehr dünn und möglichst gleichmäßig auf eine Oblate streichen. Mit einer zweiten Oblate abdecken 
und auf diese Weise etwa 4-6 Stück aufeinander fügen.

Die Oblatenschichten zuerst in Frischhaltefolie und dann in Alufolie möglichst fest einwickeln und mit einem Brett oder dergleichen beschwert kalt stellen.

Tip!: Ich habe ein Bachblech mit einem hohem Rand mit Backpapier ausgelegt
und habe alles wie eine Lasagne hinein geschichtet.
Danach mit Backpapier abgedeckt 
und mit einem Pizzastein beschwert.
Über Nacht,evtl. 2 Nächte kalt stellen.

Am nächsten/übernächsten Tag 
mit einem sehr scharfen Messer,am besten Wellenschliff, 
in Würfel, längliche Stückchen oder Rauten schneiden.






Leicht wehmütige Grüße

und
Salut....Eure mellimille