Sonntag, 10. Mai 2015

Ob Muttertag Ja oder Nein.... egal! Ein Törtchen muss sein: Beeren-Charlotte


Ihr lieben Mütter, Väter, Töchter und Söhne! Wie haltet ihr es denn mit dem heutigen Tag? Dem Muttertag? Ist es für Euch ein Feiertag gleich nach Weihnachten und Ostern? Oder steht ihr dem ganzen eher skeptisch/gelassen gegenüber? Müssen eigentlich am Muttertag immer die Kinder den Frühstückstisch decken? Muß auf den letzten Drücker noch die Blümchen an der Tankstelle geholt werden oder in der Frühe noch ein Gutschein ausgedruckt werden? 


Ich als Mutter sage "Nein". Ich brauche das Alles nicht. Ich brauche auch keinen bestimmten Tag, um von meinen Kindern gesagt zu bekommen, dass sie mich lieben. Das sagen sie mir sowieso jeden Tag auf's Neue und das muss auch nicht immer laut ausgesprochen werden. Es sind diese Kleinigkeiten.... wenn zum Beispiel meine Große mir nach der Arbeit sagt " Mama, setze Dich hin. ICH koche jetzt einen Pott Nudeln." oder wenn meine Kleine mir Gänseblümchen aus unseren Garten pflückt, diese mir entgegen streckt und sagt " Mama, nur für Dich!" ( Die Stängel dabei aber so kurz sind, dass wir sie als Mini-Seerosen in eine kleine Glasschale voll Wasser legen müssen...)
Wenn Beide in ihren Betten liegen und 100 mal "Gute Nacht, Mama!" rufen oder wenn sie neben mir auf der Couch liegen und sich vor lauter Lachen den Bauch halten, weil wir wieder gemeinsam Faxen machen und laut rufen " Mama, du bist echt Eine!" 



Auch meine Mama sieht den Muttertag eher etwas gelassen. Als ich sie diese Woche fragte, ob sie denn am Sonntag zum Kaffee trinken vorbeikommen wolle, antwortete sie nur: " Ich weiß doch auch so, das wir uns lieb haben!" Und Recht hat sie... Wir brauchen keinen bestimmten, uns auferlegten Tag um uns zu sagen, dass wir uns lieb haben oder um zu hören, dass wir geliebt werden. Es ist der Alltag, der uns zeigt wir sehr wir geliebt werden und gibt uns die Chance unseren Liebsten zu zeigen wie sehr wir sie lieben und wie sehr wir ihnen danken... Durch Gesten. Durch Blicke. Durch Kleinigkeiten... und sei es, dass man nur jeden Abend 5 Minuten miteinander telefoniert, um zu fragen wie es dem Anderen so geht und wie sein Tag war.



Nun ist der Muttertag halt eben ein Sonntag (wie jedes Jahr im Mai). Und weil es nun mal jeden Sonntag bei uns Kuchen gibt, wird es auch heute nicht anders sein. Ein leckeres Brombeere-Charlöttchen, dass bestimmt nicht nur am Muttertag schmeckt.....




Beeren-Charlotte
500 g Beeren-Mix (TK)
10 Blatt weiße Gelatine
150 g Mascapone
100 g Naturjoghurt (griechischer)
250 g Schmand
100 g Zucker
Saft von 1 Zitrone
300 g Schlagsahne
16 Löffelbiskuit
200 weiße Kuvertüre

Weiße Kuvertüre bei niedriger Temperatur in einem Topf schmelzen. Die Löffelbiskuit in die geschmolzene Schokolade tauchen und auf einem Backpapier fest werden lassen. Einen Tortenring auf ca. 16 cm Ø einstellen und auf eine passende Tortenplatte stellen. Den Tortenring am besten mit Alufolie unten umwickeln, damit später die Masse nicht rausfliesen kann. Beeren auftauen lassen und anschließend pürieren. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Mascapone, Joghurt, Schmand und Zucker in einer Schüssel mit den Schneebesen des Handrührgerätes kurz aufschlagen. Mit dem Himbeerpüree und Zitronensaft verrühren. Gelatine ausdrücken, auflösen, vom Herd nehmen. 3–4 EL Beerencreme einrühren, alles zurück in die übrige Mischung rühren und kalt stellen. Sobald die Creme zu gelieren beginnt, Sahne steif schlagen und 
unterheben. Etwas Creme in die Mitte des Tortenringes geben und Löffelbiskuits, mit dem Zuckerrand nach außen, an den Rand stellen. Übrige Creme einfüllen, glatt streichen und ca. 4 Stunden kalt stellen. Charlotte herausnehmen, Tortenring abziehen und verzieren. Zum Beispiel mit Blüten, Beeren, ect...


Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Sonntag
und Salut... Eure mellimille

Freitag, 8. Mai 2015

Joghurt-Erdbeeren-Schnitten


Der Mai, der Mai, der macht was er will.

Hallo meine Lieben! Ich weiß, ich weiß... Eigentlich ist es der Monat April, der macht was er will. Aber dieses Jahr übernimmt wohl der Wonnemonat Mai diese Rolle. Wenn man gerade denkt, jetzt könnte es wohl endlich sonnig und warm werden, kommt aber schon die nächste graue unf fiese Regenwolke um die Ecke. Dabei ist der Mai doch eigentlich mein Lieblingsmonat. Mit all seinen vielen Feiertagen, Spargelbuden an den Straßen und den ersten deutschen Erdbeeren.


Dieses Jahr lässt mich aber wohl mein Erdbeerbauer des Vertrauens im Stich. Keine Bude weit und breit zu sehen und die Erdbeerpflänzchen sind noch nicht sonderlich groß und beachtlich. Liegt es am Wetter? Oder hat mich mein Zeitgefühl geirrt? Egal, für's Erste habe ich einen neuen Erdbeer-Dealer gefunden. Er verlangt zwar mein halbes Vermögen für ein Schälchen praller, roter Früchtchen, aber die Zeit war reif für die ersten deutschen Erdbeeren auf unserem Tisch.


Für unseren Erdbeer-Hieper habe ich ein Rezept umgewandelt aus dem Backbuch 'Fabelhafte Blechkuchen' von Nina Andres, einer erfahrenen Kochbuchredakteurin. Blechkuchen gehören zu ihren Lieblingen, weil sie mit wenig Aufwand schnell gebacken werden können und für jede Gelegenheit und viele Gäste geeignet sind.


Vorschautext des Buches:
 Verführerisches für die Kaffeetafel

Blechkuchen sind die wahren Stars der Kuchenszene. In diesem Buch zeigen sie ihre ganze Vielfalt: Da gibt es die traditionelle Rezepte, die aber mit einem besonderen Extra Aufmerksamkeit auf sich ziehen, die Festlichen, die jede Geburtstagstafel krönen und die Innovativen, die sich von einer völlig neuen Seite zeigen.



Mein Fazit über das Buch

Aufgeteilt ist das Buch in 4 Kategorien:
Mit Quark, Schmand und Sahne
Schokolade und nussig
Fruchtig und frisch
Verführerisch exotisch

Ausserdem gibt es noch einiges zum Nachschlagen wie zum Beispiel die Grundteigarten, Saucen als Begleiter oder Backzubehör. 
Insgesamt kommt das Buch mit 47 Rezepten und einer schönen Vielfalt an Blechkuchen daher. Zitronen-Sahne-Roulade, Bananenkuchen mit Limettenquark, Ingwerkuchen mit Schokoladen-Kokos-Haube, Pinien-Lavendel-Kuchen, Weintraubenkuchen,Marzipan-Feigen-Rolle und vieles Mehr wartet darauf gebacken und ausprobiert zu werden. Die Rezepte sind klar gegliedert und verständlich geschrieben. Auch Backanfängern verspricht das Buch, mit Erfolg backen zu können. Für die Rezepte braucht man keine exotischen, sondern nur ein paar handelsübliche Zutaten, bevor es mit dem Backen richtig los gehen kann. 
Die meisten Rezepte befinden sich mit einem einseitigen Bild auf Doppelseiten. Allerdings gibt es auch Rezepte mit dem Hinweis, dass das dazugehörige Bild auf einer anderen Seite des Buches zu finden ist. Ich finde, dies macht es etwas umständlich, auch wenn die Seitenzahl auf der man das Bild finden kann mit angegeben ist. Man blättert ständig hin und her, um zu sehen wie der Kuchen aussehen könnte.
Blechkuchen bieten so viel mehr als nur viele Gäste zu bewirten. Mal als einfacher Hefekuchen mit Obst, dann wieder als kleine Tortenstücke oder schokoladiger Rührkuchen. Für jeden Geschmack findet man in diesem Buch das passende Rezept. Wem ein ganzes Blech zu viel sein sollte, kann die Zutaten einfach halbieren. Das Backblech wird mithilfe einer mehrfach umgeknickten Alufolie halbiert. 
Für mich ein schönes Backbuch, das in mir wieder die Neugier und Lust auf Blechkuchen geweckt hat. Deswegen habe ich mich mich für das Joghurt-Himbeer-Schnitten-Rezept entschieden, dass aber wegen meinem oben bereits angedeuteten Erdbeere-Hieper zu Joghurt-Erdbeer-Schnitten umgewandelt wurden.


Joghurt-Erdbeer-Schnitten
Für den Teig:
1 unbehandelte Limette
300 g mehl
3 Tl Backpulver
180 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
150 ml Mineralwasser
150 ml neutrales Pflanzenöl
4 Eier

Für den Belag:
8 Blatt weiße Gelatine
1 Kg frische Erdbeeren
500 g Joghurt (10% Fett)
60 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
500 g Sahne
2 El Erdbeermarmelade


Zubereitung:
Backblech mit einem etwas höheren Rand oder mit Backrahmen ( ca. 28 x 38 cm ) leicht einfetten und mit Backpapaier auslegen. Den Backofen auf 180°C vorheizen.
Limette waschen, abtrocknen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Mehl mit Backpulver sieben, mit Limettenschale und -saft, Zucker und Vanillezucker vermengen. Mineralwasser und Öl unterrühren. Nach und nach die Eier hinzufügen und zu einem glatten Teig vermengen. Den Teig auf das Backblech geben, glatt streichen und auf der mittleren Schiene im Backofen etwa 20 Minuten backen.
Für den Belag die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 900 Gramm Erdbeeren waschen, das Grün entfernen und halbieren. Joghurt mit Zucker und Vanillezucker verrühren. Die Gelatine leicht ausdrücken und in wenig heißem Wasser auflösen. Mit 2-3 El der Joghurtarme verrühren und zurück in die gesamte Masse geben. Wenn die Creme dicklich wird, die Sahne steif schlagen und unterheben.
Den abgekühlten Teigboden mit Erdbeeren belegen, die Joghurtcreme darüber verteilen und glatt streichen. Den Kuchen kühl stellen.
(Backrahmen entfernen) Die restlichen Erdbeeren waschen, putzen und mit 2 El Erdbeermarmelade pürieren. Den Kuchen damit glasieren und nochmals kühl stellen.


Ein sehr feines, fruchtiges und frisches Geschmackserlebnis, das ich im Sommer auch einmal mit Himbeeren oder Zitronen testen werde.
(Wann wird es Sommer???)

Lasst es Euch schmecken
und
Salut... Eure mellimille


Danke an Random House und an den Bassermann Verlag, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Sonntag, 3. Mai 2015

Große Bananenliebe.... Banana-Split-Torte



Was für ein doofer und verregneter Start in den Mai. Und soll ich Euch was verraten?! Der Mai soll so bleiben.... mit einigen Tagen Ausnahme, aber wohl ein verregneter Monat. Was soll's??? Sind ja nur Muttertag, Kindergeburtstag, Pfingsten und der European Song Contest die es im Mai zu feiern heißt... Gutes Wetter wird einfach überbewertet, nicht wahr?!
Ach was soll's, wir holen uns einfach die Sonne selbst ins Haus. Mit dieser leckeren Banana-Split-Torte beamen wir uns gedanklich gleich ins nächste Eiscafé und spüren wie von selbst die Sonnenstrahlen um unsere Nasenspitzen kitzeln.


Entdeckt habe ich dieses Geschmackserlebnis auf einem kleinen Ostermarkt. Meine Familie und ich sind seitdem ein großer Fan dieser Bananentorte. Ich musste mich im internet ein wenig rum suchen und aus verschiedenen Rezepten habe ich dann diese Torte zusammen gebastelt, damit sie so schmeckt und aussieht wie wir sie auf dem kleinen Markt kennengelernt haben. Es war ein voller Erfolg und mit *Ahhhhh*'s und *Ohhhh*'s haben wir sie uns schmecken lassen. Vergessen das öde Wetter und das doofe Grau..... So schnell kann es gehen!


Banana-Split-Torte

Für den Teig:
4 Eiweiß
4 Eigelb
4 EL kaltes Wasser
150 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
180 g Mehl
1-2 TL Backpulver

Für die Füllung:
5 Bananen
½ Liter Milch
1 Pck. Puddingpulver, Vanille
80 g Zucker
6 Blatt Gelatine, weiße
3 Becher Sahne
3 Pck. Sahnesteif
3 Pck. Vanillezucker

Für den Guss:
150 ml Sahne
1 Vollmilchkuvertüre


Zubereitung:
Eiweiß und Wasser zu steifem Schnee schlagen. Dann den Zucker, Vanillezucker und die Eigelbe vorsichtig unterrühren, anschließend das Mehl und das Backpulver vorsichtig unter schlagen.
Den Teig in eine Springform (26 cm) geben und bei 180°C ca. 25-30 Minuten backen. Den Boden auskühlen lassen. 

Die Milch, das Puddingpulver und den Zucker zu einem Pudding kochen. Die Gelatine in kaltem Wasser quellen lassen, ausdrücken und in den noch heißen Pudding einrühren. Pudding abkühlen lassen.

Die Sahne, Sahnesteif und Vanillezucker mit dem Handmixer steif schlagen und unter die abgekühlte Puddingmasse rühren. Um den Boden einen Tortenring legen.Bananen schälen und längs halbieren und oben auf den Kuchenboden legen. Die Puddingmasse darauf verteilen. In den Kühlschrank stellen.

Die Kuvertüre fein hacken. Die Sahne und die Schokolade im Topf bei niedriger Temperatur erhitzen. Wenn der Guss beginnt fest zu werden, auf die gekühlte Torte gießen und glatt streichen. Im Kühlschrank noch mal kühlen lassen.



Kleine Anmerkung am Rande: Der Boden war uns etwas zu hoch und ich werde beim nächsten Backen die Menge für den Teig halbieren.
Allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen, das man diese Torte auch als Blechkuchen-Variante backen kann; dann würde ich es aber bei der oben genannten Teigmenge belassen.
Bestimmt schmeckt diese Torte auch mit Himbeeren oder Erdbeeren. Ich werde berichten...




Lasst Euch den wunderschönen Mai durch Petrus nicht vermiesen und macht das Beste daraus....
Salut... Eure mellimille

ichbacksmir tastesheriff


Donnerstag, 30. April 2015

Frühlingsfrische Mangoldtarte mit Schafskäse


Hallo meine lieben Frühlingshäschen. Geht es Euch so wie mir?! Kaum erreichen die Temperaturen die 20 Gradmarke und die Sonne scheint mehrere Stunden hintereinander, zieht es mich raus in den Garten. Da wird hier ein wenig gebuddelt, der Mann erhält einen riesigen Zettel mit Notizen für den Baumarkt und die Kinder können es kaum abwarten bis sich in unserem Hochbeet die ersten essbaren Leckereien blicken lassen. Und dieses Jahr mussten sie gar nicht so lange darauf warten, denn unser Mangold vom letzten Jahr schoß innerhalb der letzten Woche so schnell in die Höhe, dass wir nun Platz für die nächsten Blätter schaffen mussten.


Auf der Suche nach einem passenden Rezept im weiten Mangold-Internet-Universum blieb ich bei dieser Tarte hängen und änderte sie ein wenig nach unserem Gusto ab. Ich sag nur so viel: es ist wirklich interessant wie Kinder kiloweise Gemüse essen, wenn es nur richtig gut 'verp(b)ackt' ist. Diese Tarte habe ich gewiss nicht das Letztemal gemacht und werde es auch mal mit anderem Gemüse versuchen.


Mangoldtarte



1 x fertiger Blätterteig
500 g Mangold 
1 Stangen Lauch 
150 g Kirschtomaten 
2  Knoblauchzehen 
2 EL Olivenöl 
200 g Schafskäse 
3  Eier 
200 g Schmand
Salz 
Pfeffer aus der Mühle
Muskat frisch gerieben


Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.Den Mangold waschen, putzen und die harten Rippen entfernen. Die Blätter in Streifen schneiden. Den Lauch waschen und in Streifen schneiden. Die Tomaten waschen und trocken tupfen. Den Knoblauch abziehen und fein hacken.

In einem Topf das Öl erhitzen und den Knoblauch glasig schwitzen. Mangold und Lauch zugeben und für ca- 3-4 Minuten dünsten. Vom Herd ziehen und kurz abkühlen lassen. Den Schafskäse zerbröckeln. Die Eier mit der Crème fraîche verrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und unter den Mangold mischen. Die Tomaten und den Schafskäse ebenfalls unterheben. Den Blätterteig in einer mit Backpapier ausgekleidete Springform auslegen. Den Teigrand dabei überlappen lassen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und die Mangoldmasse darauf verteilen. Den Teigrand darüber klappen und im vorgeheizten Ofen ca. 45 Minuten backen.


  • Ich hoffe, Euch gefällt mein Start in den Mai

    Salut... Eure mellimille


    Fruehjahrssause_kl

Dienstag, 28. April 2015

Für alle Schokomonster und Zuckerschnuten eine Pralinentarte zum Geburtstag


Hallo meine lieben Zuckerschnuten! Wie sieht es denn bei Euch an einem Geburtstag aus? Gibt es bei Euch einen Klassiker, den es jedes Jahr wieder zum Geburtstag geben muss? Vielleicht schon von Kindesbeinen an? Backt ihr diesen Kuchen dann für Euch selbst oder backt ein liebes Familienmitglied ihn für Euch?

Letzte Woche hatte Tobi alias 'Der Kuchenbäcker' Geburtstag und zeigte seinen Geburtstagskuchenklassiker, den schon seine Oma für ihn damals backte. Wie viel Kindheit und wie viele Erinnerungen doch in ein Stück Kuchen passen...


Jeder hat seinen eigenen Geburtstagskuchen mit den passenden Erinnerungen: bei meinem Mann ist es die 'Schoko-Schaumkuss-Torte', die es jedes Jahr auf's Neue auf die Kaffeetafel schafft. Für meine Mama gibt es im November immer eine lecker Biskuitrolle mit Johannisbeergelee und für meine Große muss es im Mai der Schmandkuchen sein. (Das Gewand des Kuchen variiert allerdings von Jahr zu Jahr.) Mein Vater ist in Sachen Geburtstagskuchen etwas flexibler... da kann es mal ein Streuselkuchen sein oder ein leckerer Obstkuchen kommt spontan um die Ecke (...oder eben beides in einem Kuchen vereint...). Für mich war es in der Kindheit die superduper Schokoladenbuttercremetorte von Oma, die dann irgendwann in der Pubertät von Papas Petzkuchen abgelöst wurde.




..... und dann... Ja, dann gibt es da noch meine Kleine!
Sie ist mein kleines Schokomonster bzw. meine Zuckerschnute. Für sie muss es "schokoladig, schokoladigst, am schokoladigsten" sein und für sie und alle anderen Schokoholics habe ich hier das perfekte Schoko-Geburtstagskuchen-Rezept. Zartschmelzend und so besonders wie ein Praline aus einer goldglänzenden und frisch angefangenen Pralinenschachtel. Aber zum Geburtstag sollte es ja auch nur das Beste vom Besten für das Geburtstagskind sein, oder?! Die passende Erinnerung zu diesem Kuchen ist Garantie!



Pralinentarte

Zutaten für den Boden:
75 g Butter
125 g Kakaokekse
30 g Haselnüsse
1 El brauner Zucker
2 El Backkakao
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung:
100 g Zartbitterschokolade
100 g Vollmilchschokolade
200 g Sahne
1 El Vanillezucker
einen halben Tl lösliches Kaffeepulver
1 Ei + 1 Eigelb

Zutaten für den Guss:
50 g Zartbitterschokolade
50 ml Sahne


Zubereitung:
Backofen auf 160°C vorheizen.
Kekse und Nüsse im Blitzhacker fein mahlen. Die Butter schmelzen. Alle Zutaten miteinander vermischen. Die krümelige Masse in eine mit Backpapier ausgelegte Tartform geben und mit den Fingern gleichmäßig festdrücken. Dabei einen Rand formen. Im Ofen für ca. 15 Minuten backen, herausnehmen und zur Seite stellen.

Für die Füllung muss die Schokolade grob gehackt werden. Sahne, Vanillezucker und Kaffeepulver zum Kochen bringen und anschließend die Schokolade dazu geben. Ca. 5 Minuten stehen lassen und dann glatt rühren. Ei und Eigelb unterrühren. Die Füllung auf dem Tarteboden verteilen und in der Ofenmitte ca. 20 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Für den Guss die Schokolade grob hacken. Die Sahne kurz aufkochen und die Schokolade hinzufügen. Ebenfalls 5 Minuten stehen lassen und dann glatt rühren. Den Guss mittig auf die Tarte schütten und durch gleichmäßiges drehen und leichtes kippen der Tarte den Guss verteilen. (Glanzgarantie!) Mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank stellen, gerne auch über Nacht. Vor dem Servieren 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank holen. Mit Früchten garniert servieren.



Lieber Tobi, ich wünsche Dir nachträglich alles Backglück und Zuckerliebe zu Deinem Geburtstag und mögen Dir niemals die Rezeptideen ausgehen...

Alles Liebe und Salut.... Eure mellimille


Mittwoch, 22. April 2015

(Rezension) Der Duft von Tee und Macarons..... Macarons mit Salzbutter-Karamell


Heute oute ich mich als Leseratte auf Raten. Was das heißt??? Das heißt, dass ich im Alltag wenig zum Lesen komme, aber in meiner Ferien-/Urlaubszeit unheimlich viel und gerne lese. Wenn ich dann ein Buch anfange, kann ich es schlecht vor dem finalen Ende aus der Hand legen. So ging es mir diesmal auch in den Osterferien und dieses Buch möchte ich Euch heute vorstellen:



 
  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag 
  • Autorin: Hannah Tunnicliffe
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 345335737X
  • ISBN-13: 978-3453357372
  • Originaltitel: The Colour of Tea
  • Hier geht's zum Buch

Der Verlag über das Buch: Grace blickt voller Zuversicht in die Zukunft, als sie ihren Mann in ein neues Leben nach Macao begleitet. Doch kurz nach ihrer Ankunft erfährt sie, dass sich ihr Traum von einer eigenen Familie nicht erfüllen wird. In ihrem Schmerz besinnt sich Grace auf ihre Leidenschaft, das Backen, und eröffnet ein Café. Im Lillian’s serviert sie nicht nur Tee und raffinierte Macarons, sondern begegnet auch Menschen, die ihr Leben verändern … 



mellimille über das Buch: Wie sich manche denken können, war es die Buchaufmachung, die mir gleich ins Auge fiel. Aber es ist genau dieses Titelbild, das den Inhalt dieses Buches so gut widerspiegelt: Die einzelnen Kapiteln werden immer durch eine Macaronssorte beschrieben. So wird das 1. Kapitel nicht nur einfach 'L'Arrivée - Ankommen' genannt, sondern mit einem Macaron in der Sorte "süßes, rauchiges Karamell mit einer salzigen, buttrigen Sahnefüllung" umschrieben. Weitere Beispiele??? 'Und petite Flamme - Eine kleine Flamme' (Espresso mit einer Ganache aus dunkler Schokolade und einem Stück Blattgold), 'Un Bon Début - Ein guter Anfang' (Kokosnuss mit einer Passionsfruchtbuttercreme), 'Un petit Phönix - Ein kleiner Phönix' (Zimt mit einer Ganache aus dunkler Chilischokolade) oder 'La Mime Piaf - Der kleine Spatz' (Pfirsich und Maronen mit einer Williams-Birnen-Buttercreme). Das sind nur fünf von insgesamt 27 Kapitel bzw. Kreationen (+ Prolog, Epilog, Macaronsinformation und Danksagung). Läuft nicht alleine bei diesen Kapitelnamen einem das Wasser im Mund zusammen?! Es sind aber auch die verschiedenen, liebevollen und teilweise recht eigensinnigen Charakteren der Geschichte, die einem beim Lesen so ans Herz wachsen. Als Leser leidet man mit der Hauptcharaktere Grace als sie erfährt, dass sie keine Kinder bekommen kann und zudem noch mit ihrer Vergangenheit nicht abgeschlossen hat. Man durchlebt mit ihr die verschiedenen Gefühlswelten und freut sich mit ihr als das Café ein voller Erfolg wird. Das Café verdankt seinen Erfolg nicht nur den eigenwilligen Macaronskreationen von Grace, die ihre Kindheit in Paris verbrachte, sondern auch den Menschen, die in dem kleinen Café arbeiten.

Nach 2 Tagen war ich leider mit dem Buch durch. Es hat mich einfach gefesselt. Ich habe nur einen kleinen Kritikpunkt: Leider gibt es zu den wohlklingenden Macaronskreationen keine Rezepte in diesem Buch, denn man bekommt  durch's Lesen wirklich große Lust auf Macarons backen.


Allerdings habe ich in einem weiteren Buch die fehlenden Rezepte für Macarons gefunden:
 Es ist das Buch 'Macarons für Anfänger' von Aurélie Bastian. Nach ihrem Rezept habe ich vor knapp einem Jahr meine ersten Macarons gebacken und sie haben auf Anhieb geklappt. Ich war ihr so dankbar, denn vor Macarons backen hatte ich bis dahin einen Heidenrespekt. Nun habe ich ihr Buch und ich würde am liebsten jeden Tag eine neue Sorte ausprobieren.




  • Gebundene Ausgabe: 80 Seiten
  • Verlag: Bassermann Inspiration 
  • Autorin: Aurélie Bastian
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3572081467
  • ISBN-13: 978-3572081462
  • Hier geht's zum Buch

Der Verlag über das Buch: Ah les Macarons, un délice, eine Sucht ... was kann man noch sagen. 
Sie sind himmlisch lecker, aber leider sind sie sehr sensibel. 
Das war eine Herausforderung für die in Deutschland lebende Französin und Food-Bloggerin Aurélie. Sie wollte perfekte Macarons und hat so lange probiert, bis ihr Rezept auf festen Füßen stand. So gelingen Macarons! Sicher! Jedem!


mellimille über das Buch:  Wie ich schon gesagt habe: Ich bin ein ganz großer Fan von Aurélie Bastians Macarons-Backschule. Hält man sich an Ihre Tips und fast peinlichst genau an ihre Rezepte, gelingen Macarons jedem. 
Die Aufmachung des Buches gefällt mir besonders gut durch sein Polka-Dots-Design und das es zu jedem Rezept auch ein passendes Bild gibt. Das finde ich sehr wichtig, damit ich weiß, wie am Ende meine Macarons aussehen (können). Am Anfang des Buches kommt ein kleines Vorwort von Aurélie und dann eine 'Das brauchen Sie'-Seite. Die 7 goldenen Regeln helfen ungemein beim Backen und sind wirklich Gold wert. Das Basisrezept für die Macaronschalen und für die Ganache ist Schritt für Schritt erklärt und bebildert. Darauf folgen dann die Rezepte wie z.b. Macarons mit Schokoladen-Minze-Creme, Aprikosenmacarons mit Rosmarin, Champagnermacarons oder Macarons mit Salzbutter-Karamell. Ich liebe dieses Buch schon jetzt und werde nicht das letztem daraus gebacken haben. Lieben Dank an Aurélie, die uns das Macarons backen so verständlich und leicht macht. Am Ende des Buches beantwortet sie noch aufkommende Fragen. Merci...


Ich habe mich für Macarons mit Salzbutter-Karamell entschieden, denn in dem Roman "Der Duft von Tee" von Hannah Tunnicliffe steht diese Sorte für 'L'Arrivée - Ankommen'. Und ja, das bin ich ... angekommen im 7. Macaronshimmel dank dieser beiden Bücher.

Macaronschalen
für ca.20 Stück

45 Gramm Mandelpuder 
75 Gramm Puderzucker
1 Eiweiß ( 36 Gramm)
10 Gramm Zucker
2 Tl Backkakao

Mandelpuder und Puderzucker zusammen ganz fein mixen und durch einen Sieb passieren (es muss ein sehr feiner Puder entstehen).
Das Eiweiß schlagen.Wenn es anfängt schaumig zu werden, 10 gr Zucker dazugeben und weiter schlagen.Wenn die Masse schön weiß ist, die Lebensmittelfarbe bzw. den Backkakao mit unterschlagen .
Zu dieser Baisermasse wird in 3 Vorgängen das Puder dazugegeben.  Der Teig soll nicht zu flüssig und auch nicht zu fest sein.
Den Teig in einem Spritzbeutel mit einer Lochtülle auf einen Backblech in kleine Kreise (ca. 2-Euro-Münzen-Umfang) aufspritzen und das Ganze für 20 Minuten bis 30 Minuten ruhen lassen.
Nach der Ruhezeit die Macarons für 12-14 Minuten bei  140°C Umluft in den Backofen schieben.
Dann die gebackene Macarons vorsichtig vom Backpapier lösen und auf die glatte Seite acht geben, damit sie keine Risse bekommt. Sollten die Macarons am Backpapier kleben, waren sie noch nicht durchgebacken. 


Salzbutter-Karamell
60 g Zucker
20 g Salzbutter in kleinen Stückchen
90 g Schlagsahne
1 Tl grobes Meersalz

Den Zucker in einer Pfanne bei mittleren Hitze schmelzen lassen. Wenn der Zucker goldfarben wird, nach und nach die Butterstückchen mit einem Holzlöffel einrühren. Die Sahne in das heiße Karamell gießen (Spritzgefahr!) und bei mittleren Hitze mit dem Holzlöffel ca. 3 Minuten rühren. Das Salz hinzufügen. Den Karamell abkühlen lassen und mit einem Teelöffel in die Macaronschalen füllen. Die Macarons am besten bald vernaschen.


Liebe Grüße aus dem 7. Macaronshimmel
und Salut... Eure mellimille

Vielen Dank an Randomhouse, Diana Verlag und Bassermann für die Rezensionsexemplare.