Samstag, 22. November 2025

Kanelbullesemla mit Mandelmasse


"Kanelbullesemla med mandelmassa"

Draußen ist es langsam ziemlich frostig, die Luft riecht nach Kamin und Schnee und ein Hauch von Winter liegt schon über den Dächern. Drinnen dagegen beginnt die Zeit, in der man sich am liebsten einkuschelt: mit dicken Socken, einer weichen Decke und dem ersten kleinen Vorfreude-Kribbeln auf die Adventszeit.

Die Vorweihnachtszeit schleicht sich nicht mit Pauken und Trompeten ins Haus, sondern leise: ein früherer Sonnenuntergang, das Bedürfnis nach warmem Licht und die Lust auf gemütliche Abende. Genau solche Abende liebe ich am meisten. Serienmarathon mit kitschigen Weihnachtsfilme und etwas Süßes, das die Seele wärmt.

In Schweden nennt man dieses Gefühl mys, und dazu gehört natürlich eine Fika, die kleine Auszeit mit Leckereien. Bei mir gibt es heute Kanelsemla: kleine Hefeteilchen, gefüllt mit Mandelmasse, fluffiger Sahne und getoppt mit gerösteten Mandeln. Der Duft von Zimt und Kardamom zieht durch die Küche, während draußen die Kälte an die Fenster klopft.

Perfekt für diese letzten Novembertage, in denen man sich langsam wieder auf das Glitzern der Lichterketten, auf warmen Tee und auf das Innehalten einstellt und freut.



Kanelbullesemla mit Mandeln

Zutaten (für ca. 8)
(Vegan)

Für den Teig:
500 g Weizenmehl (Type 550)
60 g Zucker
1 TL gemahlener Kardamom
1 Prise Salz
250 ml Pflanzenmilch (z. B. Hafer- oder Sojamilch)
½ Würfel frische Hefe
50 g weiche vegane Margarine oder vegane Butter

Für die Füllung:
90 g weiche vegane Margarine
60 g Zucker
1 El Zimt
etwas Mehl für die Arbeitsfläche

Für die Mandelmasse:
200 g gemahlene Mandeln (ich nehme mit Schale)
150 g Puderzucker
2–3 EL Pflanzenmilch oder Pflanzensahne zum Glattrühren
Für das Topping:
400 ml Schlagsahne // Pflanzensahne
1-2 EL Zucker oder Vanillezucker
100 g Mandeln
2 El Zucker
Puderzucker zum Bestäuben


Zubereitung

Mehl, Zucker, Kardamom und Salz in eine große Schüssel geben. Pflanzenmilch lauwarm erwärmen. Die Hefe hineinbröckeln und rühren, bis sie sich auflöst. 
Hefemilch und weiche Margarine zum Mehl geben und alles 10 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.

Für die Füllung Margarine, Zucker und Zimt verrühren. Den Hefeteig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche zu einem Rechteck (ca. 60 × 40 cm) ausrollen. Die Füllung auf zwei Dritteln der Teigfläche verstreichen. 
Den unbelegten Teil über die Mitte schlagen, dann das andere Drittel darüberlegen – so entstehen drei Schichten. Teig noch einmal vorsichtig etwas flachrollen.

Den Teig in ca. 1,5 cm breite Streifen schneiden (ergibt etwa 24 Streifen). Je zwei Streifen miteinander verdrehen und zu einem Knoten formen: Die Teigkordel zu einem Kreis legen. Ein Ende durch die Mitte ziehen. Die Knoten auf ein Blech mit Backpapier legen, abdecken und nochmals 15 Minuten gehen lassen.

Ofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze (170 °C Umluft) vorheizen. Knoten mit etwas Pflanzenmilch bestreichen. 18–20 Minuten goldbraun backen.

In einer Pfanne 2 El Zucker flüssig und goldbraun werden lassen. Ganze Manden hinzufügen und rühren bis alle Mandeln mit Zucker umhüllt sind. Die Mandeln vorsichtig auf ein Backpapier geben und auskühlen lassen.

Für die Mandelmasse 200 g gemahlene Mandeln,150 g Puderzucker, 2–3 EL Pflanzenmilch oder Pflanzensahne glattr ühren.

Von jedem Gebäckstück einen kleinen Deckel abschneiden.
Mit der Mandelmasse füllen und einige ganze Mandeln an die Seiten drücken.
Sahne mit einem Löffel oder Spritzbeutel aufsetzen undDeckel wieder aufsetzen.
Mit Puderzucker bestäuben.



Lasst es euch gut gehen und
Salut... Eure mellimille

 

Sonntag, 9. November 2025

Zwiebelkuchen


Draußen wird es kühler, der Nebel zieht durch die Straßen und die Tage werden merklich kürzer. 
An diesen kühlen, nebligen Tagen liebe ich es, den Ofen anzumachen und etwas zu backen. Gerne auch etwas Herzhaftes für die Seele wie zum Beispiel diesen Zwiebelkuchen.

Zwiebelkuchen und Apfelmost (oder Federweißer) gehören für mich einfach zum Herbst. Das ist für mich wahres Soulfood: Deftig, aromatisch und perfekt für die kalten Tage, an denen man es sich einfach zuhause gutgehen lassen will. So schmeckt für mich der Herbst. 
Ein Stück Zwiebelkuchen, noch warm aus dem Ofen, und die Welt fühlt sich gleich ein bisschen hyggeliger und wärmer an.

Also: Ofen an, Zwiebeln schnippeln und los geht’s!



Zwiebelkuchen 
Zutaten für den Teig:
500 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
1 Prise Zucker
1 Prise Salz
220 ml lauwarmes Wasser
50 g weiche Butter

Etwas Mehl für die Arbeitsfläche

Für den Belag:
1,2 Kg Gemüsezwiebeln
200 g magerer Schinkenspeck
2 EL Öl
4 Eier
200 ml Sahne
250 g geriebener Käse (z. B. Emmentaler oder Gouda)
Salz, Pfeffer und Muskat
optional 2 El Kümmel


Zubereitung:

Die Hefe in dem lauwarmen Wasser auflösen.
Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. In die Mitte eine Mulde drücken, das lauwarme Wasser mit Hefe hineingeben und die weiche Butter hinzufügen. Alles zu einem glatten Teig verkneten.
Den Teig abgedeckt etwa 1 Stunde ruhen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, so dass dieser auf ein Backblech passt. Auf das gefettete oder mit Backpapier belegte Blech legen und einen kleinen Teigrand hochdrücken.


Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Schinkenspeck und Zwiebeln in einer großen Pfanne mit Öl anbraten, bis die Zwiebeln glasig und leicht gebräunt sind. Dann kurz abkühlen lassen.

In einer Schüssel Eier und Sahne gut verquirlen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen.
Die Eier-Sahne-Mischung zu den Zwiebeln und dem Speck geben (optional den Kümmel), gut verrühren und bei Bedarf noch einmal abschmecken.

Die Zwiebelmasse gleichmäßig auf dem Teig verteilen, den Käse darüber streuen und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Umluft etwa 30 Minuten goldbraun backen.




Lasst es euch gut gehen und 
Salut... Eure mellimille