Mittwoch, 12. April 2017

Frittelle di Mela - Apfelküchlein zu Pasquetta


In Italien wird Ostern groß gefeiert. Immerhin ist nach Weihnachten und Maria Lichtmesse der drittgrößte katholische Feiertag.
Den Osterhasen sucht man in Italien meist vergebens. Dafür gibt es übergroße Schokoladenostereier für die 50köpfige Verwandtschaft oder die traditionelle Colomba, eine aus Hefe gebackene Friedenstaube mit Zuckerkruste, Mandeln und verschiedenen Cremefüllungen oder kandierten Früchten.
Der Ostersonntag (Pasqua) wird gemeinsam mit der Familie gefeiert. Es wird zusammen zu Mittag gegessen. Man überreicht sich die Colomba oder die großen Schokoladeneier, in deren Inneres eine Überraschung wartet. Ewig sitzt die Familien zusammen und essen, trinken, quatschen und lachen.


Am Ostermontag (Pasquetta) trifft man sich mit seinen Freunden. Zusammen wird ans Meer gefahren oder ins Land hinaus und es wird gepicknickt. Dabei findet man dann wieder die Schokoeier oder die Colomba auf den Picknickdecken. 
Einige Dörfer organisieren auch große Picknickfeste für jedermann und dort findet man dann kleine Leckereien wie z.B. Polentaschnitten mit Kräutern, frittierte Frühlingszwiebeln oder eben auch diese leckeren frittierten Apfelküchlein (Frittelle di Mela).
Wir lieben sie heiß und innig. Sie gehören für uns schon fest zum Ostermontag dazu und wir freuen uns jedes Jahr auf's Neue darauf.


Frittelle di Mela
Für den Teig:
375 g Weizenmehl
3 Eier
2 Tl Backpulver
1 Prise Natron
2 El Orangensaft
1 Tl Zitronensaft 
2 El Amaretto (Kann aber auch weg gelassen werden)
5 El Zucker
125 ml Pflanzenöl
125 ml Milch
2-3 kleine Äpfel
----------------------------
Öl zum Frittieren
Zucker/Zimt zum Wälzen

Alle Zutaten für den Teig in einer großen Schüssel gut verrühren.
Die Äpfel waschen, abtrocknen und in kleine Würfel schneiden. Die Apfelstückchen in den Teig einrühren.
In einem kleinen Topf ca. 5 cm hoch das Öl zum Frittieren einfüllen und auf mittlere Hitze auf 180°C erhitzen. 
Mit einem Eßlöffel kleine Teigportionen abstechen und mithilfe eines zweiten Löffels in das heiße Öl geben. Ca. 4 Küchlein etwa 4-5 Minuten frittieren bis sie goldgelb sind. Das Öl darf nicht zu heiß sein/werden, da sonst die Außenseiten zu schnell bräunen und das Innere noch roh ist.
Nach der Hälfe der Zeit, die Küchlein wenden. Nicht zu viele Apfelküchlein auf einmal ins Öl geben.
Die Küchlein kurz auf Küchenpapaier abtropfen lassen, dann gleich in Zucker/Zimt wälzen. Der Zucker haftet nur, wenn die Teigbällchen noch heiß sind.
Apfelküchlein schmecken am besten frisch!
Probiert sie auch einmal mit Vanilleeis oder -sauce.


Buona Pasqua, ihr Lieben und
Salut... Eure mellimille



Samstag, 25. März 2017

Brioche .... 'Französisch Backen' mit Aurélie Bastian


Seit letzter Woche gibt es von meiner Lieblingsfranzösin ein neues Backbuch. 'Französisch Backen' heißt das neuste Werk von Aurélie Bastian, dass ich euch heute ein wenig vorstellen möchte.


  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Südwest Verlag (20. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3517095338
  • ISBN-13: 978-3517095332


Der Klappentext:Für typisch französisches Gebäck muss man acht Stunden in der Küche stehen? Nicht mit dem neuen Backbuch von Aurélie Bastian! Sie erklärt, wie man mit wenig Aufwand und nur wenigen Zutaten authentische und köstliche Klassiker zaubert. Brioche, Croissant und Baguette werden ebenso leicht verständlich erklärt wie Kuchen, Torten und Kleingebäck, zum Beispiel Madeleines und Frangipane (Marzipancreme). Außerdem gibt es ein Kapitel mit Tipps, Tricks und typischen Backproblemen wie "Warum fallen meine Windbeutel immer zusammen?" oder "Wie gelingt mir ein hauchdünner Crêpe?". Fanzösisch backen war noch nie so einfach!


Meine Meinung zu diesem Buch: Als stolzer Besitzer von allen Aurélie Bastian Koch-und Backbücher, konnte ich es kaum erwarten, ihr neustes Werk in den Händen zu halten.
Warum ich so ein großer Fan von Aurélies Büchern bin? Ihre Bücher sind nicht nur ein Augenschmaus, wecken die Reiselust und machen Appetit, sondern sind authentisch und zu 100 % gelingsicher. Jedes einzelne Rezept, das ich bisher von Aurélie nachgekocht oder nachgebacken habe, hat wunderbar funktioniert und geschmeckt. 
Ihre Anleitungen sind ausführlich, dabei aber nicht zu lange, und leicht verständlich. Durch Aurélies Macaronsrezept sind mir Macarons das erste Mal gelungen. Das war für mich ein einprägsames Erfolgserlebnis.
Man spürt Aurélies Liebe zu ihrem Heimatland und ihre Erfahrungen mit der französischen Küche. Alle Rezepte hat sie den deutschen Supermärkten angepasst, so dass das längere Suchen nach speziellen Zutaten entfällt. Die meisten der Zutaten hat man tatsächlich sowieso zu Hause.

Das Buch ist nach dem Vorwort und den Tipps & Tricks in die Kapitel Petit déjeuner, Pâtisserie, Goûter, Grandes occasions und einem Rezeptregister aufgegliedert. 
Jeder Leser, der schon einmal in Frankreich war, findet die typischen Klassiker der französischen Pâtisserien und Bäckereien: Croissants in verschiedenen Varianten, Pain de campagne, Brioche, Éclairs, Macarons, Biscuits,Gâteau aux noix, Cannelés, Financiers, Galette des rois, Savarin, Bûche de noel,... ich könnte stundenlang weiter machen!
Sehr hilfreich sind auch diesmal wieder Aurélies Tipps & Tricks. Sie erklärt die verschiedenen Teigarten und ihre Besonderheiten, welche Creme zu welchem Gebäck passt und stellt verschiedene Zutaten in den direkten Vergleich (z.B. Butter vs. Magarine).
Zu jedem Rezept gibt es ein Bild und außerdem eine kleine Anekdote von Aurélie, was sie mit diesem Rezept verbindet bzw. wie und warum sie dieses Rezept genau so entwickelt hat, dass es ihr (und uns) schmeckt. 
Teilweise gibt es zu den Rezepten auch Schritt-für-Schritt Anleitungen in Bilderform.

Wie ich finde, wieder ein sehr gelungenes Buch von Aurélie Bastian, dass ich jedem, der die französische Küche liebt, ohne 'Wenn' und 'Aber' empfehlen kann! Auch Kochanfänger kann ich dieses Buch empfehlen, denn durch die wunderbaren Erklärungen, wird einem die Angst genommen...


Aurélies Brioche
250 ml Milch
1 Würfel Hefe
500 g Mehl
70 g Zucker
1 Ei (M)
1 Messerspitze vanille
60 g kalte Butter
etwas Mehl und Butter
1 Eigelb und 2 El Milch zum Bepinseln


Zubereitung: Die Milch lauwarm erwärmen und die Hefe rein bröseln. In der Milch vollständig auflösen.
Mehl und Zucker vermischen. Ei und Vanille dazugeben und unterrühren. 
Die Hefe-Milch-Mischung hinzufügen und 3 Minuten kneten.
Wenn der Teig zu einer klebrigen und festen Masse geworden ist, die kalte Butter (!) in Stückchen zugeben und weitere 5 Minuten kneten. Der Teig sollte glatt, glänzend und elastisch sein.
Aus dem Teig 6 kleine Kugeln formen und nebeneinander in eine gefettete und bemehlte Kastenform setzen. Abgedeckt für 20 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
Ein Backblech mit 1 Liter Wasser befüllen und in die unterste Schiene einschieben.
Die Brioche mit einer Mischung aus 1 Eigelb und 2 Esslöffel Milch bepinseln.
Brioche auf ein Backblech in den noch kalten Backofen (!) geben und bei 190 °C Umluft ca. 25 Minuten backen.
Aus 150 Gramm Puderzucker und 2 El Milch einen Guss anrühren und evtl. die fertig gebackene Brioche damit überziehen.


Und? Appetit auf Frankreich bekommen??? 
Dann ab mit Euch in die Küche und los geht's!
Salut... Eure mellimille



* Lieben Dank an den Südwest Verlag und Random House, die mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben.

Donnerstag, 9. März 2017

Roggen-Sauerteigstarter und leckerer Aufstrich für frisch gebackenes Brot, dazu die Rezension von 'The Bread Exchange'


Schon lange steht auf meiner To-Do-Liste, dass ich selbst Brot backen möchte. Wir haben zwar einen wunderbaren Bäcker unseres Vertrauens gefunden, der jede Nacht in seiner kleinen Backstube hinter der Bäckerei ein leckeres Brot nach dem Nächsten backt, aber Brot backen im eigenen Haus ist für mich der Inbegriff von Heimeligkeit: den Sauerteig beim Blubbern beobachten, ihn sorgsam füttern, den Teig kneten, ruhen lassen und nochmals kneten. Der Duft, wenn das Brot im Backofen steckt - unbeschreiblich. 
In einem selbst gebackenen Brot steckt so viel Liebe, Zeit und Geduld. Und das schmeckt man auch. Kein Vergleich zu den 08/15 Broten, die aus einer Großbäckerei oder Bäckereikette stammen.
Bei meinem ersten Sauerteig und den ersten Schritten zum eigenen Brot backen, hatte ich eine ganz wundervolle Lektüre, die mir Step by Step bei der Umsetzung geholfen hat und mir noch mehr deutlich machte, wie wertvoll (selbst gebackenes) Brot ist.


von Malin Elmlid
  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Prestel Verlag (29. Februar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 379138211X
  • ISBN-13: 978-3791382111


Der Klappentext zu dem Buch:
Alles fing damit an, dass Malin Elmlid sich über die vielen Zusatzstoffe ärgerte, die handelsübliche Brote enthalten. Mehl, Wasser und Salz – mehr braucht es schließlich nicht für gesundes und leckeres Brot. Sie begann selbst zu backen und fand sich plötzlich mittendrin in ihrem „Brot-Tausch-Projekt“. Hier erzählt die schwedische Autorin von ihren Abenteuern, denn mit dem Sauerteig im Gepäck ging die Globetrotterin von Berlin aus auf Reisen. Ihr selbstgebackenes Brot tauschte sie gegen Familienrezepte, alltägliche Hilfe und kostbare Erfahrungen. Das Brot wird zu einem Türöffner, der herzliche und einmalige Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen aus aller Welt ermöglicht. Dieses Buch begleitet Malin Elmlid von Antwerpen nach Kabul, von Warschau nach New York, von Stockholm nach Berlin und noch viel weiter. Malins Reisen resultieren in wunderbaren Rezepten, die sie im Tausch gegen ihre Brote erhält, und die hier veröffentlicht sind.


 Meine Meinung zu dem Buch: In diesem Buch geht es nicht nur um Brot. Nein, es geht um die Geschichten und Personen, die Malin während ihren Reise kennen lernt.
Die Autorin begibt sich mit ihrem Sauerteig im Gepäck auf Reisen und tauscht ihn und ihre Brotback-Erfahrung mit den verschiedensten landestypischen Rezepten und Geschichten.
Sie trifft dabei auf ganz unterschiedliche Menschen und entdeckt dabei, wie verschieden Brot und seine Bedeutung sein kann. Aber eines verbindet sie alle: Das Gefühl von Zuhause sein, wenn sie Brot essen.
Ihre Reise führt Malin nach Antwerpen, Kabul, Warschau, New York, Stockholm, Berlin und in viele weitere Städte.
Ich habe durch dieses Buch gelernt, dass man für ein gutes Brot eigentlich nur drei elementare Dinge braucht - Wasser, Mehl und Salz. Außerdem ein wenig Geduld und eine Prise Liebe. Fertig ist der purste Geschmack auf Erden.

Die Bilder in diesem Buch sind wundervoll. Sie zeigen Malin auf ihren Reisen und die Menschen, denen sie begegnet. 
Die Rezepte, die sie im Tausch zu ihrem Sauerteig erhält, sind von einfach bis exquisit. 
Nicht unbedingt für Kochanfänger, aber für alle, die den puren Genuss einer Scheibe Brot zu schätzen wissen und sich mit einem 'Backbuch' auf ferne Reise begeben wollen.



Roggen-Sauerteigstarter

1.Tag-3.Tag: 120 ml lauwarmes Wasser mit 30 g Roggenmehl in einem großen Glasgefäß mit Deckel vermischen. Den Deckel nur lose auflegen.
 Achtung: der Sauerteig wird auf das Fünffache seines Ursprungsvolumen aufgehen.
An einen Ort stellen mit Raumtemperatur, aber nicht wärmer als 29°C.
Am ersten Tag nichts weiter machen. Am zweiten Tag den Sauerteig durch riechen und schmecken kennen lernen und beobachten. Am dritten Tag 1 El Roggenmehl unter rühren.

4.Tag: Morgens halbe Tasse Roggenmehl und halbe Tasse lauwarmes Wasser einrühren. 
Abends sollte der Gärungsprozess begonnen haben:
Den Sauerteig wieder riechen und probieren. Es sollte säuerlich schmecken und wie stinkiger Käse riechen. Wenn das so ist, dann fast die ganze Mischung wegwerfen und nur noch 1/4 (50g) im Glas lassen. Dann wieder eine halbe Tasse Roggenmehl und eine halbe Tasse lauarmes Wasser dazu geben und gut mischen.
Wenn der Teig abends noch nicht fertig ist, dann einfach bis zum nächsten Morgen warten.
5.Tag: Der Sauerteig sollte fast das ganze Glas ausfüllen und wie blasiger Schaum aussehen.
Jetzt kann man den Starter zum Backen verwenden oder  in den Kühlschrank stellen, bis gebacken werden soll.


Brotaufstrich 
der Familie Doll

250 g Frischkäse
30 ml Milch
1 kleine Karotte, dünn geschnitten
1 Frühlingszwiebel, dünn geschnitten
eine Handvoll frisch gehackter Schnittlauch
eine Handvoll frisch gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer

Den Frischkäse mit der Milch in einer Schüssel glatt rühren. Die Möhren, Frühlingszwiebeln, Schnittlauch und Petersilie unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.


Rezepte für leckere Sauerteigbrote findet ihr zum Beispiel bei Chefkoch.de oder bei vielen meiner lieben Bloggerkollegen/innen.....
Salut... Eure mellimille


* lieben Dank an den Prestel Verlag und an Randomhouse, die mir dieses Exemplar zur Verfügung gestellt haben.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Krapfen Brasiliana... Tanze Samba mit mir, tanze Samba die ganze Nacht....


....ein dreifach donnerndes Helau, Helau, Helau!
Die fünfte Jahreszeit hat nun uns alle im Griff und es gibt kein Entkommen. Entweder man schunkelt fröhlich mit oder verkriecht sich ab jetzt bis zum Aschermittwoch in seinen eigenen vier Wänden. 
Ich suche immer nach dem gesunden Mittelweg: Kappesitzungen und Co. vermeide ich, aber Kreppel und Faschingsumzüge lasse ich mir schmecken.
Und zu Fasching darf es dann auch ein Krapfen mit ein paar Umdrehungen geben, oder?!



Mit diesem Kreppel /Krapfen Brasiliana katapultiert ihr euch direkt zum Karneval nach Rio: cremige Rumsahne, frische Annansstückchen und crunchy Kokoschips... Achtung: nach dem Verzehr tanzen die Füße nur noch Samba zu heißen Rythmen!



Krapfen Brasiliana

Zutaten:
600g Mehl
1 Würfel Hefe
1/2 Päckchen Backpulver
100g Zucker
1 Prise Salz
100g weiche Butter
3 Eigelb
300 ml Milch
Zubereitung: 
Mehl, Zucker, Backpulver,Salz und Eigelb in eine Schüssel geben. Milch mit der Butter zusammen erwärmen und anschließend die Hefe darin auflösen. Zur Mehlmischung geben und alles ordentlich durch kneten bis eine Teigkugel entstanden ist. An einem warmen Ort abgedeckt für 1 Stunde ruhen lassen. Den Teig danach einmal durchkneten und dann ca. 25 Stücke abschneiden und runde Kugeln formen. Die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und abgedeckt ca. 45 min gehen lassen.
Den Backofen auf 200° vorheizen. Die Berliner anschließend bei 180° Umluft ca.10-15 Minuten goldbraun backen.


Blech herausnehmen und mit ein wenig flüssiger Butter rund herum bestreichen.



Tipp: ich backe immer 25 Stück fertig, nehme anschließend nur 5-6 Berliner zum Befüllen und friere den Rest ein. 
Bei Bedarf nehme ich mir einige aus dem Gefrierschrank, lasse sie auftauen, gebe sie für 5 Minuten kurz bei 50°C in den Ofen und befülle sie anschließend mit einer Füllung wie z.B. Marmelade, Eierlikörsahne, Pudding, ect..



Füllung für 4 Krapfen: 

200 ml Schlagsahne
3 Tl Rum
eine halbe frische Ananas
Kokoschips
4 El Puderzucker
1 El Zitronensaft

Aus Puderzucker und Zitronensaft einen Guss anrühren. Die Krapfen halbieren. Auf die Deckel den Guss pinseln und mit den Kokoschips bestreuen. 
Sahne steif schlagen. Den Rum vorsichtig unterheben. Die Rumsahne auf die unteren Teile der Krapfen verteilen. 
Die Ananas schälen und in dünne Scheiben schlagen und auf die Rumsahne legen. Das obere Krapfenteil auflegen. Gleich servieren.



Ich wünsche Euch wilde und bunte Faschingstage... 
Salut Eure mellimille





Montag, 20. Februar 2017

Castagnole - Carnevale italiano und eine Rezension über 'Rom - Das Kochbuch'


Auch in Italien wird fleißig Fasching gefeiert. Etwas anders als bei uns, aber trotzdem wild und bunt. Wie auch bei uns gibt es viele Faschingsleckereien, die es nur bis kurz vor Beginn der Fastenzeit in den Bäckereien zu kaufen gibt.
Das Rezept für diese frittierten Teigbällchen, die man castagnole nennt, habe ich aus einem wunderbaren Buch, dass ich euch heute etwas nähere vorstellen möchte:


  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Südwest Verlag (22. August 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3517095222
  • ISBN-13: 978-3517095226
  • z.B. Hier* erhältlich


Der Verlag sagtFolgen Sie den Autorinnen Katie Parla, Rom-Expertin, und Kristina Gill, Fotografin aus Leidenschaft, auf ihrer Reise durch die Küchen der Ewigen Stadt. In Rezepten und Bildern wird der einzigartige Charakter Roms gezeichnet, die lebendige Esskultur aufgespürt und der Duft der italienischen Küche eingefangen. Genießen Sie die gefeierten Klassikergerichte wie Pasta Cacio e Pepe oder Pollo alla romana, aber auch moderne Snacks der gewachsenen Streetfood-Kultur und die fast vergessenen Rezepte aus dem jüdischen Viertel. Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an die authentische Küche Roms und die perfekte Lektüre zum Schmökern, Kochen und Genießen.


Mein Fazit über dieses Buch: Ein wundervolles Buch, dass mein kleines italienisches Herz in mir höher schlagen lässt. 
Es ist authentisch und zeigt die vielen verschiedenen Facetten Roms. Die italienische Küche besteht bei weitem nicht nur aus Pizza und Pasta, sondern bietet noch so viel mehr: viel Gemüse, leckere Schmorgerichte, das Spiel der Aromen durch feinstes Olivenöl und Kräuter, lecker gefüllte Tartes, natürlich auch die Fantasie und die Freude der Köche beim Einsetzen der verschiedensten Zutaten ... und eine große Portion Amore.
Die verschiedenen Seiten der italienischen Küche bzw. der römischen Küche werden in diesem Buch wunderbar aufgezeigt. Aufgebaut ist das Buch in die folgenden Kapitel:
Snacks, Vorspeisen und Street Food, Klassiker und Variationen, Cucina ebraica, Quinto Quarto, Gemüse, Brot und Pizza, Dolci und Getränke.
Am Anfang des Buches gibt es viele Informationen über die Hauptstadt Italiens. Geschmückt werden diese Informationen durch die stimmungsvollen Bilder Roms. Alleine beim Durchblättern würde man sich am liebsten in den nächsten Flieger setzen um in Richtung Rom zu starten. Da das aber in den seltensten Fällen möglich ist, helfen die wundervollen Rezepte das Fernweh zu stillen: Trapizzino, Polpette di bollito, Cacio e pepe di leonardo Vignoli,Verdure gratinate al forno, Pizza Romana... Musik für die Ohren und ein Gaumenschmaus.

Ich habe bereit 3-4 Rezepte aus diesem Buch nachgekocht und fand, dass die Mengenangaben und auch die Beschreibungen wunderbar umsetzbar waren. Wie am Anfang des Buches bereits erwähnt wird, sollte man sich vor dem Beginn des Nachkochens, jedes Rezept gut durchlesen. 
In Rom, wie auch wahrscheinlich im gesamten Italien, wird oft nach Gefühl gekocht. Deswegen wird der Leser aufgefordet, mutig zu sein und auf seinen Bauch zu hören, wenn es um das Würzen und Abschmecken geht.
Zu den meisten Rezepten gibt es Hindergrundinformationen und meist auch ein passendes Bild von dem Gericht. 
Ich liebe Kochbücher, die nicht nur als Kochbuch her halten, sondern die ich auch einfach mal gerne in die Hand nehme, darin blättere wie in einem Fotoalbum und meine Gedanken in die Ferne schweifen lasse. Das ist bei diesem Buch gut möglich. Es entführt seine Leser nach Rom, weckt das Fernweh und stillt dieses durch seine wunderbaren Rezepte. Danke dafür!


Castagnole

Für den Teig:
375 g Weizenmehl
3 Eier
2 Tl Backpulver
1 Prise Natron
2 El Orangensaft
1 Tl Zitronensaft (laut Rezept 1/2 Tl)
3 El Sambuca
(ich habe 2 El Rum und 1 El Amaretto genommen)
5 El Zucker
125 ml Pflanzenöl
125 ml Milch
----------------------------
Öl zum Frittieren
Zucker zum Wälzen

Alle Zutaten für den Teig in einer großen Schüssel gut verrühren.
In einem kleinen Topf ca. 5 cm hoch das Öl zum Frittieren einfüllen und auf mittlere Hitze auf 180°C erhitzen. Mit einem Teelöffel kleine Teigportionen abstechen und mithilfe eines zweiten Teelöffels in heiße Öl geben. Ca. 5 Castagnole etwa 4 minuten frittieren bis sie goldgelb sind. Das Öl darf nicht zu heiß sein/werden, da sonst die Außenseiten zu schnell bräunen und das Innere noch roh ist.
Nach der Hälfe der Zeit, drehen sich die Castagnole von selbst um. Nicht zu viele Teigbällchen auf einmal ins Öl geben.
Die Castagnole kurz auf Küchenpapaier abtropfen lassen, dann gleich in Zucker wälzen. Der Zucker haftet nur, wenn die Teigbällchen noch heiß sind.
Castagnole schmecken am besten frisch, lassen sich aber auch in einem luftdicht schließenden Behälter 3-4 Tage aufbewahren.


Ciao Ciao e Salut... Eure mellimille

P.s.Lieben Dank an den Südwest Verlag und an Random House, die mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben.

Freitag, 17. Februar 2017

Schwarzwälder Kirsch-Krapfen (Berliner, Kreppel, Pfannkuchen,ect.)


Hallo, meine Lieben! Ich habe euch ja versprochen, dass ich euch bis zum Rosenmontag noch einige Krapfenrezepte zeige. Nach dem italienischen Klassiker im Krapfengewand, gibt es heute den deutschen Klassiker schlechthin in Krapfenform: den Schwarzwälder Kirsch-Krapfen.
Dieser Krapfen schmeckt wie eine Schwarzwälder Kirschtorte, nur eben handlicher. 



Schwarzwälder Kirsch-Krapfen
Zutaten:
600g Mehl
1 Würfel Hefe
1/2 Päckchen Backpulver
100g Zucker
1 Prise Salz
100g weiche Butter
3 Eigelb
300 ml Milch
Zubereitung: 
Mehl, Zucker, Backpulver,Salz und Eigelb in eine Schüssel geben. Milch mit der Butter zusammen erwärmen und anschließend die Hefe darin auflösen. Zur Mehlmischung geben und alles ordentlich durch kneten bis eine Teigkugel entstanden ist. An einem warmen Ort abgedeckt für 1 Stunde ruhen lassen. Den Teig danach einmal durchkneten und dann ca. 25 Stücke abschneiden und runde Kugeln formen. Die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und abgedeckt ca. 45 min gehen lassen.
Den Backofen auf 200° vorheizen. Die Berliner anschließend bei 180° Umluft ca.10-15 Minuten goldbraun backen.

Blech herausnehmen und mit ein wenig flüssiger Butter rund herum bestreichen.

Tipp: ich backe immer 25 Stück fertig, nehme anschließend nur 5-6 Berliner zum Befüllen und friere den Rest ein. 
Bei Bedarf nehme ich mir einige aus dem Gefrierschrank, lasse sie auftauen, gebe sie für 5 Minuten kurz bei 50°C in den Ofen und befülle sie anschließend mit einer Füllung wie z.B. Marmelade, Eierlikörsahne, Pudding, ect..



Füllung für ca. 8-10 Krapfen:
400 g Schlagsahne
2 x Vanillezucker
1 Glas Schattenmorellen
(evtl. Kirschwasser)
1-2 El Speisestärke
2 El Zucker
Zartbitterschokoladenraspel
................
Puderzucker
Kirschsaft

Kirschen abgießen und dabei den Saft auffangen.
Bis auf ca. eine Tasse Kirschsaft den restlichen Saft mit den Kirschen in einem Topf erwärmen.
Ca. 5 El Kirschsaft in einer Tasse mit 1-2 El Speisestärke glatt rühren, anschließend mit dem Zucker (und dem Kirschwasser ) zu den Kirschen geben und kurz aufköcheln lassen bis die Kirschen eingedickt sind. Abkühlen lassen. 
Sahne steif schlagen und mit dem Vanillezucker süßen.
Aus ca. 200 g Puderzucker und etwas Kirschsaft einen nicht zu flüssigen Guss anrühren.
Die Krapfen aufschneiden. Den Deckel mit dem Guss bestreichen, mit den Schokoladenraspeln bestreuen und evtl.mit einer Kirsche garnieren und Puderzucker bestäuben.
Die untere Hälfte wird mit Kirschen und der Schlagsahne gefüllt. Anschließend wird der Deckel wieder darauf gesetzt. 


Helau, Alaaf und Salut... Eure mellimille


Montag, 13. Februar 2017

Tiramisu-Krapfen (Berliner, Kreppel, Pfannkuchen...)


Helau, Alaaf und 'Wolle mer se reinlasse?!'. Die Faschingszeit ist im volle Gange und die Bäckereien übertreffen sich gerade mit den phantasievollsten Krapfenfüllunungen/Kreppelfüllungen. Ich kann mich gar nicht genug daran satt sehen und essen bei dieser riesigen Auswahl.
Glück für Euch und für mich, denn ich werde mich dieses Jahr an verschiedene Füllungen ran wagen und testen.


Den Anfang macht dieser kleine italienische Freund: mit starkem Espresso, cremiger Mascarpone, einem ordentlichen Schuß und viel Temperament steht er seinem großen Bruder, dem Tiramisu, in nichts nach.
Bei uns war es Liebe auf den ersten Bissen.....


Tiramisu-Krapfen
Zutaten:
600g Mehl
1 Würfel Hefe
1/2 Päckchen Backpulver
100g Zucker
1 Prise Salz
100g weiche Butter
3 Eigelb
300 ml Milch
Zubereitung: 
Mehl, Zucker, Backpulver,Salz und Eigelb in eine Schüssel geben. Milch mit der Butter zusammen erwärmen und anschließend die Hefe darin auflösen. Zur Mehlmischung geben und alles ordentlich durch kneten bis eine Teigkugel entstanden ist. An einem warmen Ort abgedeckt für 1 Stunde ruhen lassen. Den Teig danach einmal durchkneten und dann ca. 25 Stücke abschneiden und runde Kugeln formen. Die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und abgedeckt ca. 45 min gehen lassen.
Den Backofen auf 200° vorheizen. Die Berliner anschließend bei 180° Umluft ca.10-15 Minuten goldbraun backen.

Blech herausnehmen und mit ein wenig flüssiger Butter rund herum bestreichen.

Tipp: ich backe immer 25 Stück fertig, nehme anschließend nur 5-6 Berliner zum Befüllen und friere den Rest ein. 
Bei Bedarf nehme ich mir einige aus dem Gefrierschrank, lasse sie auftauen, gebe sie für 5 Minuten kurz bei 50°C in den Ofen und befülle sie anschließend mit einer Füllung wie z.B. Marmelade, Eierlikörsahne, Pudding, ect..



Tiramisucreme
Für ca. 8 Krapfen
250 g Mascarpone
60 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Espresso
3 El Eierlikör
1 El Amaretto
200 g Schlagsahne
Backkakao

Die Mascarpone zusammen mit dem Zucker, Vanillezucker, Eierlikör, Amaretto und Espresso glatt rühren. Die Sahne steif schlagen und unter die Mascarponecreme heben. 
Die Berliner aufschneiden und ordentlich mit der Creme befüllen. Den Krapfendeckel darauf setzen und mit Kakao bestäuben.


Schon gespannt, welche Variante es bei mir das nächste Mal gibt?!
Ich verrate noch nicht viel, aber es wird etwas typisch deutsches sein.
Hat jemand eine Idee?


Helau, Alaaf und Salut... Eure mellimille